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Hoch im Norden: Katharina Schlothauer auf Mördersuche

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Der Flensburg-Krimi
Antoine (Eugene Boateng) und Svenja (Katharina Schlothauer) in einer Szene aus „Der Flensburg-Krimi: Der Tote am Strand“. © Christine Schroeder/WDR/NDR/ARD Degeto/dpa

6,21 Millionen Zuschauer haben vor einem Jahr den neuen „Flensburg-Krimi“ eingeschaltet - ein klarer Quotensieg. Dennoch kam bisher kein Nachschub. Fans können noch mal das Debüt erleben.

Flensburg - Der erste Fall für das Ermittlerduo Svenja Rasmussen (Katharina Schlothauer) und Antoine Haller (Eugene Boateng): Die Leiche eines Dänen wird bei Flensburg an den Fördestrand gespült. Bei dem Toten handelt es sich um Christian Rommedahl, der mit seiner Frau Grete (Lise Risom Olsen) in einem kleinen Dorf nahe dem dänischen Sønderborg lebte, also nicht weit von der Grenze. Welche der vielen Spuren führt zum Mörder?

Der „Flensburg-Krimi“ im Ersten erlebte vor einem Jahr mit 6,21 Millionen Zuschauern ein sehr erfolgreiches Debüt. Seitdem kamen keine neuen Folgen im Fernsehen. Stattdessen kann man noch mal auf Anfang gehen und am Donnerstag um 20.15 Uhr den Fall „Der Tote am Strand“ sehen.

In das Visier der beiden Ermittler gerät Rommedahls Freund, Lasse Jørgensen (Andreas Grötzinger), mit dem er eine Bootswerkstatt betrieben hat. Eine weitere Spur führt zum verwitweten Flensburger Spirituosenhändler Philipp Schaaf (Max von Pufendorf). Denn auf dem Handy des Toten werden Fotos von Schaafs Tochter Lisa gefunden.

Rasmussen kehrt in „Der Tote am Strand“ in ihre alte Heimat zurück, die sie vor einigen Jahren in Richtung Hamburg verlassen hat. Hier lebt sie mit ihrer Partnerin, einer Anwältin. In Flensburg will sich Rasmussen um ihren Vater Morten (Uwe Rohde) kümmern, den ehemaligen Leiter des Flensburger Reviers. Dieser leidet an Psychosen, seit sich Svenjas Bruder Lorenz, ebenfalls Polizist, umgebracht hat.

Auch das Thema Rassismus, mit dem der schwarze Polizist Haller oft konfrontiert wird, spielt eine Rolle. Es sei ihm schon wichtig, Rassismuserfahrungen darzustellen, sagt Boateng im dpa-Interview. Gut finde er aber, dass dieser Aspekt in diesem Krimi nur beiläufig thematisiert worden sei. „Ich wollte keinen Film über Rassismus.“

„Die Svenja ist schon eine sehr besondere Figur“, hat Schlothauer 2021 der dpa gesagt. „Sie hat einen sechsten Sinn für Dinge und eine große Empathie. Sie beobachtet und versucht zu verstehen, anstatt gleich zu urteilen.“ Zugleich trage Svenja ein Gefühl in sich, „mit dem sie umgehen muss, eine Schuld, die es zu überwinden gilt“. Auch das Duo sei besonders, findet Schlothauer. „In ihren Eigenheiten ergänzen sie sich und halten sich den Rücken frei.“ Sie schätze seine etwas kriminelle Energie, weil er genau wie sie Sachen anders mache. Was Rasmussen nicht so schätzt, ist Hallers sehr entspannte Fahrweise.

In Wirklichkeit fahre er aber nicht so, so damals Boateng. „Ich habe eher 'nen Bleifuß.“ Ähnlicher sei er seiner Figur, was die Weltanschauung angehe: „wie er nach Gerechtigkeit sucht und die Welt zu einem besseren Ort machen will, das ist glaube ich sehr ähnlich“.

Ermittelt wird beiderseits der Grenze und Rasmussen spricht selbstverständlich auch dänisch - wie in der Realität so viele in der Region. Umgekehrt sprechen viele Dänen im Grenzland deutsch. Ein Umstand, der Schlothauer, die während des Drehs ebenso wie Boateng erstmals in Flensburg war, beim Dreh auffiel. „Wie zweisprachig das Gebiet ist, war mir vorher nicht bewusst und fasziniert mich“, sagt sie. „Wie Grenzen und Nationalitäten ineinander fließen und verschwimmen, das mag ich und ist eine wichtige Erinnerung.“ dpa

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