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Goodbye Deutschland: Auswanderer ziehen nach Neuseeland, aber Visum gilt nur 3 Monate

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Von: Claire Weiss

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Stefanie und Jörg sind ganz schön risikobereit! Mit ihren vier Kindern ziehen sie begleitet von „Goodbye Deutschland“ nach Neuseeland. Und das ohne die Sicherheit eines dauerhaften Visums.

Hohenbrunn, Bayern/ Wellington, Neuseeland - In Deutschland sind Stefanie und Jörg Riedinger (beide 39) schon lange unglücklich. Das Leben in der Heimat sei viel zu hektisch, alles drehe sich immer nur um Geld und es sei nicht genug Zeit für die Familie. Kurzerhand entschließt das Paar also gemeinsam mit den vier Kindern auszuwandern – begleitet von „Goodbye Deutschland“.

„Goodbye Deutschland“-Auswanderer gehen großes Risiko ein

Von Neuseeland habe Jörg schon immer geträumt. Und dieser Traum soll nun wahr werden. Das Mietshaus in Deutschland ist gekündigt, die Eigentumswohnung und das Auto verkauft und die Zimmer leergeräumt. Für 6000 Euro haben die Riedingers ihr Hab und Gut nach Neuseeland verschiffen lassen.

Stefani schaut besorgt, ihre Familie sitzt am Küchentisch
Stefanie Riedinger macht sich Sorgen um ihre Zukunft in Neuseeland. © Screenshots/RTL*

Die beiden gehen volles Risiko. Denn eigentlich hätten sie sich bequem von Deutschland aus Jobs suchen können, bevor sie ans andere Ende der Welt zogen. Dann hätten Stefanie und Jörg Arbeitsvisa bekommen. Stattdessen reist die sechsköpfige Familie erst ein und sucht vor Ort nach Arbeit. Sie bekommen Touristenvisa, was bedeutet, dass die Riedingers vorerst nur drei Monate bleiben dürfen.

Übrigens: Laut destatis.de wanderten im Jahr 2021 994.303 Menschen aus Deutschland aus. Am häufigsten zieht es die Deutschen in die Schweiz.

Jobsuche bleibt erfolglos – „Goodbye Deutschland“-Auswanderer verzweifelt

Mit der Jobsuche geht es aber nicht so einfach voran, wie es sich Stefanie vorgestellt hat. Sie soll die Hauptverdienerin der Familie werden, denn sie ist in der IT-Abteilung tätig. Über hundert Bewerbungen hat die „Goodbye Deutschland“-Auswanderin bereits verschickt – ohne Erfolg. Da macht sich sogar der sonst so optimistische Jörg Sorgen. Und Stefanie plagen Existenzängste.

Notgedrungen schreibt sich die 39-Jährige bei einer Uni ein. So dürfen die Riedingers immerhin im Land bleiben. Doch ohne ein Einkommen lebt die Familie von ihren Ersparnissen. Wie es bei den Wahl-Neuseeländern wohl weitergeht? Eine andere „Goodbye Deutschland“-Auswanderin muss sich um‘s Geld wohl keine Sorgen machen: Kathrin verdient als Meerjungfrau im sechsstelligen Bereich. Verwendete Quellen: RTL+/Goodbye Deutschland, destatis.de, tagesspiegel.de

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