Nach einem harten Lockdown

„Goodbye Deutschland“: Event läuft völlig aus dem Ruder - „Kamel-Uschi“ brüllt Kinder an - „Herrgottsack“

Kamel-Uschi steht mit Kindern neben einem sitzenden Kamel in der Wüste.
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„Goodbye Deutschland“-Auswanderin Uschi Musch bietet ihr erstes Event nach einem harten Lockdown an. Doch das verläuft nicht wie erwartet.

Die VOX-Doku „Goodbye Deutschland“ begleitet Kult-Auswanderin Uschi Musch bei ihrem ersten Kamel-Event nach einem harten Lockdown. Doch das wird zum Desaster.

  • Uschi Musch ist vor 20 Jahren nach Dubai ausgewandert, wo die Vox-Doku „Goodbye Deutschland“ sie begleitet.
  • Ihr Event-Geschäft litt unter der Corona-Pandemie.
  • Nun konnte sie erstmals wieder eine Kamel-Veranstaltung anbieten, die dann jedoch aus dem Ruder lief.

Dubai - Vom schwäbischen Bad Waldsee in die vereinigten Arabischen Emirate: Vor 20 Jahren wagte Ursula Musch - auch „Kamel-Uschi“ genannt - den Schritt, kehrte Deutschland den Rücken und wanderte nach Dubai aus. Die beliebte Vox-Auswander-Doku „Goodbye Deutschland“ begleitete die schwäbische Geschäftsfrau bei ihrem Abenteuer. Das Besondere an Kamel-Uschi: Statt ein Glitzerleben zwischen den Wokenkratzern mitten in der Metropole zu führen, widmete sich die bodenständige Kult-Auswanderin auf ihrer Wüstenfarm der Kamel-Zucht.

Mit ihren Tieren verdiente sie bislang erfolgreich ihren Lebensunterhalt. Vor allem durch die Vermietung der Kamele für Ausritte oder Events konnte sie sich damit ein kleines Imperium aufbauen. Sogar Promis wie Rapper 50 Cent sollen schon an ihren Veranstaltungen teilgenommen haben. Für die Geschäftsfrau lief es bislang ziemlich rund - bis Corona kam. Als sich das Virus auf der Welt verbreitete, konnte auch Kamel-Uschi ihre Events nicht mehr anbieten. Nach acht harten Monaten in einem der strengsten Lockdowns auf der Welt kann sie nun zwar wieder mit ihrem Geschäft beginnen, doch das erste „After-Corona-Event“ wird zum Desaster.

Goodbye Deutschland (Vox): Erstes „After-Corona-“Event läuft völlig aus dem Ruder

Während der Dreharbeiten sind in Dubai Feste mit zu 30 Personen erlaubt, wie in der vierten Folge der aktuellen „Goodbye Deutschland“-Staffel berichtet wird. Eine Chance, die auch Uschi Musch nutzt, um ihre Kamel-Events anzubieten. Für das erste „After-Corona-Event“ hat sich eine Familie angemeldet, die bei Uschi einen Kindergeburtstag mit acht Erwachsenen und 14 Kindern feiern möchte. Mit ihren Angestellten bereitet sie verschiedene Beduinenzelte vor, die sie mitten in der Wüste platziert. Nach arabischer Tradition, auf die Uschi besonders viel Wert liegt, wird auch ein Essen mit der Geburtstagsgesellschaft stattfinden.

Schon während der Vorbereitungen merkt man der Kult-Auswanderin ein leichtes Stresslevel an. „Wir haben keine Zeit, die Leute kommen doch gleich“, schimpft sie ihre Mitarbeiter und packt schließlich auch selbst mit an. An alles muss gedacht werden. Deshalb kontrolliert die Chefin selbst nochmals Küche und Gästetoilette: „Sieht doch gut aus.“ Unnötiges Gerümpel muss noch entfernt werden, da der Kamel-Züchterin für das Aufräumen in den letzten Monaten die Energie fehlt. Als alles steht, kommen auch schon die Gäste. Doch das Event entwickelt sich anders als geplant und droht plötzlich, aus dem Ruder zu laufen.

Goodbye Deutschland (VOX): Kamel-Züchterin brüllt Kindergäste an - „Herrgottsack!“

Nachdem der Geburtstagskuchen, der von einem in Dubai ansässigem deutschen Bäcker stammt, angeschnitten und „Happy Birthday“ auf Arabisch gesungen ist, geht es für die Gäste auf den Rücken der Kamele. Uschi verkündet die Aufteilung, die ausgelassene Kinderschar ist bereits ganz aufgeregt und schnattert währenddessen wie wild. Die Kamel-Züchterin ist gleichzeitig vor die Aufgabe gestellt, ihre nervösen Kamele zu beruhigen. Als die Kinder auf den Tieren sitzen und eines sich bewegt, schreien und kreischen diese.

Doch das ist für Uschi zu viel und ihr reißt die Hutschnur. Zum Wohle ihrer Tiere muss sie ein Machtwort sprechen - oder besser gesagt schreit sie es: „Seid still! Seid endlich ruhig!“, fährt sie ihre kleinen Gäste an. „Schreit und kreischt nicht, die Kamele werden nervös! Herrgottsack!“, brüllt sie fluchend weiter. Uschis Nerven liegen blank. In einem Einspieler nach der Veranstaltung gibt sie zu: „Es war anstrengend.“ Ihre Kunden hatten sich nach dem Verzicht während des Lockdowns „nach dem ganzen Corona-Zirkus und dem Eingesperrt-Sein“ eben besonders auf das Event gefreut. Die kleinen Gäste waren wohl deshalb dementsprechend aufgekratzt. „Die haben sich ausgetobt“, bringt die Schwäbin dennoch auch Verständnis für deren Verhalten auf. Doch auch die Erwachsenen bereiten ihr plötzlich große Probleme.

Goodbye Deutschland (VOX): Auswanderin Kamel-Uschi hat Ärger mit Event-Gästen

Als sich Kinder und Tiere beim Kamel-Ausritt wieder beruhigen, folgt der nächste Ärger. Die Väter düsen mit ihren Jeeps durch die Wüste zum Platz, an dem das Event stattfindet. Aufgebracht wendet sich Uschi an eine Teilnehmerin: „Ich möchte nicht, dass die weiterhin hier rumfahren. Das war nicht ausgemacht, das hättest du mir sagen müssen. Das ist hier nicht erlaubt“, sagt sie völlig entrüstet. In der Gegend befinden sich mehrere Farmen und auch Wildtiere, die durch die Autos gestört werden. Zwar hat Uschi mit ihrem Event ein wenig ihre Kasse auffüllen können, ihr Fazit am Ende des Tages ist dennoch nüchtern: „Die waren sehr aktiv, das war für mich etwas stressig.“ (jbr)

Auch Auswanderer und „Goodbye Deutschland“-Star Angelo Kelly und seine Familie traf die Corona-Zeit hart.

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