Kuppelshow auf Vox

Skandal bei „First Dates“: Kandidat empört mit fragwürdigem Tattoo auf Hintern - Sender zieht Konsequenzen

Roland Trettl ist Gastegber bei "First Dates - Ein Tisch für zwei".
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Roland Trettl ist Gastegber bei "First Dates - Ein Tisch für zwei".

Die Kuppelshow „First Dates“ erheitert eigentlich durch amüsante Flirts. Doch ein vermeintlich unscheinbares Tattoo brachte den Sender Vox nun in die Bredouille.

  • Bei der Datingshow „First Dates“ werden Singles bei ihrem ersten Date gefilmt.
  • Jetzt kam es zu einem heiklen Vorfall.
  • Der Sender Vox reagierte daraufhin prompt.

München - Bei der Datingshow „First Dates - Ein Tisch für zwei“ auf Vox wird geflirtet und gekuppelt, was das Zeug hält. Das Prinzip der Sendung: Zwei Singles haben ihr erstes Date bei einem gemeinsamen Dinner. Dabei werden sie gefilmt.

Der Zuschauer erlebt mit, was Frau und Mann auffahren, um den oder die Gegenüber für sich zu gewinnen. Ob das Treffen von Erfolg gekrönt war oder nicht, sieht man am Ende der Sendung. Trennen sich die Wege der Singles oder verlassen sie gemeinsam das Restaurant von Gastgeber Roland Trettl?

„First Dates“: Kandidat entblößt seinen Hintern

Den Zuschauern gefällt die Show mit den amüsanten Flirts und Baggersprüchen, sie läuft bei Vox im Vorabend-Programm. Doch nun geriet die Sendung wegen eines Eklats ein wenig in Verruf. Schuld daran ist ein Tattoo eines Kandidaten. Beim Blind Date erzählte er der Frau ihm gegenüber, dass er am Hintern eine Tätowierung habe. Ungeniert zog er die Hose herunter und zeigte es. Zu sehen war ein roter Teufel auf einer grauen Wolke. Der Text dabei: "Am Arsch vorbei ist auch ein Weg." Das Tattoo ließ er sich machen, so erklärte er, um den Namen seiner Ex zu überdecken.

Nicht ganz manierlich, aber bis hierhin unproblematisch. Heikel wurde die Szene erst wegen einer anderen Tätowierung, die sich direkt über dem Teufel befand und wegen des Hemds nicht ganz zu lesen war, wie der Mediendienst DWDL berichtete. Doch bei genauem Hinsehen konnte man erahnen, was in altdeutscher Schrift auf der Haut stand: „Jedem das Seine“.

„First Dates“: Tätowierung erinnert an NS-Zeit

Der Spruch erinnert an die deutsche Nazi-Zeit. Noch heute prangt er über dem Eingang zum früheren Konzentrationslager Buchenwald. In der Sprache der Nationalsozialisten bedeutete er, „jeder kriegt das, was er verdient“. Der Spruch gilt heute als hochumstritten, Menschen mit nationalsozialistischem Gedankengut verwenden ihn noch.

Bei Vox gibt man sich kleinlaut. Man wollte nur die Teufel-Tätowierung zeigen, „das darüber liegende Tattoo mit der nationalsozialistisch belasteten Redewendung war nicht in Gänze zu sehen und ist uns daher leider nicht aufgefallen."

„First Dates“: Vox verbannt Folge wegen Tattoo

Zwar soll der Kandidat beteuert haben, dass ihm die Bedeutung des Spruchs nicht bewusst gewesen sei. Der Sender zog dennoch Konsequenzen. Auf DWDL-Anfrage hieß es: "Da wir uns klar gegen Rassismus und Antisemitismus stellen und um Missverständnisse zu vermeiden, wird die entsprechende 'First Dates'-Folge nicht mehr ausgestrahlt und auch online nicht mehr abrufbar sein.“

Bereits die früheren Staffeln hatten einiges zu bieten. So fragte etwa ein „First-Dates“-Kandidat eine Lehrerin obszön aus, ein anderer hätte nach einer Demütigung fast das Date vorzeitig verlassen.

Video: Comedian Martina Hill bei Trettl und First Dates - als Larissa

mt

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