Jauch vs. ZDF-Gangsterfilm: Knapper Sieg im Quotenduell zwischen „Wer wird Millionär?“ und „Der Millionenraub“
„Wer wird Millionär?“ ist am Montagabend bei RTL gesetzt – beim ZDF wird aktuell durch gewechselt. Hatte ein Gangsterfilm Chancen im Quotenkampf?
Hürth/ Mainz – Günther Jauch (67) und „Wer wird Millionär?“ sind bei RTL seit Jahren Quotengaranten – kein Wunder, dass an Ostern sogar ein Special über zwei Tage lief. Während die Quizshow ihren Platz am Montagabend aktuell sicher hat, setzt das ZDF beispielsweise auf Abwechslung. Nach einer Royal-Doku in der Vorwoche wurde am 9. April 2024 zur Primetime auf Action gesetzt. Doch wie kam der Bankraub-Krimi „Der Millionenraub“ bei den Zuschauern zu Hause an?
Quotenkampf zwischen RTL und ZDF: „Wer wird Millionär?“ muss sich geschlagen geben
Günther Jauch wurde bei „Wer wird Millionär?“ zwar von der filmreifen Liebesgeschichte einer Kandidatin überrascht. Spannend genug fanden das viele Zuschauer aber nicht. Bei einem Blick auf die dwdl-Zahlenzentrale zeigt sich nämlich: Beim Gesamtpublikum ab drei Jahren holt sich „Der Millionenraub“ im ZDF den Tagessieg. Mit 4,98 Millionen Zuschauern sichert sich der Mainzer Sender einen Marktanteil von 20,1 Prozent – absolute Spitze, nicht nur zur Primetime. Viele Fans wollten wohl unbedingt sehen, wie sich die Geschehnisse nach einem Überfall auf einen Acht-Millionen-Euro-Geldtransporter entwickeln.
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„Wer wird Millionär?“ zieht zwar den Kürzeren, kann sich aber dennoch über eine solide Reichweite freuen. Denn mit durchschnittlich drei Millionen Zuschauern kann RTL immerhin einen Marktanteil von 13,7 Prozent verzeichnen – Platz zwei zur besten Sendezeit. Beim jungen Publikum (14 bis 49 Jahre) sieht es ebenfalls gut aus: Dort holt die Quizshow die beste Quote der Primetime-Formate und liegt mit 0,54 Millionen Zuschauern (12,3 Prozent) zumindest in der werberelevanten Zielgruppe vor dem ZDF (0,32 Millionen Zuschauer, 6,6 Prozent).
Welche Zuschauerzahl holte in Deutschland den Rekord?
Am 13. Juli 2014 schrieb die ARD Fernsehgeschichte: Das Fußball-WM-Finale Deutschland gegen Argentinien (1:0 n. V.) sahen Schätzungen zufolge sage und schreibe 34,65 Millionen Menschen an ihrem eigenen Fernsehgerät. Irre: Personen, die etwa beim Public Viewing oder in Bars das Spiel mitverfolgten, wurden bei dieser Zählung nicht berücksichtigt. Die tatsächliche Zahl dürfte demnach noch einmal erheblich höher ausfallen.
Öffentlich-rechtlicher Vergleich: Auch die ARD liefert am Montagabend ab
Die ARD zeigt sich beim jungen Publikum am Montagabend besonders stark – denn „Hirschhausen und die Abnehmspritze“ lockte dort 0,53 Millionen Menschen vor die Bildschirme und bescherte dem Sender 11,5 Prozent der Marktanteile. Beim Gesamtpublikum konnte die Drei-Millionen-Marke allerdings nicht geknackt werden (2,83 Millionen, 11,6 Prozent).
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Am Ostersonntag hatte das ZDF bereits auf die richtige Konkurrenz für Günther Jauch gesetzt. Denn der Sieg im Quotenduell zwischen „Wer wird Millionär?“ und „Das Traumschiff“ ging an Florian Silbereisen (42) und die Crew der MS Amadea. Verwendete Quellen: dwdl.de