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Luise Kinseher in ihrer Leibrolle

Mit „Mama Bavaria“ auf der Couch - Top Quoten für erste Sendung

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Lusie Kinseher als „Mama Bavaria“ auf dem Nockherberg.

Nach dem Nockherberg aus bekam Luise Kinseher als „Mama Bavaria“ ihre eigene Sendung im BR. Die erste Folge hatte top Einschaltquoten. 

Update vom 01. März 2019: Acht Jahre lang hat sie als „Mama Bavaria“ den Politikern auf dem Nockherberg die ­Leviten gelesen. Schon damals war zu erkennen, dass derbe Töne und harsche Kritik nicht ihre Sache sind. „Die Mama“, diese so clever konstruierte Figur der Kabarettistin Luise Kinseher, arbeitet lieber mit der ­Nagelfeile als mit der groben Raspel. Argumentiert lieber übergeordnet und staatstragend, als sich im Klein-Klein der Tagespolitik zu verfransen. Das zeigt sich in ihrem aktuellen Bühnenprogramm Mamma Mia Bavaria und ebenso in ihrer neuen Fernsehsendung, die am Donnerstag im BR Premiere feierte – und gleich eine Superquote eingefahren hat! 16,5 Prozent Marktanteil in Bayern sind spitze. 

Kinseher: „Unser Konzept ist aufgegangen“

„Unser Konzept ist aufgegangen“, sagt eine glückliche Luise Kinseher im Gespräch mit der tz. „Darüber freue ich mich sehr. Wir haben die Sendung lange vorbereitet, und es war spannend bis zum Schluss. Man weiß ja nie wirklich, ob alles funktioniert – aber es hat!“ Als Erste durfte sich am Donnerstag Landtagspräsidentin Ilse Aigner ganz dicht zur „Mama ­Bavaria“ setzen. In einer Mischung aus Elternsprechtag, Inquisition und gemütlichem Plausch mit der Oma examiniert die ­Mama beim gemeinsamen Detox-Smoothie-Schlürfen ihre „Unter­mama“. Doch die ist viel zu versiert, um sich zwischen dem Gespräch über ihre Heimat Feldkirchen-Westerham und ihrem geringen Wort­anteil im Landtag noch zum Söder-­Bashing verleiten zu lassen.

Noch stimmt nicht alles

Aigner geht schließlich gut gelaunt samt Smoothie ab, während Kinseher ein kurzes ­Solo-Stückerl zum Besten gibt. Danach kommen Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der bayerischen Grünen („Regieren wird überbewertet“), und Schauspieler Helmfried von Lüttichau. Insgesamt zündet nicht jede Pointe, nicht alle Spitzen sitzen an diesem Abend. Bis zum zweiten TV-Auftritt der Mama Bavaria am 11. April darf Kinseher ruhig noch die Schärfe ihrer Fragen nachjustieren. Ihre medienerfahrenen Schäfchen können’s aushalten. 

ulf/thy

„Mama Bavaria“ bekommt ihre eigene Sendung - Die Gäste können sich schon mal warm anziehen

München - Hier wird nicht journalistisch gefragt und auch nicht wirklich kabarettistisch. Diese Mama ist wie wohl jede Mama „mal streng und mal süffisant, sie kann schimpfen, zeigt aber auch Verständnis, wenn’s nötig ist“. So beschreibt Luise Kinseher im tz-Gespräch ihre Figur der „Mama Bavaria“, die sich nach Jahren auf dem Nockherberg nun in einer eigenen BR-Sendung an ihre Untertanen wendet, „in Einzelgesprächen, bei sich daheim, ganz privat“, wie es vom Münchner Sender heißt.

Luise Kinseher will Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur aus der Reserve locken

Am Donnerstag ist Premiere für das neue Format, die zweite Ausgabe läuft am 11. April, weitere sind geplant. Es ist, so viel darf verraten werden, ein herrschaftliches Ambiente, in dem sich das Ganze abspielt. Mit einem edlen Sofa, das auch ein Schloss zieren würde, und mit einem Wald von Säulen im Hintergrund. Hier hält die „Mama“ Hof, hier versucht sie, ihre Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur dazu zu bringen, „eine Seite von sich zu zeigen, die man noch nicht kennt“.

Kinseher gibt sich als „Mama Bavaria“ nahbar

Die Figur sei bewusst gewählt, erläutert die 50-Jährige, „denn so kann ich ganz anders agieren im Gespräch. Die ,Mama‘ sagt zu allen ,Du‘, hält auch mal die Hand und streicht übers Haar, alles Dinge, die ich als Luise Kinseher nicht tun würde.“ Aller Spielerei um Lob und Tadel zum Trotz bereite sie sich akribisch auf ihre Gäste vor, so Kinseher, allerdings – und so sei das ja schon auf dem Nockherberg gewesen – nicht über die aktuelle Politik, sondern über die Person. „Ich glaube, nur so verlieren meine Gäste ihr Politikerface und beten nicht herunter, was ihr Coach mit ihnen eingeübt hat.“

Die „Mama“ konnte für ihre ersten Sendungen große Namen als Gäste gewinnen

„Geknackt“ oder gar „gegrillt“ wird bei der „Mama Bavaria“ definitiv niemand, „das ist eine Unterhaltungssendung!“ Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann und Schauspieler Helmfried von Lüttichau (Hubert und Staller) sind zu Gast am Donnerstag, in der zweiten Ausgabe im April lassen sich dann Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern, Natascha Kohnen (SPD) und Karikaturist Dieter Hanitzsch von der „Mama“ auf den Zahn fühlen. An potenziellen Gästen scheint kein Mangel zu herrschen, bei den Planungen zu dem neuen Format habe sie großes Interesse gespürt, sagt Kinseher. Traumgast wäre Landesvater Markus Söder, aber „für den brauche ich wahrscheinlich drei Sendungen“.

Alle News zum Nockherberg 2019 können Sie hier nachlesen.

Rudolf Ogiermann

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