Vor letzter Folge

Ehre für die TV-Förster

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„Sie sind perfekte Ehrenförster“, lobte Minister Helmut Brunner (Mitte) die Fernsehförster Hardy Krüger jr. (li.) und Christian Wolff

München - Am 27. Dezember läuft die letzte neue Folge von "Forsthaus Falkenau" im TV. Im Vorfeld wurde Christian Wolff und Hardy Krüger jr. nun eine große Ehre zuteil.

Das Forsthaus Falkenau und seine zwei Förster waren eine Institution im deutschen Fernsehen. 25 Jahre lang haben Christian Wolff und sein Nachfolger in der Försterjacke, Hardy Krüger jr., das Bild vom Wald und den Förstern positiv beeinflusst. Das dankte ihnen jetzt Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, der die Schauspieler am Donnerstag zu Ehrenförstern machte. Dabei äußerte er sein großes Bedauern darüber, dass das ZDF die Serie jetzt einstellt.

Ehre für die TV-Förster

"Jede dritte Frau will einen Förster zum Mann, und dieses hohe Ansehen des Berufs ist sicher auch der Erfolgsserie Forsthaus Falkenau zu verdanken“, lobte Staatsminister Helmut Brunner die Sendung. Er sei sicher, dass Millionen von Fernsehzuschauern der Abschied vom Forsthaus Falkenau, das am 27. Dezember zum letzten Mal ausgestrahlt wird, sehr schwerfallen wird. „Die Sendung einzustellen, ist eine politische Entscheidung, und ich hoffe, dass die Verantwortlichen beim ZDF, die die Sendung trotz guter Quoten absetzen, eine Nachfolgesendung vom gleichen Niveau starten“, sagte Brunner. Feierlich überreichte er den zwei Fernsehförstern die Ernennungsurkunden zum Ehrenförster sowie zwei Dienstjacken. Außerdem gab es von ihm Jobangebote: „Falls Sie irgendwann eine Stelle suchen, sichere ich Ihnen zu, dass Sie jederzeit von uns als Förster weiterbeschäftigt werden.“ Schließlich hatte die Sendung hohes Niveau – die Beamten im Ministerium lasen jedes Drehbuch Korrektur und achteten darauf, dass ja kein Pilz falsch bezeichnet wurde.

Ein Angebot, das Hardy Krüger jr. (45) freute: „Es kann gut sein, dass ich darauf einmal zurückkomme“, sagte er, schließlich sei der Wald „der schönste Arbeitsplatz der Welt“. Er habe für seine Rolle als Förster „150 Prozent gegeben und auch bei den jungen Zuschauern neun Prozent Zuwachs gewonnen“, deshalb hoffe er, dass das ZDF es „doch noch bereut“, dass es sich gegen das Forsthaus entschied. Nun wird Krüger Theater spielen, und zwar in Hamburg. Die dortigen Kammerspiele bringen 2014 Ziemlich beste Freunde auf die Bühne, Hardy Krüger jr. schlüft in die Rolle des behinderten Philippe, der sich mit seinem Pfleger anfreundet.

Sein Vorgänger Christian Wolff (75), der in der Sendung 18 Jahre lang in der Rolle des Försters Martin Rombach den Zuschauern das Leben in der Natur näherbrachte, erklärte: „Ich wünsche dem ZDF, dass es eine ähnlich erfolgreiche neue Sendung erschafft – aber das wird sehr schwer werden.“

Susanne Sasse

tz-Stichwort: Forsthaus Falkenau

Die Erfolgsserie Forsthaus Falkenau startete 1988 mit Christian Wolff in der Rolle des Försters Martin Rombach. Diese Rolle gab Wolff 2006 auf – ein Herzinfarkt zwang ihn dazu, kürzerzutreten. Nachfolger wurde Hardy Krüger jr., der in die Rolle des Fernsehförsters Stefan Leitner schlüpfte.

Produziert wurde die Sendung von ndf für das ZDF, 240 Stunden Filmmaterial wurden in den vergangenen 25 Jahren gedreht. Im Herbst 2012 beschloss der Sender das Aus für die beliebte Serie. Die Schauspieler erfuhren erst am letzten Drehtag davon. „Es war sehr traurig“, erinnert sich Hardy Krüger jr.

Die letzten Folgen im ZDF: „Windschatten“,

Freitag, 13. Dezember, 19.25 Uhr,

„Hundstage“, Freitag, 20. Dezember, 19.25 Uhr,

„Ende gut, alles gut?“, Fr., 27. Dez., 19.25 Uhr

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