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Sommerhaus der Stars: Knebelverträge enthüllt - Wer eine dieser Regeln bricht, verliert seine Gage

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Von: Claire Weiss

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Mike und Michelle, im Hintergrund eines der Spiele
Die Kandidaten im Sommerhaus müssen sich an strenge Regeln halten. © TVNOW

Wer ins „Sommerhaus der Stars“ zieht, bekommt nicht nur eine fette Gage, sondern auch die Chance auf 50.000 Euro Gewinnsumme. Doch die Teilnahme an der Sendung ist mit strikten Regeln und Verboten verbunden.

Gestern Abend (28. Oktober) kämpften die letzten beiden Paare im „Sommerhaus der Stars“ um den Titel „DAS Promipaar 2021“. Freuen durften sich am Ende Dominik Lars Steinhöfel (34) und Dominik Schmitt (31). Sie konnten sich im Finale gegen Sissi Hofbauer (25) und Benjamin Melzer (34) durchsetzen. Doch Grund zur Freude gibt es für alle Teilnehmer. Nach wochenlangen Dreharbeiten unter strengen Regeln dürfen die Kandidaten endlich wieder nach Hause reisen und ihre Liebsten wiedersehen.

Vor Beginn des TV-Drehs müssen die Kandidaten alle einen Vertrag mit der Produktionsfirma „Seapoint“ unterschreiben. Dieser soll sich abgesehen von der Gage und der Reihenfolge der Klauseln nicht unterscheiden. Bild.de hat die Sommerhaus-Verträge enthüllt. Extratipp.com von IPPEN.MEDIA berichtet.

An diese Regeln müssen sich die „Sommerhaus der Stars“-Kandidaten halten

Die „Mitwirkendenverträge“ beim „Sommerhaus der Stars“ haben es in sich. Das Dokument soll laut Bild-Informationen 22 Seiten lang sein und zusätzlich zehn Seiten Anlagen aufführen. Diese Regeln, Klauseln und Verbote sollen darin enthalten sein:

1. Seapoint macht die Regeln und darf diese jederzeit ändern.

Im Vertrag soll es dazu heißen: „Die alleinige Entscheidung über alle die Produktion betreffenden Regeln liegt bei Seapoint.“ Ganz willkürlich und ohne Begründung kann die Produktionsfirma also jederzeit die Regeln ändern: „Seapoint ist berechtigt, Regeln nach eigenem Ermessen ohne Angaben von Gründen zu ändern. Das ist unanfechtbar.“ Diskutieren ist also zwecklos.

2. Alle Kandidaten MÜSSEN an den Spielen teilnehmen - mit einer Ausnahme.

Vertraglich soll festgesetzt sein: „In den Shows der Produktion müssen die teilnehmenden Paare verschiedene Spiele spielen.“ Die Spiele sind für Zuschauer nicht nur unterhaltsam. Die Gewinner können sich außerdem vor der Nominierung schützen. Nur aus gesundheitlichen Gründen ist es den „Sommerhaus der Stars“-Kandidaten (alle Kandidaten im Überblick) erlaubt, ein Spiel auszusetzen. Ob die Stars gesundheitlich in der Lage sind teilzunehmen, darüber entscheidet ein Arzt am Set.

Mike Cees im Auto, die Hand am Lenkrad
Auf dieses Spiel hätte Mike Cees wohl gern verzichtet. © Screenshot TVNOW

3. Wie die Regeln, darf Seapoint auch seine Entscheidungen jederzeit ändern.

Seapoint behält sich das Recht, jederzeit nicht nur Regeln, sondern auch Entscheidungen ohne Begründungen zu verändern. Im Vertrag soll es heißen: „Seapoint ist berechtigt, getroffene Entscheidungen zu einem Zeitpunkt ohne Angabe von Gründen zu ändern.“ Ausdrücklich gilt dies auch für den Auszug der Paare. Die Produktionsfirma kann also jederzeit wahllos schon ausgeschiedene Paare zurückholen und dafür andere Paare nach Hause schicken.

Klaus scheint da eine Kleinigkeit vergessen zu haben. © TVNOW

4. Die „Sommerhaus der Stars“-Kandidaten müssen fast zu jeder Zeit ein Mikrophon tragen.

Auch die Kameras, die überall im Haus installiert sind, müssen die Stars akzeptieren. „Die Kameras und Mikrofone dürfen zu keiner Zeit verdeckt oder zugehalten werden.“ Nur auf der Toilette oder beim Schlafen können die Promis ihre Mikros ablegen.

5. Auch beim Gepäck der Kandidaten mischt Seapoint mit.

Vor ihrer Anreise ins „Sommerhaus der Stars“ (alle Folgen bei TVNOW streamen) sollen die Teilnehmer eine Packliste bereitgestellt bekommen. Diese ist allerdings keine Empfehlung, sondern verpflichtend. Auch, wenn es um die Kleidung der Stars behält die Produktionsfirma sich vor, mitzubestimmen. Im Vetrag soll dazu stehen: „Styling und Kostümauswahl (…) findet in Absprache mit Seapoint statt.“

6. Putzen, Kochen, Spülen - die Stars tun dies nicht freiwillig.

Was Mola Adebisi in Folge eins der diesjährigen Staffel gekonnt vorgeführt hat, gehört beim „Sommerhaus der Stars“ zum Pflichtprogramm und ist vertraglich festgehalten.

Peggy putzt zum Glück gerne. © TVNOW

7. Keine Medien - dafür mehr Interaktion zwischen den Stars.

Wer will schon den Stars dabei zuschauen, wie sie gemütlich auf der Couch sitzen und ein Buch lesen? Niemand! Im „Sommerhaus der Stars“ ist vielleicht deshalb Medien-Verbot. „Es gibt keinen Zugang zu Fernsehen, Internet, Laptops, Telefonen, Büchern, E-Readern, Zeitschriften, Medien oder anderen Kommunikationsmitteln.“

8. Drogen sind verboten.

Vertraglich soll festgehalten sein: „Der Konsum von illegalen Drogen und/oder illegalen Medikamenten während der Teilnahme ist strengstens untersagt.“ Nach Bild-Informationen sollen außerdem mehrere Kandidaten darauf hingewiesen worden sein, dass die Einnahme von Hormonen zur Muskel-Steigerung ein No-Go ist.

9. Konkurrenz-Shows sind verboten.

Wer beim „Sommerhaus der Stars“ dabei ist, darf von Mai bis November desselben Jahres bei keiner anderen deutschen Trash-Show teilnehmen. „Der Mitwirkende garantiert, vom Dreh-Start (…) bis zum Ablauf von einem Monat nach Ausstrahlung der letzten Folge der Produktion im TV-Programm von RTL zu unterlassen, an gleichen und/oder ähnlichen Produktionen (…) mitzuwirken.“ Das gelte auch, wenn die Konkurrenz-Sendung nicht im genannten Zeitraum aufgezeichnet, aber innerhalb dessen im TV ausgestrahlt wird.

Wer eine der Regeln bricht, riskiert es Teile oder gar die gesamte „Sommerhaus der Stars“-Gage zu verlieren.

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