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Helene Fischer persönlich wie nie? Neue ZDF-Doku enttäuscht Erwartungen der Zuschauer

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Von: Hannes Niemeyer

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Es sollte so „persönlich wie nie“ werden: Am Samstagabend zeigte das ZDF die Helene-Fischer-Doku „Im Rausch der Sinne“. Die Erwartungen einiger Fans wurden aber nicht erfüllt.

München - Echte Fans von Helene Fischer kommen seit Wochen aus dem Jubeln nicht mehr raus. Die Gründe zum Feiern überschlagen sich. Angefangen mit der Baby-News, bis hin zu ihrem neuen Album „Rausch“, das am 15. Oktober erschien - und auf dem sie in einem Song auch die Trennung von ihrem Ex-Freund verarbeitet. Nächster Grund für Luftsprünge: Am Samstag (16. Oktober) lief eine ganz besondere Doku über die Schlager-Queen.

Zu einer Top-Sendezeit um 21.45 Uhr zeigte das ZDF dort den Film „Im Rausch der Sinne“. Angekündigt wurde der Streifen mit der hohe Erwartungen steckenden Beschreibung als „Reise durch das neue Album und die Seele der Künstlerin“. Fischer selber erklärte dazu: „So persönlich habe ich mich noch nie gezeigt“. Die hohen Erwartungen wurden aber wohl nicht bei allen Fans erfüllt.

Helene Fischer: „Im Rausch der Sinne“ auf ZDF - Emotionale Szenen, doch die Tiefe fehlt

Immerhin: Auf ein paar private Momente durfte man sich als Schlager-Fan doch freuen. So gab es zum Beispiel eine kurze Szene, in der die Musikerin ihren Partner, Thomas Seitel, küsste - was auf Twitter regelrechte Begeisterungsströme auslöste. Allerdings schwärmten längst nicht alle über den Film. Der Vorwurf: Es wurde eben viel mehr die Reise durch das neue Album als die Reise durch die Seele der Künstlerin.

Dass in solchen Fällen natürlich gern mal die neue Musik des Stars im Vordergrund steht, ist klar. Einblicke zu Proben und in die Arbeitsmentalität von Helene Fischer gab es zwar auch. Ansonsten wird eher eine Stunde lang das neue Album in jeglicher Variation präsentiert und inszeniert. Vielen Zuschauern fehlte es offenbar an Tiefe, an Persönlichkeit. Auf Twitter gab es dementsprechend Feedback.

Einige Fans enttäuscht über Helene Fischers Doku: „Werbung zur besten Sendezeit“

„Eine Stunde Werbung für ein neues Album und das zur besten Sendezeit!“, echauffiert sich jemand im Kurznachrichtendienst und fügt noch an: „Bei Stefan Raab wurde wenigstens noch Dauerwerbesendung eingeblendet“. Ein weiterer schreibt: „Ich liebe Helene wirklich, aber hatte mir unter einem ‚Film‘ etwas mehr vorgestellt, als nur alle Musikvideos des neuen Albums aneinander gereiht“.

Neben einigen kritischen Stimmen ist aber auch das positive Echo auf den Film gigantisch. Besonders die kurze Kuss-Szene von Helene Fischer mit Thomas Seitel wird als besonderer Moment abgefeiert. Einige User sind wegen des Films auch „einfach nur verliebt“. Etliche finden den Film „wunderschön“. Auch reichlich Beichten über Tränen bei besonders emotionalen Songs gibt es.

Trotz der gemischten Gefühle scheint die ZDF-Doku also ein Erfolg gewesen zu sein. Das kann man allerdings von Helene Fischers Album-Livestream so nicht sagen - für viele Zuschauer wurde der zu einem Fiasko. (han)

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