Tierischer Begleiter ist tot

Eberhofer-Krimis: Team und Darsteller trauern um „Joker“, der in den Filmen „Ludwig“ heißt

Die Verfilmungen der Fälle von Dorfpolizist Franz Eberhofer sind sehr gefragt. Premiere des neuesten Films „Kaiserschmarrndrama“ wird ohne tierischen Helden gefeiert.

Feldkirchen-Westerham – In den Eberhofer-Krimis von Rita Falk ist er der treue Begleiter von Dorfpolizist Franz Eberhofer. Ein Held auf vier Pfoten quasi. Und auch in den Verfilmungen mit Hauptdarsteller Sebastian Bezzel kam ihm eine große Rolle zu. Die Rede ist von Filmhund „Ludwig“, der im wahren Leben Joker heißt. Oder bessagt gesagt hieß.

Denn Joker ist verstorben. Die Premiere der Krimikomödie „Kaiserschmarrndrama*“ konnte der kleine Vierbeiner schon nicht mehr mit erleben. Seine Besitzerin Sandra Folgner, die Joker auch trainierte, gibt Auskunft. „Joker ist am 28. Juni ganz friedlich in meinen Armen eingeschlafen“, heißt es von ihr.

Filmhund „Ludwig“ aus Eberhofer-Krimis stirbt im echten Leben: Große Traue um Joker

Kurze Zeit zuvor sei ihr aufgefallen, dass der Hund an Gleichgewichtsstörungen litt und immer schneller müde wurde. Daraufhin hätten drei Tierärzte nach möglichen Ursachen gesucht. „Wir haben einen neurologischen Hintergrund vermutet“, wird Sandra Folgner vom donaukurier zitiert.

Da die Kreislaufprobleme von Joker nicht abklingen wollten, habe Folgner ihren Hund in eine Klinik gegeben. Hier seien zwei aufgeplatzte Milztumore festgestellt worden. Der Bauch des Hundes sei voller Blut gewesen. Die traurige Analyse seiner Besitzerin: „Wir haben leider am falschen Ende nach der Ursache gesucht. Hätte es auch nur die geringste Erfolgsaussicht gegeben, wäre Joker operiert worden. Aber so haben wir ihn schweren Herzens gehen lassen“.

„Kaiserschmarndrama“: Fans der Eberhofer-Krimis drücken auf Facebook ihr Mitleid zum Tod von Hund Joker aus

Auf der Facebook-Fanpage von Joker hat Folgner bisher viele Tröstungen und aufbauende Kommentare erhalten. Der digitalen Kondolenz sind nahezu keine Grenzen gesetzt, täglich finden sich auf der Seite neue Einträge. „Es hat uns wahnsinnig berührt, wie sehr er die Menschen in seinen Bann gezogen hat. Es ist schön zu wissen, dass er bei vielen unvergessen bleibt“, freut sich Folgner über die Anteilnahme.

Filmhund „Ludwig“ aka Joker konnte sich vor seinem Ableben ein Denkmal bei seinem letzten Dreh setzen. Mit seinem treuherzig-gelassenen Blick stellt er wieder den besten Kameraden vom chaotischen Dorfpolizisten Franz Eberhofer, gespielt von Sebastian Bezzel, dar. Mitunter wirkt es in „Kaiserschmarrndrama“ gar so, als sei „Ludwig“ der Einzige, der Franz wirklich verstehen kann.

Für Sandra Folgner liegt die Erklärung auf der Hand. „Das macht die langjährige enge Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch, der Joker war ja auch unser Familienmitglied“, heißt es von seiner Besitzerin. Ihr Hund, an dem sie laut Eigenaussage am meisten dessen Ruhe, Ausgeglichenheit sowie das Vertrauen ihr gegenüber zu schätzen wusste, wurde rund acht Jahre alt. Und lebt in den Verfilmungen der Eberhofer-Krimis auf ewig weiter.

Rubriklistenbild: © Bernd Schuller/dpa

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