Großes Bedauern

Beliebte Moderatorin verlässt BR nicht komplett freiwillig: „Es war nicht allein meine Entscheidung“

Nach fast einem halben Jahrhundert verabschiedet sich die beliebte Moderatorin Sabine Sauer vom Bayerischen Rundfunk mit einer Abschiedssendung. Ihr Kollege kann die Tränen nicht zurückhalten.

  • Eine der prominentesten Moderatorinnen verlässt den Bayerischen Rundfunk.
  • Nach über 40 Jahren hört Sabine Sauer auf. Das Bedauern ist groß.
  • Bei ihrer Abschiedssendung sind Tränen geflossen.

Update vom 29. Dezember, 06.16 Uhr: Nach über 40 Jahren hat sich die beliebte Moderatorin Sabine Sauer vom Bayerischen Rundfunk (BR) in den Ruhestand verabschiedet und damit ihre TV-Karriere beendet. Zum Abschied wurde ihr vom BR am Montag (28. Dezember) eine ganze Folge „Wir in Bayern“ gewidmet. Die letzten Jahre moderierte sie selbst, doch diesmal war sie als Gast da. Schon ein paar Tage zuvor hatte sie angekündigt, dass bei dieser Folge mit Moderator-Kollege Michael Sporer Tränen fließen werden (siehe Update vom 23. Dezember). Und so war es schließlich dann auch.

Unter Tränen verabschiedete sich Sporer von Sauer. Kurz vor Ende der Show ist es dann nämlich so weit. Er muss sich von seiner Kollegin trennen und es fällt ihm sichtlich schwer: „Sabine, jetzt wird‘s langsam gar“, beginnt er seine persönliche und emotionale Abschiedsrede und gerät dabei immer wieder ins Stocken. „Seit 17 Jahren haben wir uns jetzt gemeinsam um unser Baby um ‚Wir in Bayern‘ gekümmert. Zusammen haben wir (...) so manchen Kampf gekämpft, manche Schlacht geschlagen, manche Niederlage eingesteckt, aber auch viele Erfolge zusammen gefeiert“, fährt er fort. „Jetzt wird es schwierig“, kündigt er an und er kämpft mit den Tränen, muss sogar kurz eine Pause machen. Davon ist auch Sauer gerührt und sucht verzweifelt nach einem Taschentuch.

BR-Moderatorin Sabine Sauer hört auf - Moderator-Kollege verabschiedet sich unter Tränen

Als sich der Moderator wieder gefangen hat, überhäuft er sie dann noch mit Komplimenten: „So eine Kollegin wie dich kann ich nur jedem wünschen. Und so sehr ich mich freue, dass du jetzt auf eine glanzvolle Karriere zurückblicken kannst (...), so traurig bin ich, dass ich dich als Kollegin verliere. Was mich tröstet, ist die Tatsache, dass du mir als Freundin erhalten bleibst. (...) Danke für 17 tolle Jahre.“

Die beliebte Moderatorin bedankt sich ebenfalls für die letzten gemeinsamen „Wir in Bayern“-Jahre und auch ihr fällt der Abschied sichtlich schwer. „Die letzten Wort in dieser Sendung gehören dir, weil ich kann nicht mehr“, gibt Sporer offen zu. „Danke, dass du heute bis zum letzten Moment an meiner Seite geblieben bist, so wie all die Jahre“, bedankt sich Sauer und meint gleichzeitig das „großartige ‚Wir in Bayern‘-Team“. Schließlich spricht sie noch ein großes Dankeschön an ihre Familie aus, die immer für sie da war: „Die sich mit mir gefreut hat, wenn es gut lief. Die mir geholfen und den Rücken gestärkt hat, wenn es mal nicht so gut lief.“

Die Moderatorin geht zwar nun in den Ruhestand, doch das nicht ganz freiwillig. Ans Aufhören würde sie sonst wohl noch lange nicht denken. Gegenüber Bild.de verriet sie, dass sie nicht alleine so entschieden hatte: „Es war nicht ganz allein meine eigene Entscheidung. Als sogenannte ,feste freie‘ Mitarbeiterin des Bayerischen Rundfunks lautet die Regel, dass man mit Beginn des Rentenalters nicht weitermachen darf. Natürlich bin ich wehmütig. Aber ich sehe meinen Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“

BR: Beliebte Moderatorin verlässt den Sender - Bei Abschiedssendung wird es Tränen geben

Update vom 23. Dezember, 08.45 Uhr: Nach 43 Jahren hört die beliebte Moderatorin Sabine Sauer beim Bayerischen Rundfunk auf und geht in den wohlverdienten Ruhestand. Zu ihrem Abschied wird sie am Montag (28. Dezember) bei der Sendung „Wir in Bayern“, die sie fast 18 Jahre lang moderierte, selbst zu Gast sein. Um zusammen mit ihrem Kollegen Michael Sporer auf ihr aufregendes Leben als Journalistin zurückzublicken. Wie sie gegenüber der Süddeutschen Zeitung (SZ) in einem exklusiven Interview bereits verriet. „Es kann sein, dass ich in der Situation so überwältigt bin, dass ich nicht mal weinen kann. Aber es werden Tränen fließen, entweder in der Sendung oder danach. Es war ja doch eine lange Zeit.“

Für sie werde es sehr ungewohnt sein, dann auf der anderen Seite des Sofas zu sitzen und nicht Fragen zu stellen, sondern beantworten zu dürfen. Was genau auf sie in der Sendung zukommen wird, weiß sie allerdings noch nicht. Seit Wochen und Monaten seien ihre Kollegen und Kolleginnen jedoch damit beschäftigt, ihre Abschiedssendung vorzubereiten, so Sauer: „Mit viel Energie, Liebe und Herzblut. Ich bin jetzt schon so gerührt.“

Beliebte Moderatorin verlässt BR - An ihr kam dort wohl kein Zuschauer vorbei

Erstmeldung vom 18. Dezember 2020: München - Als treuer Zuschauer des Bayerischen Rundfunks (BR) kam man an ihrem Gesicht wohl kaum vorbei: Die langjährige Moderatorin Sabine Sauer begeisterte das Publikum über vier Jahrzehnte auf den Fernsehbildschirmen. Doch damit soll nun Schluss sein. Wie der Sender in einer Pressemitteilung verkündete, verlässt die 64-Jährige den BR und geht wie ARD-Kollege Jan Hofer in den Ruhestand. Ein großer Verlust für viele ihrer Kollegen und Kolleginnen - und natürlich für viele Zuschauer.

Beliebte Moderatorin verlässt Bayerischen Rundfunk - Intendant mit rührenden Worten

„Mit dem Bayerischen Rundfunk verbinde ich unzählige schöne Erinnerungen, spannende Begegnungen und wertvolle Freundschaften“, verrät die Moderatorin in einem Statement. Doch nicht alles werde sie nach ihrem Ausstieg hinter sich lassen. Besonders um ihre Herzensprojekte will sie sich weiterhin kümmern: „Sternstunden bleibe ich auch in Zukunft treu. Die Aktion ist mir ein persönliches Anliegen, weit über den Beruf hinaus.“ Doch nicht nur Sauer selbst fällt der Abschied schwer, auch von Seiten des Senders zeigte man großes Bedauern.

BR-Intendant Ulrich Wilhelm bezeichnet sie als „in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Kollegin“. In einer Stellungnahme schwärmt er über das Talent der 64-Jährigen: „Sie ist klug, liebenswert, hat Ausstrahlung und ist eine begnadete Interviewerin: stets perfekt vorbereitet, zugleich mit viel Gespür für die Kunst des Improvisierens, und vor allem immer mit echtem Interesse für ihr Gegenüber“, so Wilhelm. Sie habe sowohl das Programm als auch das Bild des Senders in der Öffentlichkeit geprägt. „Das Publikum und die BR-Kolleginnen und -Kollegen werden sie vermissen!“, so seine Abschiedsworte.

Beliebte BR-Moderatorin verabschiedet sich - Letzte Sendung wird ihr gewidmet

Ihre Karriere startete Sauer 1978 zunächst beim Hörfunk des BR. Kurze Zeit später folgten Engagements fürs Fernsehen als Programm-Ansagerin und Moderatorin. Sie beherrschte ihre Jobs so gut, dass sie zu eine der bekanntesten Moderatorinnen des Senders wurde. 15 Jahre lange moderierte sie beispielsweise die Talkrunde „Unter vier Augen“, in der sie zahlreiche Prominente interviewen durfte. Vielen dürfte sie außerdem aus der Sendung „Wir in Bayern“ bekannt sein. Seit Ende der 90er moderierte sie die Sternstunden-Spendensendung und die Sternstunden-Spendengala.

Zum Abschied wird die mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnete Moderatorin nun selbst als Gast in der Sendung „Wir in Bayern“ begrüßt. Am Montag, 28. Dezember wird eine Folge lang zurückgeblickt: Auf die schönsten Momente und Erinnerungen, die Sauer in ihrer Zeit bei BR sowohl beruflich als auch privat erleben durfte. (jbr)

Nach 20 Jahren verlässt ein beliebter ZDF-Moderator unter Tränen den Sender. Seine Fans zeigen sich bestürzt. Eine bekannte RTL-Moderatorin wurde indessen einfach ersetzt.

Rubriklistenbild: © Screenshot/BR

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