Aus traurigem Grund dabei

Dschungelcamp 2021: Bea Fiedlers kometenhafter Aufstieg und ihr tiefer Fall - eine Sache schmerzt sie besonders

Bea Fiedler
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Ich bin ein Star - Die große Dschungelshow (RTL): Bea Fiedler

Bea Fiedler ist mit 63 Jahren die älteste Dschungelshow-Kandidatin 2021. Macht aber nichts, denn sie hat all das schon erreicht, wovon viele ihrer jüngeren Konkurrenten bislang nur träumen konnten.

  • Bea Fiedler (63) machte ab den 1970ern als Playmate und mit „Eis am Stiel“ Karriere.
  • 1993 behauptete sie, Fürst Albert sei der Vater ihres Sohnes Daniel.
  • Bea Fiedlers Motivation für ihre Teilnahme bei der Corona-bedingten Dschungelcamp-Ersatzshow: „Ich brauche das Geld!

In den 1980er-Jahren war Bea Fiedler tatsächlich ein echter Star! In Witten, Nordrhein-Westfalen, aufgewachsen, startete die gelernte Friseurin und NRW-Landesmeisterin in Leichtathletik mit 17 Jahren ihre Karriere im Modelbusiness. Sie machte sich dank diverser Magazin-Shootings schnell einen Namen in der Branche. Drei Jahre später zog sie sich für den Playboy aus und wurde Playmate des Monats der Juni-Ausgabe 1977. Der Coup zog zahlreiche weitere Angebote nach sich, vor allem für nur leicht bekleidete Auftritte. In den 1980er-Jahren verdrehte Bea Fiedler in den berühmt-berüchtigten „Eis am Stiel“-Filmen reihenweise Männern den Kopf. Dazu kamen Schmuddel-Komödien wie „Popcorn und Himbeereis“ sowie die Spielfilme „Die wilden Fünfziger“ und „Macho Man“. 

„Ich bin die, die in den 70ern, 80ern, bis in die 90er hinein Deutschland zum Schmunzeln gebracht hat. Das will ich auch im Dschungelcamp wieder tun“, sagt die Camp-Anwärterin selbst über sich. Fragt sich, wieso macht der Ex-Star überhaupt gemeinsam mit 11 weiteren Kandidaten bei „Ich bin ein Star - Die große Dschungelshow? Die schlichte Antwort gibt Bea Fiedler auf RTL selbst: „Ich brauche das Geld!“

Dschungelcamp-Teilnehmerin Bea Fiedler lebt von HartzIV

Schuld sind die 80er Jahre, dass Bea Fiedler kein Geld mehr hat: „Da habe ich meine ganze Kohle auf den Kopf gehauen. Ich hab gelebt wie ein Fürst. Und ich hatte wahnsinnig viele Freunde, die dringend Geld brauchten.“ Heute lebt sie in einer Einzimmerwohnung in Erlangen, bezieht Sozialhilfe und hat durch jahrelangen Alkoholkonsum Probleme mit der Leber. Sie gesteht auch: „Ich bin sehr einsam hier in Erlangen. Ich habe niemanden hier, nur meinen Fernseher und meinen Kater.“ Auch zu ihrem Sohn Daniel hat sie kaum Kontakt. Bea hat ihn das letzte Mal gesehen, als er 14 Jahre alt war und ihre einjährige Enkeltochter kennt sie nur von einem Foto. „Das ist ernst. Das ist sehr ernst“, meint Fiedler dazu in einem RTL-Interview. Sie gab ihn in diesem Alter in die Obhut seiner Großeltern. Später zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück, da sie „die Nase voll hatte.“

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Denn Bea Fiedlers Abstieg in der Branche kam ebenso schnell wie der kometenhafte Aufstieg in ihren Zwanzigern. War sie in den 1980er-Jahren als Model und Schauspielerin noch omnipräsent, wurden die Angebote und Auftritte im nächsten Jahrzehnt immer weniger und gingen schließlich gegen null. Bea Fiedler zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und betrieb ein Lokal in ihrer Heimatstadt Erlangen, sowie einen Nachtclub auf Ibiza. Teilweise lebte sie auch in einer Villa auf der Baleareninsel und machte dort mit diversen Promis die Nacht zum Tag. Die Lokale existieren inzwischen nur noch in Erinnerungen. Und auch das Geld aus besseren Tagen ist längst aufgebraucht, wie bereits erwähnt. Neben den Nachtclubs verlor Bea Fiedler ihr Auto und ihr Haus.

1993 schaffte es die Dschungelshow-Teilnehmerin noch einmal in die Presse: Sie behauptete, Fürst Albert von Monaco sei der Vater ihres Sohnes Daniel. Fiedler und der Monegasse hatten sich einst in einem Münchner Hotel kennengelernt. Doch Fürst Albert dementierte vehement, verwies auf einen Vaterschaftstest aus dem Jahr 1992, der bereits das Gegenteil bewiesen hatte. Die Fiedlers spekulierten daraufhin in diversen Medien laut, der Palast des Zwergenstaates habe den Test zu Alberts Gunsten manipuliert, da die Blutprobe in einer privaten Wohnung in Paris entnommen wurde. Der Vater von Daniel ist offiziell übrigens bis heute unbekannt. 

Bea Fiedler: Comeback nach 30 Jahren in der Dschungelshow 2021

Mit „Ich bin ein Star - die Dschungelshow“ meldet sich Bea Fiedler nun nach fast 30 Jahren Bildschirm-Abstinenz im Rampenlicht zurück. Sie hofft, sich live bei RTL ab dem 15. Januar 2021 im Kölner Studio-Camp ein Ticket für das echte Dschungelcamp 2022 in Australien zu sichern. Siegeschancen sieht sie jedenfalls durchaus: „Warum ich gewinnen kann? Ich bin eine reife, gut aussehende, menschliche Person“, so Bea Fiedler im RTL-Interview.

Zuschauer (und die RTL-Bosse) hoffen, dass Bea Fiedler zwischen den Dschungelprüfungen mit Geschichten aus ihrem früheren wilden Leben unterhält. Wer weiß, vielleicht wird Bea Fiedler ja auch noch über das ein oder andere Geheimnis ihrer früheren Promibekanntschaften auspacken. Oder den echten Vater von Sohn Daniel nennen. Auf den Mund gefallen ist Bea Fiedler, die an einer Leberzirrhose litt, jedenfalls auch drei Jahrzehnte nach den Glanzzeiten ihrer Karriere nicht. 

Bea Fiedler hat allerdings einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil im Rennen um das goldene Dschungelcamp-Ticket: Während ihre Konkurrenten auf Social Media bereits eifrig die Werbetrommel für „Ich bin ein Star - Die große Dschungelshow“ rühren, besitzt die Camp-Mama keinen Instagram-Account. Doch sie nimmt’s mit Humor und geht gelassen ins TV-Wettrennen: „Ich ruhe mich auf meinen sogenannten Lorbeeren aus.“ In Richtung der restlichen Crew, die ihre sozialen Netzwerke mit Bildern und Votingaufrufen vollpflastert, schießt sie via RTL scharf: „Wer nix wird, wird Socialmedian!“ Wie weit Bea Fiedler und die anderen Dschungelshow-Teilnehmer kommen, können Sie stets hier nachlesen.

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