Der Grand Prix in der Bilanz

ESC: Verblüffende Zahlen veröffentlicht - In einem Punkt war Deutschland vorn

Nach dem Finale des ESC 2021 Ende Mai, wurden nun verblüffende Zahlen zur Show veröffentlicht - bei denen unter anderem Deutschland ganz vorne liegt.

Rotterdam - Unter dem Motto „Open Up“ fand am 22. Mai das Finale des Eurovision Song Contest 2021 statt. Nachdem das bunte Spektakel letztes Jahr coronabedingt ausfallen musste, gingen dieses Jahr 26 Acts in der Ahoy-Arena in Rotterdam ins Rennen. Am Ende des Abends und nach einer Voting-Auszählung, die bis zum Schluss purer Nervenkitzel war, wurden die italienischen Rocker Måneskin schließlich als die Sieger erklärt. Auf dem letzten Platz, mit einem tragischen Ergebnis von null Punkten, landete der Engländer James Newman, für den deutschen Sänger Jendrik und seinen offensichtlich missverstandenen Anti-Hass Song „I Don‘t Feel Hate“ reichte es mit drei Punkten leider auch nur für den vorletzten Rang.

Nun hat die European Broadcasting Union Bilanz gezogen und eine abschließende Statistik zu dem ereignisreichen Abend veröffentlicht. Überraschenderweise ist bei diesen Zahlen sogar auch Deutschland ganz vorne.

ESC 2021: Beeindruckende Statistik

Bei genauer Betrachtung der Zahlen wird eins gleich klar: Nachdem die Veranstalter versprochen hatten, der ESC würde nach der Absage letztes Jahr stärker als je zuvor zurückkommen, ist genau das eingetreten. 183 Millionen Zuschauer verfolgten das Event - was etwa 44,5 Prozent des gesamten TV-Marktanteils ausmachte und um 4 Prozentpunkte höher war als bei der letzten Show 2019. Vor allem unter den jungen Menschen bestand ein großes Interesse, denn die Altersgruppe der 15 bis 24-Jährigen konnte einen Anstieg von 7 Prozent vermerken. Insgesamt fieberten 52,8 Prozent von ihnen beim Contest mit - viermal so viel wie der übliche Marktanteil. Auch in den sozialen Netzwerken war der Grand Prix in aller Munde: Über 14 Millionen Reaktionen auf verschiedene ESC-Beiträge konnten dort verzeichnet werden.

ESC 2021: Auch Deutschland in der Bilanz ganz vorne

Auch wenn das Ergebnis für den Hamburger Jendrik eher mau ausfiel, liegt die Heimat in einem Punkt der Abschluss-Statistik ganz vorne. Denn zum 11. Jahr in Folge kam mit 7,8 Millionen Zuschauern das größte Publikum aus Deutschland. Ähnlich sah es auch im Vereinigten Königreich aus. Dort schalteten beachtliche 7,4 Millionen Eurovision-Enthusiasten ein. Wenigstens konnten die beiden letztplatzierten Länder also in dieser Hinsicht punkten.

Noch nicht genügend Zahlen? - Einen vollständigen Überblick über die Bilanz des ESC 2021 finden Sie auf der Homepage der EBU.

ESC 2021: Veranstalter freuen sich über Statistik

Dass das größte Musik-Spektakel der Welt dieses Jahr so viele Menschen begeistern konnte, freut die Veranstalter natürlich sehr. Executive Supervisor Martin Österdahl zeigte sich entzückt von der positiven Bilanz: „Wir sind begeistert, dass Zuschauer den Eurovision Song Contest in solch großen Zahlen wieder in Empfang genommen haben und sind stolz, dass wir Millionen in einer Zeit zusammen bringen konnten, in der immer noch so viele voneinander getrennt sind“. Abschließend ließ er beschwingt verlauten: „Selbst in seinem 65. Jahr ist der Eindruck, den der Eurovision Song Contest gemacht hat, größer als je zuvor“. (le)

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Dejong

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