DSDS: Bohlens neue "Hammerbraut"

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Zwischen zwei Männern: Fernanda Brandao mit ihren Kollegen Dieter Bohlen (l.) und Patrick Nuo.

Köln - Dunkle Mähne, strahlendes Lächeln und ein Wahnsinns-Körper: kurz, eine „Hammerbraut“, wie Dieter Bohlen sagte. Für die achte Staffel der RTL-Show DSDS hat er sich eine Jury-Kollegin ausgesucht, die perfekt in sein Beuteschema passt.

"Deutschland sucht den Superstar", Samstag, 20.15 Uhr, RTL

Ihr Name: Fernanda Brandao, 27 Jahre alt. Die Neu-Münchnerin mit brasilianischen Wurzeln entscheidet ab diesem Samstag neben dem Schweizer Sänger Patrick Nuo (28) und Poptitan Bohlen (56), wer von den 34 956 Casting-Bewerbern der nächste Superstar wird. Im Interview mit der tz erzählt Brandao, womit sie der Chef-Juror hinter den Kulissen überrascht hat.

Casting-Shows: Was wurde aus den Gewinnern?

Mehrzad Marashi gewann die siebte Ausgabe von DSDS, in deren Finale er sich gegen Menowin Fröhlich durchsetzte. Sein eigens für ihn komponierter DSDS-Song "Don't Believe" erreichte zwar Platz eins in den deutschen Charts. Doch danach hielt sich auch sein Erfolg in Grenzen. Eine geplante Tournee im August 2010 musste wegen zu geringer Nachfrage abgesagt werden. Ende 2011 veröffentlichte er digital die Single "Eine Nacht", jedoch erreichte diese keine Chartplatzierung © dpa
Der Gewinner der 6. Staffel von Deutschland sucht den Superstar, Daniel Schumacher, kündigt für das Frühjahr 2012 sein drittes Album an. © dpa
Hätten Sie sie erkannt? Florence Joy ist die „Star Search“ Gewinnerin 2004. Nach einem Plattenvertrag mit Universal Musik machte sie weiter Musik. Daneben trat sie im Fernsehen auf. Seit 2008 ist die junge Sängerin verheiratet. © dpa
Star Search kürte gleich mehrere Gewinner. Maureen Sauter war das beste Model. Gehört hat man von einer großen Laufsteegkarriere nichts. © dpa
Star Search Gewinner 2004. (v. Links) Oliver Beerhenke (Comedian), Maresa (Music Act 10-15), Oliver Tienken (Model), FlorenceJoy Büttner und Moderator Kai Pflaume © dpa
Sie waren die Gewinner der ersten Castingshow im Deutschen Fernsehen. No Angels landeten danach mit „Daylight in your Eyes“ ihren ersten großen Hit. Anfänglich lief Popstars auf RTL2. Die Truppe hat sich inzwischen getrennt, wieder zusammengetan - ein Ende ist nicht in Sicht. © dpa
Jessica Wahls ist inzwischen Mutter, wurde für den Playboy abgelichtet und hat für Neckermann ihre eigene Modelinie „Mäuselinchen“ entworfen. © dpa
Lucy Diakowska outete sich als „Lesbe“. Sie verfolgt erfolgreich ihre Solokarriere. Neben Musicalauftritten singt sie für Disney. © dpa
Mit den No Angels hat sie ein neues Album herausgebracht: Nadja Benaissa. © dpa
Sandy Mölling ist alleinerziehende Mutter und arbeitet als Moderatorin. Zuletzt war sie auf SAT1 zu sehen. © dpa
Alexander Klaws ist der erste DSDS - Gewinner. 2004 setzte er sich gegen die Konkurrenten durch. So richtig wollte es mit der Musikkarriere nicht klappen. Heute singt er in Musicals. © dpa
Thomas Godoj gewann 2008 bei DSDS. Er arbeitet als Sänger und geht demnächst auf Tour. © dpa
Tobias Regner - nach seinem Sieg 2006 ist er immer noch im Musikgeschäft. Zuletzt spielte er auf einem Konzert gegen Kinderarmut. © dpa
Auch für die Gewinnerin von 2004 blieb die ganz große Karriere ein Traum. Elli Erl spielt heute in Clubs und Cafés. © dpa
Vincent Raven wollte der neue Uri Geller werden. 2008 gewann er die gleichnamige Show. Er tritt gemeinsam mit seinem Raben Corax als Magier auf. Auf seiner Homepage findet man alles rund um die Magie. © dpa
Er gewann beim Star Search 2003 einen Plattenvertrag. Sein Lied “Angel of Berlin“ landete auf Platz 1 der Charts. Danach wurde es ruhig um ihn. Jetzt rechnete er mit dem Castingwahn ab. “Sex, Drugs & Castingshows“ erschien im September 2009 als Buch. Im Januar 2012 zog Kesici in den RTL-Dschungel - und zog nach wenigen Tagen freiwillig wieder aus. © dpa
2002 hieß der Gewinner bei den Popstars Bro`sis. Nach der Trennung 2006 und dem gescheiterten Comback 2008 hat man von der Gruppe nicht mehr viel gehört. © dpa
Giovanni Zarella blieb zumindest im Gespräch. Die Schwangerschaft seiner Frau, Jana Ina, wurde als Doku-Soap auf Pro7 gezeigt. © dpa
Monrose gewannen 2006 bei den Popstars. Inzwischen hat sich die Girlie-Band getrennt. Ihre CD “Walking away“ erschien erst gar nicht auf dem Markt. Trotzdem erhielten sie den “Comet2009“ als „Beste Band“ © dpa
Sie gewannen 2004 bei Popstars und trennten sich 2005 und versuchen sich, erfolglos, als Solokünstler. Markus Grimm schrieb gemeinsam mit Martin Kesici, „Sex, drugs & Castingshows“. © dpa
Overground waren 2003 die Gewinner bei Popstars. Die Gruppe gibt es heute noch. Seit der Sänger, Fabrizio Levita, die Band verließ, hört man kaum noch etwas von ihnen. © dpa
Gleichzeitig mit Overground wurde bei Popstars 2003 die sexy Girlband Preluders gefunden - sie verdrehten bis 2006 den Jungs die Köpfe. Wegen mangelnden Erfolgs lösten sie sich auf. © dpa
Vor einem Jahr gewannen „Queensberry“ bei den Popstars. 2009 wurden sie mit einem „Comet“ ausgezeichnet. © dpa
2007 hießen die Gewinner Room2012. Ihr letztes Album erschien 2008. Nebenbei nahmen sie bei Castingshows wie Stefan Raabs „SSDSSSWEMUGABRTLAD“ teil. © dpa
Was Stephan Raab anfasst hat Erfolg. 2004 gewann Max Mutzke bei „SSDSGPS“. Auch heute feiert er noch mäßigen Erfolg. © dpa
Bei „SSDSDSSWEMUGABRTLAD“ gewann Stephanie Heinzmann. In diesem Jahr wurde sie mit dem „Comet“ ausgezeichnet. Als beste Sängerin. © dpa
Barbara Meier wurde 2007 „Germany´s Next Top Model“. Sie ist inzwischen „Eine“ von vielen. Demnächst möchte sie nach New York. © dpa
Jennifer Hof gewann 2008. Von einer ganz großen Modelkarriere keine Spur. Hier beim Musical „Tanz der Vampire“ © dpa
Lena Gercke ist die erste Gewinnerin von Germany´s next Top Model. 2006 war die Idee noch frisch und neu. Sehnte man sich doch nach einer Nachfolgerin für Claudia Schiffer oder Heidi Klum, die inzwischen Mütter sind. © dpa
Sara Nuru ertrug eine Menge in der Staffel 2009. Größtes Vorurteil in den Shows war, dass dunkelhäutige Models sich nicht wirklich durchsetzten könnten. Sara hat jetzt die Chance, ihnen das Gegenteil zu beweisen! © dpa
Eddie Leo Schruff (Mitte) gewann 2003 bei „Die Deutsche Stimme“ vom ZDF. Heute arbeitet der ehemalige Sportlehrer mit Kindern. Singen gehört aber nach wie vor zu seinen Leidenschaften. © dpa
Michael Hirte war der Gewinner in „Supertalent 2008“. Heute ist er bekannt als „Mann mit der Mundharmonika“. Meist gibt er Weihnachtskonzerte und tingelt durch Deutschland. © dpa
Dennis Jauch gewann 2007 in „You Can dance“ auf Sat1. Er unterrichtet heute in der elterlichen Tanzschule. © dpa
„Ich Tarzan, du Jane“ - hinter dem nicht besonders intelligenten Titel verbarg sich eine gute Idee. Anton Zetterholm und Elisabeth Hüber gewannen in der Castingshow, ihre Rollen in dem Disneymusical „Tarzan“ © dpa
Für „Wickie und die starken Männer“ wollte Michael „Bully“ Herbig Gesichter, die unbekannt sind, aber den Zeichentrickfiguren entsprechen. In seiner Castingshow hat er sie gefunden. Jörg Moukkadam (v. links), Mike Maas, Christian Koch, Nic Romm, Partick Reichel und Olaf Krätke. © dpa
So berühmt wollten sie werden: Kenny (2005), U_gin (2006), Dennis (2007) und Georgina (2008) gewannen bei ViVa den „Dance Star“. Wie weggezaubert, Jan Becker. Er gewann bei Uri Geller 2009. Auch von Pierre, der 2002 bei RTL II zum „Teenstar“ wurde, hörte man nichts mehr. © dpa
Bald ein alter Schuh? „Energetix, die   „Germany´s next Showstars“ wurden, müssen sich noch beweisen. Fame Academy Gewinner, „Become One“ schafften es nicht. Sabrina Frank hat in (Mission) Hollywood noch nicht Fuß gefasst. Die Einschaltquoten bei RTL waren schlecht. © dpa
Auch KI.KA zog mit. Die Gewinner „Beste Stimme“ Selina (2006) und Jenny (2007) dürfen irgenwann beweisen, wie gut sie sind. Besser hoffentlich als Ricardo Marinello, er gewann 2007 beim „Supertalent“ und....verschwand aus der Öffentlichkeit (Symbolbild). © dpa

Frau Brandao, wer Sie sieht, denkt: Dieses Gesicht kenne ich doch irgendwoher …

Fernanda Brandao: In Deutschland bin ich durch meine Band Hot Banditoz bekannt geworden, wir hatten 2004 den Sommerhit Veo Veo. Aber ich stehe ja seit meinem elften Lebensjahr auf der Bühne, mache Musik, tanze und und und.

Wie sind Sie zu „Deutschland sucht den Superstar“ gekommen?

Brandao: Ich wurde angerufen. Vor zwei Jahren war ich schon mal als Jurorin im Gespräch, damals hat es aber leider nicht geklappt. Dafür freue ich mich jetzt umso mehr.

Mit welchen Stärken bringen Sie sich in die Show ein?

Brandao: Ich werde mich vor allem um die Performance auf der Bühne kümmern. Wir machen ja schließlich Fernsehen, kein Radio! Der Kandidat kann eine noch so gute Stimme haben, aber wenn die Bewegungen nicht stimmen, hilft das leider auch nicht.

Sie tanzen, sehen gut aus – Sie sind in jeder Hinsicht Dieter Bohlens Typ.

Brandao: Ja, stimmt!

Wie ist die Arbeit mit ihm?

Brandao: Dieter ist sehr nett. Was mich überrascht hat: Er lacht auch über sich selbst. Hinter der Bühne hat er sich mit meinen Klamotten verkleidet, das war immer sehr lustig. Und er hat so viel Erfahrung im Musik-Business, von ihm kann ich noch was lernen.

Erstmals wurde auch in Österreich und der Schweiz gecastet. Wie waren dort die Kandidaten?

Brandao: Die Schweizer und Österreicher sind sehr höflich! Das fand ich sehr angenehm. Sie haben mich an die Kandidaten der ersten DSDS-Staffel erinnert. Da war alles noch neu, die Leute schüchterner und zurückhaltender.

Reicht das, um zu gewinnen?

Brandao: Ein Superstar braucht Ausstrahlung, Charisma! Das ist das wichtigste. Er muss nicht perfekt aussehen. Beth Ditto von Gossip ist dafür ein gutes Beispiel, sie ist eine tolle Sängerin mit einer Wahnsinns-Ausstrahlung – trotz Übergewicht. Und es muss unbedingt mal wieder eine Frau gewinnen, ich möchte High Heels im Finale sehen!

Sie sprachen von Charisma, dem gewissen Etwas. Hat es dem Gewinner 2010, Mehrzad Marashi, gefehlt? Er ist von der Bildfläche verschwunden.

Brandao: Das stimmt so nicht. Ich habe ihn letztens getroffen, er steht im Studio, ändert etwas an seinem Stil.

Wie sieht es neben „DSDS“ mit Ihrer eigene Karriere aus?

Brandao: Es gibt ein paar Songvorschläge, mal schauen, was daraus wird. Ich habe im Moment so viel zu tun, dass ich noch nicht mal meine neue Wohnung komplett einrichten konnte.

Seit wann wohnen Sie in München?

Brandao: Seit diesem Herbst. Ich habe schon in vielen Metropolen gelebt, etwa in Berlin, ich war längere Zeit in Köln. Berlin ist mir mit der Zeit zu stressig geworden. Ich bin zwar Trouble gewöhnt, ich komme aus Rio de Janeiro, einer 14-Millionen-Einwohner-Stadt. Aber ich brauchte mehr Ruhe. Dafür ist München perfekt.

„Das größte Dorf der Welt“ eben.

Brandao: Ja, genau. Früher hätte ich mir nicht vorstellen können, hier zu leben. Die Stadt war mir zu ruhig, zu konservativ. Aber man wird ja älter (lacht). Ich habe aber erst ein Zimmer eingerichtet. Wer weiß, wann ich dazu komme, die ganzen Kartons auszupacken.

Interview: Eva Hutter

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