Deutschlands erster Reality-Star

Dschungelcamp 2021: Frank Fussbroich hat eine kriminelle Vergangenheit - schafft er es nochmal ins Rampenlicht?

Frank Fussbroich
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Ich bin ein Star - Die große Dschungelshow (RTL): Frank Fussbroich

Kamerabeobachtung rund um die Uhr, daran muss sich wohl so mancher Dschungelshow-Teilnehmer erstmal gewöhnen. Nicht so Frank Fussbroich (52) - er ist bereits ein Reality-Star.

Frank Fussbroich war ab den späten 1970er-Jahren in der WDR-Dokumentation „Ein Kinderzimmer 1979“ zu sehen. Im ganzen Land bekannt wurde er ab 1989 mit der ersten deutschen Dokusoap „Die Fussbroichs“, die aus der Doku hervorging. Stolze elf Jahre und 100 Folgen lang begleitete das TV-Team Frank und seine Eltern Annemie und Fred auf Schritt und Tritt bei allen Ereignissen, vom Geburtstag bis hin zum Familienurlaub. Ziel war es, den Alltag einer typisch-deutschen Arbeiterfamilie in all seinen Facetten zu zeigen. Nach 17 Staffeln verabschiedeten sich „Die Fussbroichs“ 2001 von den Bildschirmen.

Frank Fussbroich beschreibt sich als Kölner Original. Er will sich in der Dschungelcamp-Ersatzshow 2021 das „goldene Ticket“ sichern und die Dschungelkrone „endlich“ in die Rheinstadt bringen. Außerdem will er sich selbst mit ,Ich bin ein Star‘ seinen ultimativen Karrieretraum erfüllen. „Ich finde, wenn man den Dschungel geschafft hat, hat man alles erreicht, was man erreichen konnte“, meinte er vor seinem Einzug gegenüber RTL. 

Frank Fussbroich: Deutschlands erster Reality-Star ist bei der Dschungelshow 2021 dabei

Frank Fussbroich arbeitet heute hauptberuflich als Technical Support Manager bei einer Firma, die Autositze und Bürosessel herstellt. Er hat mehr Reality-Erfahrung als einige seiner Mitstreiter in der Dschungelshow 2021: Nach der Familiensoap war er 2004 Kandidat bei „Big Brother“. 2010 nahm er an der VOX-Show „Das perfekte Promi-Dinner“ teil und 2018 gemeinsam mit seiner Frau Elke an „Das Sommerhaus der Stars“. Das Paar landete hinter Uwe und Iris Abel (bekannt aus „Bauer sucht Frau“) und Society-Lady Shawne Field und ihrem Freund Patrick Schöpf auf dem dritten Rang. 

Seit zwei Jahren ist Frank Fussbroich auch als Popart-Künstler tätig, malt nach Lust und Laune Löwenköpfe, Giraffen, Menschen und Disney-Charaktere im XXL-Format. Im Sommer 2020 hatte der Kölner seine erste Ausstellung. Und Prinz Alexander von Anhalt kaufte als erster eines seiner Bilder, wie er stolz dem ,Express’ erzählte. 

Frank Fussbroich: Kriminelle Karriere in den 1990er-Jahren, heute gesetzestreuer Ehemann

Doch „Dschungelshow 2021“-Kandidat Frank Fussbroich ist nicht nur der nette Junge von Nebenan, als den ihn einst ganz Deutschland in der Dokusoap „Die Fussbroichs“ kennenlernte. Der Reality-Star aus dem Ruhrpott hat auch so einigen Dreck am Stecken, der sein Image gehörig ramponiert: In den 90er-Jahren stand Frank Fussbroich beinahe öfter vor Gericht als vor der TV-Kamera, unter anderem wegen Kreditkartenbetrugs und Hehlerei. Dazu kamen Vorstrafen wegen Urkundenfälschung und mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz

Doch seine jetzige Ehefrau Elke scheint Frank Fussbroich bekehrt zu haben. Stilecht für ein Rheinländer Original lernte er die gelernte Friseurin 2008 am Kölner Karneval kennen. Schon ein Jahr später führte er sie vor den Traualtar. „Wir sind seit elf Jahren verheiratet und ein super Team“, so Frank Fussbroich gegenüber RTL. Die Zeit in der Dschungelshow 2021 ist übrigens die längste Zeit, die das Paar seit dem ersten Aufeinandertreffen getrennt war. Vermutlich nicht die einzige Herausforderung.

Video: Das sind die 12 Dschungelshow-Kandidaten

Frank Fussbroich über die Dschungelshow 2021: „Ich bin ein echter Schisser!“

Denn wie Frank Fussbroich vor seinem Einzug bekannt gab, ist die wilde Natur in Wahrheit überhaupt nicht sein Ding - nicht gerade die beste Voraussetzung, um in der Dschungelcamp-Ersatzshow zu punkten. „Ich habe eigentlich vor allem Angst, was keucht und fleucht. Spinnen, Mäuse, ich könnte niemals eine Ratte anpacken“, so der Reality-Mann in seinem ersten „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“-Interview. „Ich weiß, das ist ein bisschen bescheuert, wenn ich mich jetzt fürs Dschungelcamp bewerbe, aber im Prinzip bin ich ein Schisser!“

Bewusst oder unbewusst, allein mit dieser Aussage hat Frank Fussbroich seine Chance vermutlich deutlich erhöht, dass die Zuschauer ihn zu einer der Ekelprüfungen schicken werden. Man darf gespannt sein, wie der baldige Camper reagieren wird, wenn er anstatt mit Mäusen und Ratten zum ersten Mal mit Spinnen, Riesenschlangen und Maden konfrontiert wird.

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