Disney warnt vor Rassismus

Warnung vor „Peter Pan“: Disney blendet nun Hinweise in eigene Filme ein

Ein Mann schaut sich das Angebot von Disney, dem Streamingservice des Unterhaltungsriesen Disney, an.
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Disney+ setzt sich mit den eigenen Inhalten auseinander

Disney versieht weitere Filme mit einer Rassismus-Warnung. Disney-Klassiker wurden jahrelang für ihre herabwürdigende Darstellung von Minderheiten kritisiert...

  • Disney versieht weitere Klassiker mit einer Rassismus-Warnung.
  • Nutzer von Disney+ seien künftig nicht mehr in der Lage, den Warnhinweis einfach zu überspringen.
  • Die rassistischen Inhalte waren schon immer falsch und werden auch für immer falsch bleiben, heißt es in der Warnung.

Orlando – Disney versieht Filmklassiker mit Rassismus-Warnungen. Bereits seit Jahren werden viele Disney-Filme für ihre herabwürdigende Darstellung von Minderheiten kritisiert. Nun entschied sich das Unternehmen dazu, Filme wie „Peter Pan“ und „Aristocats“ mit einer Rassismus-Warnung zu versehen. Zuschauer von Disney+ wären nicht mehr dazu in der Lage, die Hinweise einfach zu überspringen. Die Zeichentrickfilme sind auf der ganzen Welt bekannt und prägten viele Kindheiten. Vor allem daher ist es wichtig, dass Disney nun endlich auf die rassistischen Hinweise aufmerksam macht, damit Kinder und deren Eltern auf die problematischen Inhalte aufmerksam gemacht werden. In dem Hinweis stellt das Unternehmen klar, dass die Stereotype schon damals falsch waren, und es auch heute noch immer sind. Statt einer Rassismus-Warnung hatte Disney zuvor auf eine veraltete kulturelle Darstellung in den Filmen hingewiesen. Die Warnhinweise erscheinen in Momenten, in denen Minderheiten herabgewürdigt werden oder falsch dargestellt werden. Die Warnungen sollen die schädliche Wirkung an erkennen und zu einem Gespräch anregen. Entfernen möchte Disney die fragwürdigen Inhalte nicht.

Rassismus-Warnung für Peter Pan

In dem Disney-Klassiker „Peter Pan“ von 1953, legt sich zum Beispiel der Held aller Kinder indigenen Schmuck an, jemand murmelt die rassistische Bezeichnung „Rothäute“. Auch in dem Film „Aristocats“ erscheint die Rassismus-Warnung, sobald eine schielende ostasiatische Katze zu singen beginnt und mit Essstäbchen Klavier spielt. Besonders der Disney-Hit „Aladin“ wurde lange kritisiert. Im Laufe des Filmes kleidet sich der erst arme Aladin immer schicker und seine Haut wird gleichzeitig immer heller. Schließlich wird er durch seine Prinzessin Jasmin ein Prinz und hat nicht nur seine Kleidung und seinen Status geändert, sondern auch seine Hautfarbe. Auch Klassiker wie „Susi und Strolch“, „Dumbo“ und das „Dschungelbuch“ wurden bereits mit einer Rassismus-Warnung versehen. Um die rassistischen Szenen einordnen zu können, ließ sich das US-Unternehmen von afro-amerikanischen Filmkritikern beraten. Auch einige Attraktionen in Disney-Freizeitparks sollen überarbeitet werden, um rassistische Darstellungen endlich zu entfernen, oder vorerst, auf problematische Inhalte aufmerksam zu machen. Auf Instagram postet das offizielle Profil von Disney+ kürzlich ein Foto von einem homosexuellen Paar mit verschiedenen Ethnien, um sich gegen Homophobie auszusprechen.

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