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„Eurovision Song Contest“ findet trotz Corona statt: Termin, TV-Übertragung, deutscher Song - alle Infos im Überblick

Das Logo des ESC 2021 in Rotterdam.
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2021 kann der ESC nun doch in Rotterdam stattfinden.

Gute Nachrichten für alle Musikfans: Nach einem Jahr Corona-Zwangspause wird der ESC 2021 wieder stattfinden. Wir haben alle Infos dazu hier im Überblick.

Rotterdam - Der ESC ist endlich wieder zurück! Nachdem der „Eurovision Song Contest“ im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie erstmalig in seiner jahrzehntelangen Geschichte abgesagt werden musste, nun die erfreuliche Nachricht für alle Musikfans: Ja, der ESC wird 2021 wieder stattfinden. Und das, obwohl das neuartige und mutierende Virus die Welt nach wie vor in Atem hält. Dementsprechend kann der einstige „Grandprix Eurovision de la Chanson“ in diesem Jahr immer noch nicht in gewohnter Art abgehalten werden. So haben die Veranstalter des „ESC“ eigens vier verschiedene Konzepte ausgearbeitet, die eine Austragung des europäischen Musikwettbewerbs trotz Corona ermöglichen sollen. Welche das sind, wie genau der „ESC“ in diesem Jahr ablaufen wird und alles, was Sie sonst noch über die Musikveranstaltung wissen müssen, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Termine des „Eurovision Song Contest“ 2021

  • 18. Mai 2021: Erstes ESC-Halbfinale
  • 20. Mai 2021: Zweites ESC-Halbfinale
  • 22. Mai 2021: Finale des ESC 2021

ESC 2021: So kann der Musikwettbewerb trotz Corona stattfinden

„Open Up“ - auf deutsch etwa „Öffnet euch“ - unter diesem Motto soll der „Eurovision Song Contest“ 2021 stattfinden. Sich zu öffnen soll dabei trotz Corona tatsächlich möglich sein, denn damit die beliebte europäische Musikverantstaltung wegen der Pandemie nicht ein zweites Mal auf Eis gelegt werden muss, hat man eigens vier verschiedene Szenarien entwickelt, die eine Umsetzung der Veranstaltung ermöglichen sollten.

Nach verschiedenen Überlegungen, entsprechend der zu erwartenden Corona-Lage, hat man sich letztlich für Szenario B entschieden. Dieses Szenario geht mit dem derzeit quasi unumgänglichen „social distancing“ einher. Von der ursprünglichen „Als-wäre-nichts-gewesen“-Variante bis hin zum kompletten Lockdown waren im Vorfeld mehrere Möglichkeiten zur Austragung oder Nicht-Austragung des ESC diskutiert worden. Wofür man sich unter Berücksichtigung des aktuellen Pandemie-Geschehens nun entschieden hat, wirkt deshalb wohl unvermeidlich wie ein Kompromiss.

So wird der „Eurovision Song Contest“ 2021 wie ursprünglich für 2020 geplant in Rotterdam stattfinden, allerdings mit einem an die aktuellen Bestimmungen des Austragungortes angepassten, reduziertem Live-Publikum. Alle, die sich in der Ahoy-Arena aufhalten, sind außerdem strengstens dazu angehalten, den gängigen Mindesabstand zu wahren, regelmäßige und häufige Covid-19-Tests sollen stattfinden. Außerdem wird es für Kandidaten, die wegen des Virusgeschehens nicht einreisen können, möglich sein, mit einer aufgezeichneten Performance an dem Liederwettbewerb teilzunehmen. Alle anderen werden ihre Songs allerdings live auf der Bühne präsentieren. Sämtliche Aktivitäten, die in der Stadt Rotterdam zum ESC 2021 stattfinden, sollen auf eine „sichere und verantwortungsbewusste Art und Weise“ abgehalten werden.

Teilnehmer und Favoriten beim „Eurovision Song Contest“ 2021

2021 werden 39 Länder beim „Eurovision Song Contest“ an den Start gehen, 26 davon mit denselben Kandidaten wie ursprünglich bereits für das vergangenen Jahr geplant. Für Deutschland wird statt Ben Dolic in diesem Jahr allerdings Jendrik an den Start gehen. Welches Land dabei die größten Siegeschancen hat, haben wir hier im großen Favoriten-Check für Sie unter die Lupe genommen.

Das sind alle Länder, die ihre ESC-Kandidaten 2021 nach Rotterdam schicken: Albanien, Australien, Österreich, Azerbaijan, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Deutschland, Griechenland, Island, Irland, Israel, Italien, Lettland, Litauen, Malta, Moldavien, Niederlande, Nordmazedonien, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, San Marino, Serbien, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Ukraine und Vereinigtes Königreich. Die sogenannten „Big 5“-Länder, zu denen Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich zählen, sind dabei automatisch für das große Finale qualifiziert, während die anderen Länder erst noch in je zwei Halbfinals gegeneinander antreten müssen.

Armenien hat seine ESC-Teilnahme in diesem Jahr aufgrund der knappen Vorbereitungszeit abgesagt. Belarus wurde hingegen disqualifiziert. Die Verantwortlichen begründeten die Entscheidung damit, dass der eingereichte Song die nicht-politische Natur des ESC in Frage stelle.

„Eurovision Song Contest“ 2021: So sehen Sie das Finale sowie alle weiteren ESC-Veranstaltungen im TV und Live-Stream

Der „Eurovision Song Contest“ wird auch dieses Jahr wieder einige Tage lang und durch zahlreiche TV-Formate zelebriert. So setzt sich die sogenannte „Eurovision Week“ vom 18. bis zum 22. Mai 2021 auch dieses Jahr wieder aus drei Shows zusammen: Die zwei Halbfinals am Dienstag und Donnerstag laufen jeweils ab 21 Uhr mit einigem Begleitprogramm vorab auf eurovision.de und ONE. Das „Grand Final“ findet schließlich am Samstagabend statt. Präsentiert wird der Wettbewerb aus Rotterdam von den Gastgebern Chantal Janzen, Edsilia Rombley, Jan Smit and Nikkie de Jager.

Sendezeit für den Countdown und das ESC-Finale 2021

Zur Einstimmung zuvor, also am Samstag, den 22. Mai 2021, um 20.15 Uhr präsentiert Barbara Schöneberger dann den großen Eurovision-Countdown live in der ARD sowie auf eurovision.de und ONE, bevor es um 21 Uhr dann die Übertragung des Songcontests auf eurovision.de, Das Erste, ONE, Deutsche Welle zu sehen und hören gibt. Wir erklären Ihnen übrigens auch, wie genau das Voting beim ESC funktioniert, mit dem letztlich der Sieger bestimmt wird.

Am Rande dessen sind zudem zahlreiche Zusatzveranstaltungen geplant, welche in den Tagen vor dem Finale ganz im Zeichen des „Eurovision Song Contests“ stehen. Worum es sich dabei im Detail handelt, können Sie auf der offiziellen Eurovision-Internetseite in aller Vollständigkeit nachlesen. Außerdem finden Sie hier bei uns auf der Seite weitere Informationen zur Ausstrahlung des „ESC“. (lros).

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