1. tz
  2. TV

„Einer wurde erschossen“: „Goodbye Deutschland“-Star Steff Jerkel erlebt Kartellkrieg hautnah mit

Erstellt:

Von: Jonas Erbas

Kommentare

Nach der Trennung von seiner Peggy reiste Steff Jerkel nach Kolumbien, um sich dort ausgiebig zu erholen. Doch stattdessen kam es dort zu schrecklichen Szenen: Der „Goodbye Deutschland“-Auswanderer erlebte aus nächster Nähe, wie schonungslos verfeindete Banden miteinander umgehen.

Cartagena – Hinter Steff Jerkel (53) liegen schwere Monate: Bei „Goodbye Deutschland“ verkündeten der Auswanderer und seine Partnerin Peggy Jerofke (46) kürzlich, dass sie sich nach 24 gemeinsamen Jahren getrennt haben. Während die 46-Jährige nach dem Liebes-Aus mit Töchterchen Josephine (4) auf Mallorca blieb, ging Steff im November auf Reisen. Doch anstatt seine Urlaub richtig ausklingen lassen zu können, geriet der 53-Jährige an seinem letzten Abend in eine lebensgefährliche Situation.

Schießerei vor Steff Jerkels Augen – „Goodbye Deutschland“-Star erlebt in Kolumbien blanke Gewalt

Den ersten Schock scheint Steff Jerkel zwar verdaut zu haben, doch noch immer wirkt der „Goodbye Deutschland“-Star überfordert, als er sich bei Instagram an seine rund 64.500 Follower wendet: „Wir hatten gestern unseren letzten Abend“, berichtet der Wahl-Mallorquiner, der in den vergangenen Wochen mit einem Freund Kolumbien bereiste. Den Abschluss des Trips habe man in einer Bar ausklingen lassen. Doch dieser sei plötzlich von Sicherheitskräften „gestürmt worden“: „Wir mussten raus alle, die Polizei kam rein, hat uns alle rausgeschmissen.“

Steff Jerkel berichtet von einer Schießerei in Kolumbien, daneben Polizisten an einem Tatort (Fotomontage)
So hat sich Steff Jerkel seinen Urlaub in Kolumbien bestimmt nicht vorgestellt: Seinen letzten Abend verbrachte der „Goodbye Deutschland“-Star in einer Bar, die plötzlich von der Polizei gestürmt wurde. Vor dem Lokal sei ein Mann „erschossen worden“, berichtet der 53-Jährige bei Instagram (Fotomontage) © Screenshot/Instagram/Steff Jerkel & Agencia EFE/Imago

Zunächst sei unklar gewesen, was genau vorgefallen war: Der Bereich vor dem Lokal sei abgesperrt gewesen, Sirenen hätten aufgeheult und etliche Polizeibeamte seien vor Ort gewesen. „Draußen lag jemand vor dem Laden“, so der 53-Jährige. Die Situation schien unübersichtlich. „Weg hier, weg hier, sofort!“, habe man die Gäste angewiesen. Später sei Steff Jerkel dann bewusst geworden, was sich in nächster Nähe zugetragen hatte: „Da ist was Heftiges passiert: Da ist einer erschossen worden vor dem Laden“, erklärt er fassungslos.

Kolumbien und der Krieg der Kartelle – das Land kommt einfach nicht zur Ruhe:

Kolumbiens Ruf leidet seit Jahrzehnten unter der immer wieder aufkeimenden Gewalt, für die in erster Linie die mächtigen Drogenkartelle verantwortlich sind. Diese sorgten vor allem unter dem berühmt-berüchtigten Bandenboss Pablo Escobar (†44) weltweit für Schlagzeilen, doch sein Tod im Jahre 1993 änderte nur wenig an den Zuständen im zweitgrößten Staat Südamerikas. Dort tobt seit Jahren ein regelrechter Krieg, in dem es um Geld, Macht und Gebietsansprüche geht. Auch 2022 ist das noch ein großes Problem: Im Juni kam eine 27-jährige Touristin aus den Niederlanden ums Leben, die zufällig in einem Café saß, als Kartellmitglieder das Feuer auf einen ihrer Widersacher eröffneten. Schon im Mai verübte der Clan del Golfo, das mächtigste Verbrechersyndikat des Landes, mehrere Anschläge auf Zivilisten und Polizeibeamte, um gegen die Auslieferung ihres Bosses Dairo Antonio Usuga an die USA zu vorzugehen.

Steff Jerkel spricht über „Krieg“ in Kolumbien – Taxifahrer klärt „Goodbye Deutschland“-Star auf

Für Steff Jerkel, der sich jüngst nach 24 Jahren gemeinsam Jahren von Langzeit-Liebe Peggy getrennt hat, wurde erst nach und nach klar, wie gefährlich die Situation gewesen sein muss, die er hautnah miterlebte: „Der Taxifahrer hat uns dann erzählt, dass gerade aus Medellín eine Gruppierung rübergekommen ist, die hier richtig Krieg angefangen haben. Hier ist es gerade richtig heftig in Cartagena.“ Drogenkriminalität ist in Kolumbien noch immer ein großes Problem: Verfeindete Banden – sogenannte Kartelle – liefern sich regelmäßig untereinander blutige Gefechte um Macht- und Territorialansprüche.

Schlechtreden möchte der „Goodbye Deutschland“-Auswanderer das Land allerdings nicht – obwohl die Gewalt dort aktuell eskaliert: „Eigentlich ist Kolumbien ziemlich sicher, aber zurzeit ist hier Krieg. Hier wird jeden Tag einer umgebracht!“ Inzwischen hat der 53-Jährige übrigens seine Rückreise angetreten und weilt schon wieder in Europa. Nicht in Süd-, dafür Nordamerika hat indes ein anderer Auswanderer seine neue Heimat gefunden – und kämpft auch dort mit Widrigkeiten: „Goodbye Deutschland“-Star Chris Töpperwien wurde kurz vor der Eröffnung seiner Bäckerei von einer US-Behörde schikaniert. Verwendete Quellen: instagram.com/steff.jerkel, euronews.com

Auch interessant

Kommentare