1. tz
  2. TV

102 Euro im Monat: „Hartz und herzlich“-Liebling bekommt Geld vom Amt gestrichen

Erstellt:

Von: Sina Koch

Kommentare

„Hartz und herzlich“ – Christines Hartz IV-Satz wurde drastisch gekürzt. Ihr wurde Unterhalt angerechnet, den die 45-Jährige gar nicht erhält. Die Mannheimerin ist verzweifelt:

Mannheim Waldhof – hier bestimmen finanzielle Sorgen und Enttäuschungen das Leben von vierfach-Mama Christine. Am Rande der Benz Baracken von Mannheim wohnt sie in einer Mietwohnung. Ob Geldmangel, Schulden oder Sanktionen vom Amt: Jeder Benz-Barackler hat sein Päckchen zu tragen. Das bekommt auch die 45-Jährige in der neuesten Folge von „Hartz und herzlich - Tag für Tag Benz-Baracken“ zu spüren, berichtet MANNHEIM24.

„Hartz und herzlich“: Christines Hartz IV-Satz wird gekürzt – ihr bleiben 102 Euro im Monat

Die alleinerziehende Christine und ihre beiden jüngsten Kinder leben von Hartz IV. In der 70. Folge „Hartz und herzlich“ aus Mannheim hat die 45-Jährige ein unverhofftes Schreiben vom Amt erhalten, das ihr große Sorgen bereitet: „Ich kam heim, ging an den Briefkasten und da war ein neuer Bescheid drin. Ich mache ihn auf, gucke ihn mir an und dachte: Ey, dass kann es jetzt nicht sein?! 102 Euro soll ich nächsten Monat kriegen.“

Das Amt habe Christine den Unterhalt von Sohn Jason angerechnet. Das ist ein Problem, denn die Alleinerziehende bekommt seit Jahren keine Unterhaltszahlungen von Jasons Vater. Wieso auf einmal Unterhalt für ihren 14-Jährigen Sohn angerechnet wird, kann Christine sich nicht erklären. Nach den Abzügen würden der Mannheimerin nun nur noch 102 Euro zum Leben übrig bleiben. Auch „Hartz und herzlich“-Liebling Jonas erlebt einen finanziellen Rückschlag.

„Hartz und herzlich“: Trotz Beschwerde bei der Beistandschaft – Christine bekommt weniger Geld

Die Kürzung des Hartz IV-Satzes ist für die 45-Jährige problematisch. Deshalb hat sie sich umgehend an die Beistandschaft gewendet, die die Unterhaltsangelegenheit für sie klären soll. Doch vergebens wartet Christine auf einen Änderungsbescheid, mit dem sie wieder zu ihrem vollen Hartz IV-Satz kommen würde.

Der Kontoauszug macht die Mannheimerin sprachlos: Tatsächlich hat Christine für den Monat nur rund hundert Euro zur Verfügung. „Das war ein Schlag ins Gesicht“, verrät die Alleinerziehende. Sie ist enttäuscht, dass der besprochene Änderungsbescheid nicht eingetroffen ist, obwohl sie den zuständigen Sacharbeitern ihre Lage ausführlich geschildert hat.

„Hartz und herzlich“ in Mannheim: Christine ist verzweifelt – „dann klaue ich“

Christine ist verzweifelt und kann die Abzüge nicht nachvollziehen: „Das ist grauenvoll, ich hasse es vom Jobcenter zu leben“, beteuert die 45-Jährige in der Sozialdoku. Ihre letzte Anlaufstelle: Die Unterhaltsvorschuss-Kasse. Hier mochte die Hartz IV-Empfängerin beweisen, dass sie tatsächlich keinen Unterhalt von Jasons Vater erhält und Widerspruch einlegen.

Die Alleinerziehende ist davon ausgegangen, dass das Missverständnis mit dem Jobcenter längst beseitigt wurde. „Ich muss jetzt irgendwie damit klarkommen [...] Wenn alle Sticke reißen und ich kann nicht mehr, dann geh‘ ich klauen. Dann klaue ich so, dass ich erwischt werde – und dann sage ich den Beamten, was Sache ist [...] wenn das Jobcenter so etwas abzieht“, schimpft Christine in der RTLZWEI-Sendung. (sik)

Auch interessant

Kommentare