Kurz vor dem Halbfinale

Dschungelcamp 2021: RTL unterschlägt Skandal um Ex-Teilnehmer - er wurde damals aus der Show geschmissen

Dschungelcamp-Kandidaten Ross Antony, Isabel Edvardsson, Barbara Engel
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Beim Rückblick auf die dritte Staffel von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ kam ein Skandal rund um die Show, bei der Ross Antony Dschungel-König wurde, nicht zur Sprache.

Rückblicke gehören zur aktuellen Dschungelcamp-Staffel wie Ekel-Prüfungen. Doch RTL verschweigt so manchen Skandal aus der Vergangenheit.

  • Täglich grüßt derzeit das Dschungelcamp auf RTL.
  • Im Fokus der Sendung stehen nicht nur die Kandidat:innen der aktuellen Ersatz-Show.
  • Mit Rückblicken wird auch auf ältere Staffeln geschaut. Dabei wird der ein oder andere Skandal allerdings ausgelassen.

Hürth - Im Dschungelcamp ist in dieser Staffel so ziemlich alles anders: Anstatt im australischen Dschungel, verweilen die Kandidat:innen im nordrhein-westfälischen Hürth. Dort verbringen jeweils drei Teilnehmer zusammen drei Tage in einem Tiny-House, um dieses danach für die nächste Gruppe zu räumen. Dass dabei nicht mal halb so viel Lagerkoller und damit Zoff-Potenzial wie üblich zwischen den Bewohnern aufkommt, ist klar. Um die dadurch entstehende Unterhaltungs-Lücke zu füllen, hat sich RTL ein neues Konzept ausgedacht: Mit Rückblicken auf alte Staffeln inklusive Studiogästen will man die besten Dschungelcamp-Momente nochmals Revue passieren lassen. Doch einen der größten Skandale in der Dschungelcamp-Geschichte ließ der Sender einfach aus.

Dschungelcamp 2021 (RTL): Sender unterschlägt Skandal um Ex-Teilnehmer

Kurz vor dem Halbfinale drehte sich nicht nur alles um die drei neuen Tiny-House-Bewohner Filip Pavlović, Djamila Rowe und Xenia Prinzessin von Sachsen. Beim Rückblick stand vor allem die dritte Staffel der beliebten TV-Show im Fokus. Moderatorin Sonja Zietlow und ihr Kollege Daniel Hartwich begrüßten dazu die ehemaligen Teilnehmer:innen Barbara Engel, Isabel Edvardsson und den damaligen Dschungel-König Ross Antony. Gemeinsam schwelgten sie in Erinnerungen und schauten sich einen vom Sender erstellten Best of-Zusammenschnitt aus 2008 an. Wer das TV-Format damals schon verfolgte, dem fiel jedoch sofort etwas auf: Der Skandal um den Ex-Teilnehmer DJ Tomekk wurde vom Sender offenbar bewusst einfach ausgelassen.

Kurz vor Beginn der Dreharbeiten gelangte damals ein Video an die Öffentlichkeit, in dem der Musikproduzent in einem Hotel in Australien die Hand zum Hitlergruß hob und auf der Stelle marschierte. Zudem sang er die verpönte erste Strophe des Deutschlandliedes. Als die Bild zuerst darüber berichtete, reagierte der Sender laut Watson.de konsequent. Der DJ, der mit bürgerlichem Namen Tomasz Kuklicz heißt, wurde aus der TV-Show geschmissen. RTLs damaliger Kommentar zu den schweren Vorwürfen gegen den DJ: „Generell ist ein solches Verhalten für RTL nicht tolerierbar.“

Dschungelcamp 2021 (RTL): Ex-Teilnehmer wurde aus Show geschmissen

Zwar zeigte sich Tomekk reumütig, entschuldigte sich für seinen „niveaulosen Humor“ und versicherte, dass er „keinerlei rechtes Gedankengut oder nazistische Ideen“ in sich trage. Dennoch änderte das nichts an der Entscheidung von RTL. „Diese Art Humor ist nicht akzeptabel im Umfeld der Produktion einer Fernsehsendung“, so das Statement von RTL-Sprecher Christian Körner.

Auch wenn der Skandal-DJ am vergangenen Sonntag in einigen Szenen zu sehen war, wurde der Vorfall nicht weiter von RTL erwähnt. Möglicherweise wollte der Sender nach dem kürzlichen Rausschmiss von Schlager-Star Michael Wendler wegen der Verbreitung von Verschwörungserzählungen aus der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ keinem weiteren Musiker, der sich in der Vergangenheit rechtsradikal äußerte, eine Plattform geben. Ganz anders verhielt es sich allerdings bei einer Liebes-Lüge aus dem Camp, die nun aufgedeckt wurde. Eine Kult-Bewohnerin gestand sogar, das Produktionsteam hinters Licht geführt zu haben. (jbr)

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