Familiensaga über das Nobelhotel Adlon

So viel Luxus steckt in diesem ZDF-Film

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Film ab! Für den ZDF-Dreiteiler wurde auch am echten Adlon am Pariser Platz in Berlin gedreht.

MÜnchen - Feine Herrschaften, prächtige Zimmer, exquisite Ausstattung: Haben Sie am Sonntagabend auch im Luxus geschwelgt? Millionen Zuschauer verfolgten am Sonntag den ersten Teil des ZDF-Epos "Das Adlon". Eine Familiensaga.

Die Folge drehte sich um die Anfänge des Nobelhotels in Berlin (tz berichtete): Sonja Schadt wächst als Lorenz Adlons Patenkind mitten im Adlon auf. Am Montagabend geht es mit der nächsten Episode weiter.

Ein Film über ein Luxushotel – der kann nicht ganz billig sein. Zehn Millionen Euro lässt sich das ZDF die Trilogie kosten. Die tz verrät, welcher Aufwand hinter diesen insgesamt 285 Film-Minuten steckt.

2000 Komparsen spielen mit

Über 100 Sprechrollen, rund 2000 Komparsen. Eineinhalb Jahre dauerte es, bis alle Rollen vergeben waren. Unter anderem standen hochkarätige Schauspieler wie Heino Ferch, Marie Bäumer, Anja Kling, Wotan Wilke Möhring und Sunnyi Melles vor der Kamera. Die Besetzung für Das Adlon ist gewaltig. „Das ist für jeden Regisseur eine enorme Herausforderung“, sagt Regisseur und Co-Autor Uli Edel (Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo). „Bei Der Baader Meinhof Komplex (ebenfalls ein Edel-Werk, Anm. d. Red.) waren es ähnlich viele.“

In wenigen Stunden um 40 Jahre altern

Das ZDF hat mit seiner Familiensaga einen Geschichtsfilm geschaffen: Das Epos beginnt 1907 und endet im Jahr 1997. Da mussten auch die Hauptdarsteller entsprechen mitaltern. „Meine Rolle erstreckt sich über 40 Jahre“, erzählt Heino Ferch, der als Hotelgründer Louis Adlon zu sehen ist. Mit speziellen Silikonteilen wurde Ferch (49) älter. Manchmal mussten die Darsteller schon um 4 Uhr morgens in die Maske. „Ich war bereit zum Dreh und wartete auf meinen Einsatz“, erzählt Ferch. „Für alle anderen saß da nur ein alter Mann mit einem Stock in der Hand. Sie dachten, ich sei ein Komparse.“

Drehs in Berlin – und München

Das Adlon steht in München. Zumindest zum Teil: Die historische Fassade wurde auf dem Bavaria-Filmgelände nachgebaut. Regisseur Edel ließ hier sogar die Szene nachdrehen, in der Josephine Baker von einer Straußen-Kutsche vor die Hoteltür gefahren wird. Was tatsächlich so geschehen ist. „Diesem Tag habe ich am meisten entgegengefiebert“, erzählt Regisseur Edel. Mehrere Sträuße wurden für diese Aufgabe trainiert, erst mit dem Dritten (namens Harry) hat es geklappt.

Das sagt der Produzent

Oliver Berben träumte schon lange von diesem Projekt. „Die Idee zu dem Film hatte ich bereits vor über zehn Jahren, Realität wurde sie vor gut drei Jahren“, erzählt der Produzent. „Hotels haben mich schon immer fasziniert. Egal wie teuer oder billig, luxuriös oder einfach sie sind, alle vereinen die oben genannten Attribute. Sie bringen Menschen verschiedener Gemüter und Nationen zusammen, um sie dann wieder zu trennen.“ 1001 Geheimnisse stecken hinter den Zimmertüren. „Hotels erzählen eine Vielzahl von Geschichten und hüten unzählige Geheimnisse“, so Berben. „Bei einem so alten Hotel wie dem Adlon einmal durch das Schlüsselloch zu spähen, um all seine Komödien und Tragödien zu erforschen, war das Spannendste.“

„Das Adlon. Eine Familiensaga“, Montag und Mittwoch, jeweils 20.15 Uhr, ZDF

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