Ein Blick zurück

Carolin Reibers Weihnachtssendungen: Beste Feste, beste Gäste

Weihnachten mit Carolin Reiber
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Auch heuer gibt‘s wieder ein „Weihnachten mit Carolin Reiber“.

München - Zauberhafte Geschichten, Promi-Gäste und festliche Stimmung – dafür steht Weihnachten mit Carolin Reiber. Uns erzählt die TV-Moderatorin, was die Sendung ihr persönlich bedeutet, an wen sie sich besonders gern erinnert und was bei ihr Heiligabend auf den Tisch kommt.

„Weihnachten mit Carolin Reiber“ ist seit Jahren Tradition im BR Fernsehen. Was bedeutet Ihnen persönlich die Sendung?

Carolin Reiber: Sehr viel, auf diese Sendung freue ich mich das ganze Jahr über – auch, weil sie mich und das gesamte Team auf die Weihnachtszeit einstimmt. Wir haben ja schon Ende November aufgezeichnet. Es gab Platzerl für alle, die Stimmung ist feierlich. Mir gefällt das sehr.

Früher waren Sie auch im ZDF ein fester Bestandteil des Weihnachtsprogramms.

Reiber: Ja, richtig. Ich habe bis 2005 beim ZDF immer Heiligabend mit dem Bundespräsidenten gefeiert. Auch da­ran habe ich sehr schöne Erinnerungen. Roman Herzog zum Beispiel hatte während seiner Amtszeit in den Neunzigern vorgeschlagen, jedes Jahr aus einem anderen Bundesland zu senden. Und ich habe dann immer die typische Landestracht getragen. Das war richtig schön.

Ihre Weihnachtssendung im BR Fernsehen ist seit Jahren die erfolgreichste Weihnachtssendung im Programm überhaupt.

Reiber: Im ersten Jahr war mir das dem ZDF gegenüber direkt unangenehm, aber meine lieben Kollegen aus Mainz haben mir am Tag nach der Ausstrahlung einen Gruß rübergeschickt. Wir haben immer noch ein sehr gutes Verhältnis zueinander. (Lacht.)

Was macht die BR-Sendung so besonders?

Reiber: Das fängt schon bei der traumhaft schönen Kulisse an. Sehr viele Zuschauer haben gemeint, das sei bei mir daheim. Ist es aber nicht, es ist nur so liebevoll hergerichtet. Das ist wirklich Romantik pur. Und ich hatte immer ganz besondere Gäste! Ich hatte sie alle! (Lacht.) Allein, wie Monika Gruber und Michl Müller von Weihnachten erzählt haben – sehr vergnüglich!

Sie blicken in der Ausgabe heuer auf die vergangenen Sendungen zurück. Was ist der Grund dafür?

Reiber: Wir haben in den vergangenen Jahren einfach so interessante Interviews geführt, die nichts an Aktualität verloren haben. Die wollten wir noch einmal zeigen. Ich erinnere mich an die Gespräche mit Herzwärmern wie Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. Die sind so liebenswert! Und mit denen kann man so gut über Weihnachten sprechen, weil sie unsere bayerischen Traditionen wirklich leben. Aber ich kann auch sagen, dass der BR dadurch, dass wir in der Sendung zurückblicken, Geld gespart hat. Statt vier Tage haben wir nur noch eineinhalb Tage aufgezeichnet.

Ist in all den Jahren auch mal etwas schief gegangen?

Reiber: Nicht wirklich. Und wenn, dann haben wir es wieder rausgeschnitten. (Lacht.) Wir haben einmal gegrillt mit Alfons Schuhbeck. Der macht so verrückte Sachen und wollte Weißwürste grillen.

Sie haben gegrillt? An Weihnachten?

Reiber: Ja, mit so einem Haudegen wie Alfons Schuhbeck geht das. Ich habe damals aber auch gesagt: Alfons, wir haben Winter! Die Leute denken, ich bin übergeschnappt. Und was passierte? Wir hatten an Heiligabend schönstes Wetter. Schuhbeck hatte den Nagel auf den Kopf getroffen.

Was kommt bei Ihnen an Heiligabend auf den Tisch?

Reiber: Das habe ich meine Gäste in der Sendung auch immer gefragt. Doch als der Fünfte sagte: „Fondue“, habe ich die Frage nicht mehr gestellt. Aber ich muss zugeben: Auch bei uns gibt es Fondue. Wegen der Enkelkinder. Das Gute bei Fondue ist ja: Man kann den ganzen Abend über gemeinsam am Tisch sitzen und essen, und die Kinder können mit ihren neuen Sachen spielen. Das ist doch das Schönste überhaupt. Ich freue mich schon sehr.

Interview: Stefanie Thyssen

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