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Die bedrohte Welt der Meeresschildkröten im ZDF

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Hannes Jaenicke
Hannes Jaenicke mit einer frisch geschlüpften Oliv-Bastard-Schildkröte am Strand von Ostional in Costa Rica. © Markus Strobel/ZDF/dpa

Zum 14. Mal ist der Schauspieler und Umweltschützer Hannes Jaenicke im ZDF für den Artenschutz unterwegs: Dieses Mal geht es um die vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten.

Berlin - Die Bilder sind aufrüttelnd, eindringlich und zum Teil schwer auszuhalten. In einer neuen Folge seiner ZDF-Doku-Reihe nimmt der Schauspieler und Umweltschützer Hannes Jaenicke die Zuschauer mit in die Welt der Meeresschildkröten. Sieben Arten des Reptils gibt es noch, alle sind vom Aussterben bedroht. Es ist der Mensch, der den Tieren ihren Lebensraum nimmt, der sie jagt und tötet. Zu sehen ist die 45-minütige Dokumentation „Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Meeresschildkröten“ am Dienstag um 22.15 Uhr im Zweiten.

Seit 150 Millionen Jahren gibt es Meeresschildkröten: „Sie überlebten Dinosaurier, Eiszeiten und Naturkatastrophen“, sagt Jaenicke. Die Tiere könnten bis zu sechs Stunden die Luft anhalten, 1000 Meter tief tauchen, ihren Stoffwechsel so verlangsamen, dass ihr Herz nur noch alle neun Minuten schlägt. Und nun seien sie vom Aussterben bedroht. „Wie konnte es soweit kommen?“

Der Umweltschützer begibt sich auf Spurensuche. In Costa Rica trifft er die deutsche Meeresbiologin Christine Figgener. An einem Strand beobachten sie frisch geschlüpfte Babyschildkröten, die sich aus ihren Nestern in der Erde graben und Richtung Meer laufen. Es ist ein Start in eine ungewisse Zukunft. Das Meer ist voller menschengemachter Gefahren: Plastikmüll, Fischernetze, Angelhaken.

Die Forscherin berichtet von einer Schildkröte, der ein Plastikstrohhalm tief in der Nase steckte. Das Tier habe gerettet werden können, viele andere kämen qualvoll ums Leben. Etwa, weil sie sich in Fischernetzen verhedderten und nicht mehr auftauchen könnten.

Neben der Verschmutzung der Weltmeere durch Kunststoffe seien auch der steigende Schiffsverkehr und die industrielle Fischerei existenzielle Probleme. Nicht nur die Netze seien gefährlich. Zum Teil betrachteten die Fischer Schildkröten als Konkurrenz und attackierten die Tiere.

Auch Wilderer stellen den Reptilien nach. Sie hätten es auf Fleisch, Fett und Panzer abgesehen, berichtet Jaenicke. In Kenia besucht er einheimische Umweltschützer, die sich für die Schildkröten einsetzen und Aufklärungsarbeit leisten. In einem griechischen Rettungszentrum trifft er Fachleute, die verletzte Tiere behandeln und pflegen, bis sie im Idealfall in das Meer zurückkehren können.

Auch die gravierenden Folgen der Erderwärmung verdeutlicht Jaenicke in der Dokumentation - die trotz der bedrohlichen Lebenssituation der Meeresschildkröten auch Raum lässt für einen Funken Hoffnung. dpa

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