Ist der Ruf erst ruiniert...

Dschungelcamp: Die größten Verlierer - Wer hat im RTL-Dschungel seinen Ruf ruiniert?

Die Dschungelcamp-Kandidaten 2016 (o.v.l.): Sänger Gunter Gabriel (73), Topmodel Nathalie Volk (19), Ballermann-Star Jürgen Milski (52), Ex-Fußball-Profi Thorsten Legat (47), It-Girl Sophia Wollersheim  (28), Reality-Star David Ortega (30). Unten v.l.: TV-Coach Helena Fürst (41), DSDS-Legende Menderes (31), Hollywood-Star Brigitte Nielsen (52), Moderator Ricky Harris (53), Schauspieler Rolf Zacher (74), Schauspielerin Jenny Elvers (43).
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Die Dschungelcamp-Kandidaten 2016 (o.v.l.): Sänger Gunter Gabriel (73), Topmodel Nathalie Volk (19), Ballermann-Star Jürgen Milski (52), Ex-Fußball-Profi Thorsten Legat (47), It-Girl Sophia Wollersheim  (28), Reality-Star David Ortega (30). Unten v.l.: TV-Coach Helena Fürst (41), DSDS-Legende Menderes (31), Hollywood-Star Brigitte Nielsen (52), Moderator Ricky Harris (53), Schauspieler Rolf Zacher (74), Schauspielerin Jenny Elvers (43).

Eigentlich soll das Dschungelcamp die Karriere boosten - doch bei manchen Teilnehmern hat es sich ins Gegenteil verkehrt. Sie haben ihren Ruf komplett ruiniert.

  • Moderator outet sich als „Klatschweib“.
  • Sänger verliert Fans wegen spezieller Sucht.
  • Anwältin seit Dschungelcamp nur noch „Heulsuse“.

Neue Jobs, das ersehnte TV-Comeback oder eine Imagekorrektur: Fast alle Teilnehmer von „Ich bin ein Star - Holt mich heraus!“ erhoffen sich durch das RTL-Dschungelcamp einen Karriere-Booster. Doch bisweilen kann dieser Plan auch gehörig schiefgehen und nach der TV-Show ist die Karriere endgültig vorbei. 

Ex-VIVA-Star Mola Adebisi etwa schoss sich mit dem Dschungelcamp 2014 ins Karriere-Aus, wurde in Australien zur Hassfigur. Auch der Schweizer Sänger Patrick Nuo ist seit seiner Beichte in der RTL-Show in der Versenkung verschwunden. Sehen Sie hier fünf „Ich bin ein Star“-Kandidaten, die im Dschungelcamp ihren Ruf ruiniert haben.  

Karriere-Knick bei Lisa Fitz: Die Dschungelcamp-Zweite verlor ihren Moderationsjob

Kabarettistin Lisa Fitz war 2004 in der ersten Staffel von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ dabei. Doch die Freude über den zweiten Platz in der RTL-Show währte nur kurz. Obwohl sich Lisa Fitz im Dschungelcamp keinen Fehltritt leistete, kostete ihr das fragwürdige Image der Sendung wenig später ihren Job als Moderatorin des „Gesellschaftsabends“ im Saarländischen Rundfunk. „Ihr Image als Kabarettistin hat mit der Teilnahme an der RTL-Dschungelshow stark gelitten”, rechtfertigte der Sender damals die Entscheidung. Lisa Fitz meinte später im Stern, „Ich bin ein Star“ habe ihr zwar einige neue Jobs eingebracht, „in Sachen Kabarett” habe die Dschungelcamp-Teilnahme aber ordentlich „an meinem Image gekratzt”. Aus beruflichen Gründen würde sie jedenfalls „nie wieder” am Dschungelcamp teilnehmen. Wobei es letzten Endes doch nicht ganz so schlecht für Lisa Fitz lief. Auch wenn der Moderationsjob weg war, sie erhielt anschließend die Hauptrolle in der RTL Serie „die Gerichtsmedizinerin“, die dienstags um 21.15 Uhr lief.

Mola Adebisi als Verlierer: Der Ex-VIVA-Star wurde im Dschungelcamp zum Buhmann 

Mola Adebisi zählte ab den 1990er-Jahren zu den beliebtesten TV-Gesichtern Deutschlands. Als VIVA-Moderator war er bis 2004 fast täglich auf dem Bildschirm zu sehen und galt als absolutes Teenie-Idol. Doch danach wurde es still um ihn. Nach kleineren Jobs als Schauspieler, Synchronsprecher und Moderator sollte das Dschungelcamp 2014 das große Comeback bescheren. Doch stattdessen drehte sich die Karrierespirale weiter nach unten. Mola Adebisi wurde im Camp und der Presse als „Memme” und „Klatschweib” tituliert. Die negative Berichterstattung kostete ihm seine Auto-Show auf DMAX und die Beziehung zu seiner Freundin Verena zerbrach. „Die öffentliche Wahrnehmung war: Ich sei das Letzte”, resümierte der Deutsche im Express nüchtern sein Dschungelcamp-Abenteuer. Im tz-Interview äußerte sich Adebisi noch, dass der Shitstorm wegen der Prüfungen gerechtfertigt sei.

Patrick Nuo: Imageschaden durch Sucht-Geständnis im Dschungelcamp

Der Schweizer Sänger und „Deutschland sucht den Superstar“-Juror galt bis zu seinem Einzug ins Dschungelcamp 2013 als Muster-Schwiegersohn. Doch dann überraschte der streng gläubige Sänger mit einem Geständnis aus seiner Teenager-Zeit, das die wenigsten von ihm erwartet hätten. „Was für andere Alkohol und Heroin war, war für mich Porno. Ich war so süchtig, dass ich bei den geilsten Frauen nichts mehr gespürt habe”, beichtete er in der RTL-Show. Drei Stunden täglich hätte er sich solche Filmchen angesehen, so Nuo. Nach der Show meinte der Dschungel-Camper gegenüber der „Schweizer Illustrierten“, er habe den Wirbel bewusst in Kauf genommen, um Aufmerksamkeit auf das Tabuthema zu lenken. Heldentat oder nicht, seit „Ich bin ein Star“ ist Patrick Nuo öffentlich kaum noch in Erscheinung getreten. 

Dschungelcamp-Verliererin Allegra Curtis: Die Schauspielerin verärgerte als „verwöhnte Hollywood-Göre“

Allegra Curtis, Tochter von Hollywood-Star Tony Curtis und Schauspielerin Christine Kaufmann, wollte im Dschungelcamp abspecken und sich selbst ein cooles Image „wie Kämpferin Lara Croft” verpassen. Doch der Schuss ging nach hinten los, wie sie später in der Bunten zugab. Die erste Woche verbrachte Allegra fast ausschließlich auf der Pritsche und wurde zur Buhfrau im Camp, weil sie sowohl das Kochen und Spülen als auch die Nachtwache verweigerte. Danach mutierte sie zum zickigen Nervenbündel, das mit allen anderen Bewohnern weiter aneckte. Allegra Curtis selbst sagt, sie sei im Dschungelcamp die „Karikatur einer verwöhnten Hollywood-Göre geworden”. Die erhofften Rollenangebote nach der RTL-Show blieben für die Achtplatzierte aus.

Helena Fürst: Die TV-Anwältin ist seit dem Dschungelcamp nur noch „Heulena“

Helena Fürst machte ab 2010 als „Kämpferin aus Leidenschaft“ und „Anwältin der Armen“ auf RTL Karriere. Doch das Dschungelcamp 2016 wurde für sie, so sagt sie selbst, zum Imagekiller. Denn Helena Fürst würde die ganze Camp-Zeit über fast ausschließlich zickend, heulend oder im Streit mit anderen Dschungel-Teilnehmern gezeigt. Schnell handelte sie sich den wenig rühmlichen Spitznamen „Heulena“ ein. „Die Marke Helena Fürst wurde im Dschungel durch RTL zerstört”, sagte sie 2020 gegenüber der Bild-Zeitung. Und legte auf Facebook noch weiter nach: „Die haben auf meine Kosten Millionen verdient, weil ich ihnen Unterhaltung gebracht habe. Das, was mir da gezahlt wurde, ist lächerlich für den Schaden, den sie mir zugefügt haben.” Dennoch hielt die Erfahrung Helena Fürst nicht davon ab, an weiteren Reality-Shows, teilzunehmen. 2017 war sie in „Das Sommerhaus der Stars“ zu sehen, 2010 in Like Me - I’m Famous“

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