Endlich wieder „Germany: 12 Points“?

Deutscher ESC-Song ist da! Er sorgt für heftige Diskussionen - Von „bisschen peinlich“ bis „Ohrwurm 3000“

Am Donnerstag wurde Jendrik Sigwarts Song „I don‘t feel hate“, den er für Deutschland beim „ESC“ 2021 performen wird, offiziell vorgestellt. Die Fan-Meinungen gehen weit auseinander.

Update vom 25. Februar, 12.51 Uhr: Der Song, mit dem Jendrik für Deutschland beim ESC antreten wird, ist endlich raus! Und er trägt den klangvollen Titel „I don‘t feel hate“. Passend zum Song-Namen ist der Track ein absolutes Gute-Laune-Feuerwerk. Besonders beim Refrain ist ein Ohrwurm absolut garantiert. Außerdem gibt es im Lied eine kleine Stepp-Einlage, ganz viel Ukulele und sogar eine Art Radio-Ansage auf deutsch. Aber wie jedes Jahr, wenn der deutsche Beitrag offiziell vorgestellt wird, brennt natürlich die Frage unter den Nägeln: Was wird mit diesem Titel im Gepäck für Jendrik im Mai in Rotterdam drin sein?

In den sozialen Netzwerken geben Fans bereits erste Reaktionen ab und berichten, wie sie Jendriks Gute-Laune-Ukulelen-Song denn so finden. Wie so häufig in den vergangenen Jahren gehen die Meinungen weit auseinander. Viele Fans fällen bereits nach dem ersten Anhören ein vernichtendes Urteil. „Letzter. Schade“, hat ein Twitter-User eine ganz klare Meinung. „Apothekenwerbung mit Crazy Frog und Ghostbusters-Elementen + Klatschen, Pfeifen, Ukulele“, fasst eine weitere Userin den Song offensichtlich nicht so sonderlich glücklich zusammen. „Unfassbar, wie schlecht ein Song produziert sein kann“, „Furchtbar nervig, bisschen peinlich. Ich glaube nicht, dass sich das jemand mehr als 4 mal anhören kann“ und „bei dem Song fühl ich leider ganz schön viel Hass“ sind weitere heftige Reaktionen.

ESC 2021: Jendrik tritt mit „I don‘t feel hate“ für Deutschland an - und spaltet die Fan-Welt

Dem armen Twitter-User, der sich fragt „bin ich jetzt wirklich der einzige, der den Song von Jendrik eigentlich ganz gut findet?“, sei aber gesagt: Du bist nicht allein. Denn viele Fans sind auch positiv überrascht vom deutschen ESC-Beitrag. „‘I don‘t feel hate‘ ist um einiges stärker, als ich erwartet hätte, Jendrik hat Top-10-Potenzial“, ist zum Beispiel jemand begeistert. „Ohrwurm 3000“, freut sich ein weiterer. Noch jemand vergibt einen „Daumen hoch“ für das „luftig-lebendige Liedchen“. „Jendrik wird sich überraschend gut schlagen beim ESC. Ich sehe es schon kommen“, drückt ein Fan schon jetzt die Daumen. Und auch das internationale Echo ist in den sozialen Medien überwiegend positiv. Aus vielen weiteren EU-Ländern wie Spanien oder Italien melden sich Personen, die von Jendriks Song positiv überrascht wurden.

Auch auf dem Instagram-Account von Jendrik feiern die Fans derweil das Lied. „Wow, der Song ist klasse. Endlich mal was erfrischendes und sympathisches als die Vorjahre, macht richtig gute Laune“, ist ein Follower voller Euphorie. Viele weitere zeigen sich unter einem neuen Beitrag, der das Song-Cover zeigt, total begeistert vom Lied. Und für diejenigen, die vom Song noch nicht gepackt wurden, hat ein Fan auch gleich noch einen Tipp: „Beim ersten Anhören dachte ich mir ‚Wtf ist das?‘, aber nach dem dritten Mal find ich es einfach nur geil. Super gemacht! Es fällt unter all den anderen Songs dieses Jahr, zumindest bis jetzt, ziemlich auf“.

Was jedoch klar ist: Auch wenn einige Fans den Song nervig finden mögen, und wieder andere direkt gute Laune beim anhören von „I don‘t feel hate“ verspüren, ist der Klang nicht alles. Beim ESC entscheidend ist ja letztendlich auch, was Jendrik auf der Bühne aus dem Song so alles rausholen kann.

Erstmeldung vom 25. Februar, 09.49 Uhr: Hamburg - Im Jahr 2021 hoffen die ESC-Fans endlich wieder auf massenhaft „Germany: 12 Points“-Ansagen. Denn nachdem das Coronavirus die Veranstalter im vergangenen Jahr zur Absage des Eurovision Song Contest gezwungen hat, soll das europäische Mega-Musikevent nun in diesem Jahr in Rotterdam endlich wieder stattfinden. Der deutsche Teilnehmer für 2021 steht bereits etwas länger fest - nun kriegen die ungeduldigen ESC-Fans aber auch endlich den Song auf die Ohren, der Deutschland möglichst viele Punkte einbringen soll.

ESC 2021: Jendrik stellt seinen Song vor - zweite Premiere folgt abends im TV

Denn wie der beim Event federführende Sender NDR gegenüber tz.de bestätigte, wird der Song heute um 12 Uhr erstmals auch wirklich zu hören sein. Dann wird Deutschlands ESC-Star Jendrik Sigwart den Titel nämlich in einer Online-Pressekonferenz nicht nur ausführlich vorstellen, er wird natürlich auch vorgespielt. Das Lied hat der Musical-Sänger aus Hamburg extra für den Wettbewerb auf seiner Glitzer-Ukulele komponiert.

Die Fans sind jedenfalls bereits heiß auf das Lied, fiebern der Weltpremiere entgegen. „Ich bin richtig hyped“ und „ich kanns kaum abwarten“, schreiben etwa Follower:innen auf der Instagram-Seite von Jendrik kurz vor der offiziellen Veröffentlichung. Außerdem gibt es noch eine TV-Überraschung. Man darf sogar noch auf eine zweite Premiere gespannt sein. Denn noch am Donnerstagabend wird auch das Musikvideo zum Song erstmals gezeigt. Am frühen Abend, 17.50 Uhr, sowie am Abend, gegen 19.56 Uhr, können alle Fernsehzuschauer:innen in der ARD den Hamburger Singer- und Songwriter mit dem neuen Lied dann nicht nur hören sondern auch sehen.

ESC 2021: Song-Premiere! Bei Florian Silbereisen singt Jendrik Sigwart sich für Rotterdam warm

Bevor es für Jendrik dann endlich zum ESC geht, wird er den Song aber auch noch ein ums andere Mal live auf einer Bühne performen dürfen. Und den ersten Live-Auftritt gibt es bereits am Samstag. Da wird der 26-Jährige in Florian Silbereisens Schlager-Show erstmals in einer großen TV-Abendsendung performen und kann sich schonmal für Rotterdam warm singen.

Jendrik Sigwart hat es in einem mehrstufigen Auswahlprozess geschafft, die beiden ESC-Jurys - zum einen 20 Musikexperten, zum
anderen 100 ESC-Fans - von sich, seiner Bühnenpräsenz und seinem Lied zu überzeugen. Einen Vorentscheid im Fernsehen mit Beteiligung der Zuschauer hat es schon im vergangenen Jahr nicht mehr gegeben. Der ESC 2020 war allerdings coronabedingt ausgefallen. Die zuletzt größten deutschen Erfolge hatten Michael Schulte mit einem vierten Platz 2018 und Lena mit dem Sieg 2010 eingefahren.

Der ESC wird am 22. Mai unter dem Motto „Open Up“ wohl unter strengen Corona-Maßnahmen mit Künstlern aus 41 Ländern in Rotterdam stattfinden - aber sehr wahrscheinlich ohne Publikum. (han/dpa)

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