Statement der EBU

ESC 2021: Koksen in der Live-Show? Jetzt herrscht Klarheit

Beim ESC beugt sich der Sänger der italienischen Siegerband mit dem Kopf zum Tisch vor ihm.
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Nach eigener Aussage beugte sich der italienische „Maneskin“-Sänger wegen eines zerbrochenen Glases zum Tisch.

ESC-Gewinner Italien sorgte mit einer Szene für Drogen-Spekulationen beim Publikum. Die Band wehrt sich gegen die Vorwürfe - jetzt schalten sich die Veranstalter ein.

Update vom 24. Mai, 20.00 Uhr: Doch keine Drogen im Spiel: Die Mutmaßungen gegen die italienische Sieger-Band Måneskin sind aus Sicht der EBU (Europäische Rundfunkunion) ausgeräumt. „Es gab keinen Drogenkonsum im Green Room und wir betrachten die Sache als erledigt“, teilte die EBU am Montagabend mit. Leadsänger Damiano David habe sich am Montag freiwillig einem Drogentest unterzogen - dieser sei negativ gewesen. Die Organisation bedaure die falschen Spekulationen und die Tatsache, dass ein „Fake News“ Geist und Ausgangs der Veranstaltung beeinträchtigt hätten. Inzwischen darf sich die Rockband auch schon über einen weiteren Erfolg freuen: Sie bricht einen Spotify-Rekord, das berichtet extratipp.com.

ESC 2021: Koksen in der Live-Show? Sieger-Band dementiert Spekulationen

Update vom 23. Mai, 21:15 Uhr: Nun gibt es ein weiteres Statement zum angeblichen Drogen-Konsum des Lead-Sängers Damiano David. In einer öffentlichen Stellungnahme äußerte sich die EBU: „Die Band hat die Anschuldigungen aufgrund von Drogenkonsums vehement widerlegt, der betroffene Sänger wird sich freiwillig einem Drogentest unterziehen, wenn er nach Hause kommt.“

Laut Band und dessen Management würde die Band keine Drogen konsumieren und bestätigten dies immer und immer wieder, auch in den Social-Media-Netzwerken. Drogen sollen in dem Green Room ebenfalls nicht vorhanden gewesen sein. Der Sänger beugte sich laut Aussage über den Tisch, um ein zerbrochenes Glas aufzuheben. „Die EBU kann bestätigen, dass danach bei einer Untersuchung ein zerbrochenes Glas gefunden wurde.“ In wenigen Tagen wird es eine Aufklärung geben.

Update vom 23. Mai, 14.00 Uhr: Nachdem die Zuschauer bei einer ESC-Szene im TV stutzig wurden und beim Sänger des italienischen Sieger-Teams Kokain-Konsum vor laufender Kamera vermuteten, dementierte die Band „Maneskin“ diese Spekulationen. Sowohl in der Pressekonferenz, als auch auf ihrem Instagram-Kanal positionierten sie sich klar: Sie hätten noch nie Kokain konsumiert. In ihrer Story boten sie außerdem an: „Wir sind bereit uns testen zu lassen, denn wir haben nichts zu verbergen“.

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Dieser Test steht den Bandmitgliedern jetzt möglicherweise tatsächlich bevor: Dave Goodman, Presseansprechpartner der Europäischen Rundfunkunion (EBU), die für den ESC und beispielsweise auch Disqualifikations-Entscheidungen zuständig ist, kündigte nun eine Untersuchung an. Gegenüber der Bild erklärte Goodman: „Wir sind uns über die Spekulationen rundum das Verhalten des Gewinners aus Italien beim Eurovision Song Contest vom letzten Abend im Green Room bewusst und werden in der Sache ermitteln.“ Welche Schritte genau eingeleitet werden, ist noch nicht bekannt.

Erstmeldung vom 23. Mai, 10.35 Uhr: Rotterdam - Der Eurovision Song Contest 2021 neigte sich langsam dem Ende zu, alle Kandidati:nnen hatten in lustigen Wollpullovern, knappen Glitzer-Bodies oder bunten Anzügen performt - doch während das Zuschauervoting lief, sorgte die italienische Band Maneskin noch für einen Aufreger-Moment kurz vor Schluss. Mit ihrem Song „Zitti e buoni“, was so viel bedeutet wie „still und brav“, hatte die Rockgruppe in Leder-Outfits zuvor für Begeisterung gesorgt, der Titel führte Italien letztendlich zum insgesamt dritten ESC-Sieg überhaupt. So gar nicht „still und brav“ sah jedoch eine Szene aus, die die TV-Kameras bei einem Schwenk zu den unterschiedlichen Teams einfing - und das fiel auch den Zuschauer:innen auf, die das Gesehene sofort auf Twitter diskutierten.

Eurovision Song Contest: Zuschauer vermuten Kokainkonsum - Gewinn mit „einer Nasenlänge Abstand“?

Während der Rest der Band in die TV-Kamera jubelte, war Sänger Damiano David nicht ganz bei der Sache: Er beugte sich über den kleinen Tisch vor ihm, sein Gesicht schien dicht über der Tischplatte zu sein. Was genau David da allerdings machte, war nicht ganz ersichtlich, ein Getränkekübel und Flaschen versperren die Sicht. Die Szene weckte in der Twitter-Community aber durchaus pikante Assoziationen: Einige vermuteten hinter der tischnahen Kopfbewegung des 22-Jährigen Kokainkonsum. „Der Sänger der Italienischen #Eurovision Gewinner zieht echt ne Line Koks in der Liveshow“ meint ein User, „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“ fällt einem anderen zu den Bildern ein.

Journalist Martin Hoffmann formulierte seinen Tweet zur Szene etwas vorsichtiger: „die (angebliche?) Koks-Line der italienischen Sieger könnte noch Konsequenzen haben“, ein niederländischer TV-Kommentator twittert nach dem Sieg der Band bissig „Italien gewinnt mit einer Nasenlänge Abstand“.

ESC: Italienisches Sieger-Team dementiert Drogen-Spekulationen

In der Pressekonferenz nach der Show fragte ein schwedischer Reporter dann konkret nach: „Es gab diese Szene, wo Sie sich über den Tisch lehnen und es so aussieht, als würden sie etwas schnupfen. Online nahmen einige Zuschauer daher an, dass es Kokain sein könnte. Was war es?“ Der angesprochene Sänger Damiano David erklärte daraufhin energisch: „Ich nehme keine Drogen. Ich nehme kein Kokain, niemals.“ Der Gitarrist Thomas habe kurz zuvor ein Glas zerbrochen.

Auch auf ihrem Instagram-Account bezieht die Band wenig später Stellung: In ihrer Story posten die ESC-Gewinner, die ihre Karriere mit Straßenmusik begonnen hatten, einen kurzen Text. „ Wir sind sehr geschockt, dass manche Leute behaupten Damiano hätte Drogen genommen. Wir sind wirklich gegen Drogen und haben noch nie Kokain konsumiert. Wir sind bereit uns testen zu lassen, denn wir haben nichts zu verbergen. Wir sind hier um unsere Musik zu spielen und wir sind so glücklich über unseren Eurovision-Sieg und wollen allen dafür danken, dass sie uns unterstützt haben. Rock‘n Roll stirbt nie.“ (eu)

Deutschlands Kandidat Jendrik konnte dieses Jahr leider kaum überzeugen - Zweifel gab es allerdings auch schon im Vorfeld von der deutschen Community. Auch Moderatorin Barbara Schöneberger konnte mit ihrer Outfit-Wahl am ESC-Abend nicht punkten. *tz.de und extratipp.com sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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