Die Fans sind sauer

Novum in beliebter VOX-Kochshow: Sender distanziert sich von Gericht eines Kandidaten

Sender VOX distanzierte sich von Sebastians Hauptgang.
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Sender VOX distanzierte sich von Sebastians Hauptgang.

Ärger bei „Das perfekte Dinner“: Der Sender VOX musste sich vom Gericht eines Hobby-Kochs distanzieren. Die Fans zeigten sich bedient.

Nürnberg - Koch-Shows sind in Deutschland aus der TV-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Nicht nur Duelle unter Profi-Köchen, auch unter Laien erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch darum ist es VOX wohl gelungen, die Sendung „Das perfekte Dinner“ in den vergangenen Jahren zum absoluten Dauerbrenner zu machen. Seit 2006 läuft die Sendung, in der fünf Hobby-Köche unter der Woche gegeneinander antreten. Jede:r kocht für die anderen, am Ende gibt es Punkte, der- oder diejenige mit den höchsten Punkten gewinnt. Aber auch nach gut 15 Jahren gibt es noch neue Momente für die Show-Macher. Denn ein Gericht sorgte kürzlich für mächtig Aufsehen.

Zugetragen hatte sich das Ganze beim „perfekten Dinner“ in Nürnberg. Dort kochte zum Auftakt der neuen Woche am Montag (22. Februar) Sebastian für seine Gäste-Konkurrenz. Vorweg ist natürlich wichtig zu sagen, dass die Köche bei ihrer Menü-Bestimmung freie Wahl haben. Was der Opernsänger aber für das Hauptgericht auf die Speisekarte setzte, sorgte für ein Novum in der Sendung. Denn VOX distanzierte sich noch während der Ausstrahlung vom Gericht.

„Das perfekte Dinner“ (VOX): Diese Zutat im Hauptgericht ist höchst umstritten

Sebastian servierte beim Hauptgang als ein Bestandteil „Tournedos Rossini“. In denen ist Rinderfilet, Brioche, schwarzer Trüffel und noch eine Zutat, die die Zuschauer:innen mächtig störte: Gänsestopfleber. Das Gericht ist durchaus umstritten. Bekannterweise werden die Tiere hierfür nämlich vorab durch einen langen Schlauch zwangsernährt, bevor sie geschlachtet werden. Der ganze Prozess gilt als Tierquälerei, ist in Deutschland verboten. Der Import aus anderen Ländern ist allerdings noch gestattet.

Als Sebastian nun also anfängt, mit der Gänsestopfleber zu arbeiten, meldet sich der Sprecher aus dem Off und erklärt: „Es kommt ein Produkt zum Einsatz, das sehr umstritten ist, da die Herstellung Tierleid verursacht“, heißt es da. Auch Sebastian sagt, er wisse, dass Gänsestopfleber „was ganz was schlimmes ist“. Allerdings sorgt er mit seiner weiteren Aussage für noch mehr Ärger. „Ich zitiere sehr gerne einen ehemaligen Kollegen von mir aus Darmstadt: ‚Die Viecher sind selber schuld, wenn sie so gut schmecken‘. Und es schmeckt leider wirklich sehr gut.“

„Das perfekte Dinner“ (VOX): Kandidat verwendet Gänsestopfleber - Sender distanziert sich

Die Fans der Sendung sind derweil schon beim ersten Hauptgang der Woche bedient. „Das wären für mich 0 Punkte und das sofortige Ende des Abends“, schreibt jemand auf Twitter. „Ich hoffe, wenigstens einer der Runde hat den Anstand, ihm zu sagen, wie abscheulich das ist“, findet ein anderer User im sozialen Netzwerk. Und auch der Sender der Show macht klar, was er von der Sache hält.

Das Gericht ist nämlich Grund genug für VOX, sich davon zu distanzieren. „Ist Sebastian ein dufter Typ? Klares ja. Darf er kochen was er will? Klares ja. Empfiehlt ‚Das Perfekte Dinner‘ dieses oder andere Gerichte mit Stopfleber nachzukochen? Klares nein“, heißt es aus dem Off. Und nicht nur das: Auch auf der Website zur Show, wo normalerweise alle Rezepte zum nachkochen bereitgestellt werden, findet sich das Menu vom Montag ohne die Gänsestopfleber-Komponente. Übrigens: Von seinen Gästen folgte am Abend keine Reaktion zu dem umstrittenen Lebensmittel. Er bekam insgesamt 31 Punkte für seinen Abend. (han)

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