Jauch im Interview: "Es ist jetzt auch gut "

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Günther Jauch

Köln - Am heutigen Mittwoch geht eine Ära zu Ende: Nach über 20 Jahren gibt Günther Jauch (54) die Moderation von Stern TV ab, weil er ab Herbst im Ersten den Polittalk am Sonntag moderiert. Das Interview.

Im Interview spricht der Wahlpotsdamer über seinen Abschied und darüber, was er seinem Nachfolger mit auf den Weg gibt.

Herr Jauch, über 20 Jahre haben Sie das ­Magazin „Stern TV“ geprägt, nun sagen Sie ­Servus. Wehmütig?

Günther Jauch: Natürlich kommt da auch Wehmut auf, zumal ich die Sendung mit aufgebaut und über einen wirklich sehr langen Zeitraum moderiert habe. Aber nach annähernd 21 Jahren kann man guten Gewissens sagen, es ist jetzt auch gut.

Was hat neben dem für Herbst 2011 geplanten Polittalk in der ARD den Ausschlag für die vorzeitige Übergabe an Ihren Nachfolger Steffen Hallaschka gegeben?

Jauch: Ich habe mich gefragt, ob ich nicht besser zu einem Zeitpunkt aufhöre, wo es noch Zuschauer gibt, die das bedauern, anstatt so lange mit dem Krug zum Brunnen zu gehen, bis er bricht. Ich finde es grundsätzlich wichtig, dass man zur rechten Zeit geht.

Soldat oder Zivi: Was die Promis machten

Bund oder Zivildienst. Diese Frage stellt sich allen jungen Männern, sobald der Musterungsbescheid ins Haus flattert. Jetzt wurden beide Dienste auf sechs Monate verkürzt. Wir zeigen, welcher Promi Soldat war und wer als Zivi diente. © dpa
Harald Schmidt leistete seinen Zivildienst im Pfarrbüro der Kirchengemeinde Nürtingen (Baden-Württemberg). Auf die Frage, warum er nicht zum Bund gegangen sei antwortete Schmidt: Weil Zivildienstleistende nicht mit der Waffe töten dürfen, versuchen sie es mit Essen auf Rädern.  © dpa
Michael "Bully" Herbig dagegen leistete seinen Werhdienst mit der Waffe in der Hand beim Bund. © dpa
Der Terminator als Zivi? Absurde Vorstellung. Deswegen diente Arnold Schwarzenegger auch als Panzerfahrer beim österreichischen Bundesheer. Für eine Bodybuilding-Meisterschaft türmte er sogar aus seiner Kaserne. © dpa
Moderator und Musiker Götz Alsmann war ebenfalls beim Bund. Seine heutige Frisur passte aber wohl nicht unter den Helm. © dpa
Tote-Hosen-Sänger Campino war dagegen Zivi. Er leistete seinen Dienst in der Rheinischen Landesklinik für Psychiatrie in Düsseldorf. © dpa
Moderator und Promi-Versteher Reinhold Beckmann war Zivi in einer Jugendbildungseinrichtung. © dpa
Entertainer Thomas Gottschalk war weder Soldat noch Zivi. Er wurde als Halbwaise ausgemustert. © dpa
Gottschalks Kollege Günther Jauch entkam dem staatlichen Zwangsdienst aus einem ganz anderen Grund: Er lebte in Berlin - die Stadt war durch das Viermächteabkommen entmilitarisiert. West-Deutsche mit Wohnsitz im Westteil Berlins wurden nicht eingezogen. © dpa
RTL-Moderator Oliver Geissen ging dagegen zum Bund und robbte mit dem Gewehr in der Hand über den Boden. © dpa
Komiker Dirk Bach leistete seinen Zivildienst in Köln. © dpa
Unser Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) diente selbstverständlich in der Bundeswehr. Er leistete seinen Wehrdienst bei den Gebirgsjägern in Mittenwald. © dpa
Nationalspieler Lukas Podolski diente dem deutschen Staat als Zivi. Von April bis Dezember 2005 leistete Poldi seinen Zivildienst mit einer Sonderregelung für Spitzensportler von 15 Stunden pro Woche - und zwar im Olympia-Stützpunkt im heimatlichen Köln. © dpa
Auch Poldis Nationalmannschaftskollege Per Mertesacker war Zivi. Er diente in einer geschlossenen Anstalt für Geistigbehinderte. Mertesacker: "Für mich war das ein guter Ausgleich neben dem Fußball." © dpa
Der King of Rock 'n' Roll diente als G.I. für die US-Army in Deutschland. Elvis Presley leistete seinen Wehrdienst unter anderem von 1958 bis 1960 im Panzerbatallion der 3rd Armored Division in Friedberg (Hessen). © dpa
DSDS-Gewinner Alexander Klaws wurde wegen einer Wespengift-Allergie ausgemustert. © dpa
Sat1-Moderator Kai Pflaume war Soldat. Er diente in der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR. © dpa
"Isch hab' gedient", kann Hape Kerkeling sein. Und zwar als Zivi. © dpa
War ebenfalls Zivildienstleistender: Schwimmstar Paul Biedermann. © dpa
RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel kennt dagegen den Drill auf dem Kasernenhof: Er war bei der Bundeswehr. © dpa
Auch Starkoch Johann Lafer war Soldat. Er diente im österreichischen Bundesheer. © dpa
Ex-Nationalspieler Marco Bode war Zivi. Nach eigenen Angaben erfuhr er im Altenheim „wahren Wert der Gesundheit und Jugend“. © dpa
Moderator Stefan Raab leistete 1986/1987 seinen Grundwehrdienst bei der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums in Köln-Wahn ab. © dpa
Komiker Hans Werner Olm entging seiner Einberufung, indem er nach West-Berlin zog: „Ich hatte keine Lust auf Bundeswehr. Und in Berlin war man davon befreit.“ © dpa
Ex-Boxweltmeister Henry Maske war Soldat in der DDR. Er brachte es sogar zum Offizier der NVA. © dpa
Im Westen diente Moderator Jürgen von der Lippe beim Bund. Und zwar in Olivgrün. Hawaii-Hemden sind im Manöver eher unpraktisch. © dpa
Schauspieler Til Schweiger leistete kurzzeitig seinen Wehrdienst beim Bund. Dann verweigerte er den Dienst an der Waffe aus Gewissensgründen und wurde Zivi im Krankenhaus. © dpa
Muskelmann Ralf Möller dagegen zog seinen Wehrdienst beim Bund durch. Er berichtet: "Ich habe meinen Wehrdienst bei den Pipeline-Pionieren absolviert, von 1979 bis 1981, Bataillon 840 in Wuppertal-Elberfeld." © dpa
BAP-Sänger Wolfgang Niedecken diente als Zivi. Er wurde in der Altenbetreuung und beim Essen auf Rädern in Köln eingesetzt. © dpa
Rodel-Olympiasieger Georg Hackl war Sportsoldat bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Bischofswiesen. Er brachte es bis zum Dienstgrad eines Stabsfeldwebels. © dpa
Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) war zwar ein guter Fußballspieler und bestimmt tauglich. er wurde aber als Sohn einer Kriegerwitwe nicht eingezogen. © dpa
Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) Philipp Rösler war Sanitätsoffizier bei der Bundeswehr. © dpa
Grünen-Fraktionsvorsitzender musste nach dem Abitur zunächst zum Bund. Seine Kriegsdienstverweigerung war zunächst nicht anerkannt worden. Er klagte sich allerdings in den Zivildienst und arbeitete in einem Heim für schwer erziehbare Jungen bei Bremen. © dpa
Komiker Mike Krüger ging zum Bund. Er war Funkfernschreiber bei der Marine in Glücksburg, Flensburg sowie beim Marinefliegergeschwader 1 (MFG1) in Kropp/Jagel. © dpa
CSU-Ehrenvorsitzender Edmund Stoiber sitzt auf diesem Bild zwar im Panzer. Er absolvierte seinen Grundwehrdienst aber bei der Gebirgsdivision in Mittenwald und Bad Reichenhall. © dpa
Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele diente beim Bund. Er lehnte aber die übliche Beförderung zum Gefreiten ab. © dpa
Er hatte ein Gewehr in der Hand und war ein Soldat: Komiker Bernd Stelter war in Unna-Königsborn im Nachschub-Bataillon stationiert. © dpa

„Stern TV“ ist unbestritten eine prägnante Marke in der TV-Landschaft …

Jauch: Ja, das ist es, weil die Sendung so untypisch ist. Ich glaube, wenn man einem Sender heute so ein Format, so eine Wundertüte im Fernsehen anbieten würde, wo innerhalb von 105 Minuten im Grunde alles stattfinden kann, würde kaum ein Verantwortlicher zustimmen. Bei Stern TV funktioniert das, weil es schon so lange läuft und die Leute es gut finden, nicht ausschließlich mit Politik, Sport oder Verbraucher­themen bedient zu werden.

Was geben Sie Steffen Hallaschka, der in Ihre Fußstapfen treten wird, mit auf den Weg?

Jauch: Erstens ist Steffen Hallaschka kein absoluter Newcomer; er ist auch schon Ende 30. Er hat eine super Karriere im Radio hingelegt und ist eingeführter Moderator beim NDR und der ARD. Und er ist sogar noch zehn Zentimeter größer als ich. Ich glaube, er wird es sehr gut machen. Er hat seinen eigenen Kopf und wird der Sendung seinen eigenen Stempel aufdrücken. Aber man sollte ihm auch einfach Zeit lassen und nicht sofort nach der ersten, zweiten oder fünften Sendung ein Urteil fällen.“

Sie sind Inhaber der Produktionsfirma i&u tv, die „Stern TV“ herstellt. Da empfinden Sie sicherlich auch nach dem Moderationswechsel eine „Fürsorgepflicht“ für die Sendung, oder?

Jauch: Ja, wir produzieren die Sendung weiter, und niemand hat ein größeres ­Interesse, dass die Sendung weiter richtig gut funktioniert und einen festen Platz in der Fernsehlandschaft hat als ich. Ich drücke Steffen Hallaschka die Daumen und werde ihn in Zusammenarbeit mit der Redaktion unterstützen, wo ich kann. Aber er schafft es bestimmt auch ganz ­alleine.

Ralf Schnoors letzte Hürden zur Million: Hätten Sie's auch gewusst?

Hätten Sie die Million auch gewonnen? Sehen Sie hier die Fragen und Antworten... © RTL
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7. „In der Weihnachtsbäckerei …“? (2000 Euro) A: sieht’s oft aus wie Hexerei B: geht’s nicht ohne Sauerei C: gibt es manche Leckerei D: endet’s oft mit Keilerei © dpa
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8. Wo gründete Mutter Teresa 1950 ihren Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“? (4000 Euro) A: Yokohama B: São Paulo C: Kalkutta D: Nairobi © dpa
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9. Seit dem 1. November gibt es in Deutschland erstmals eine …? (8000 Euro) A: Bundestagspräsidentin B: Bundesratspräsidentin C: Bundesstaatspräsidentin D: Bundesministerpräsidentin © dpa
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10. Was ist für den Engländer ein „ladybird“? (16 000 Euro) A: Marienkäfer B: Mistkäfer C: Kartoffelkäfer D: VW-Käfer © dpa
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11. Als was machten sich Rudolf Caracciola, Bernd Rosemeyer, Hermann Lang und Karl Kling einen Namen? (32 000 Euro) A: Dirigenten B: Modedesigner C: „Lindenstraße“-Darsteller D: Autorennfahrer © dpa
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12. Welches grimmsche Märchen spielt zu einer Zeit, „als große Teuerung ins Land kam“? (64 000 Euro) A: Schneewittchen B: Aschenputtel C: Rotkäppchen D: Hänsel und Gretel © dpa
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13. Was hat geografisch betrachtet genau neun Anrainerstaaten? (125 000 Euro) A: Victoriasee B: Ostsee C: Mittelmeer D: Atlantik © dpa
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14. Was kann als „Vorfahr“ des Schmerzmittel-Wirkstoffs ASS bezeichnet werden? (250 000 Euro) A: Lindenblüten B: Mariendisteln C: Weidenrinde D: Nelkenblätter © dpa
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15. Wie heißt die erste deutsche Briefmarke, die 1849 in Bayern herausgegeben wurde? (Millionenfrage) A: Schwarzer Einser B: Roter Zweier C: Gelber Dreier D: Blauer Vierer © dpa
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Richtige Antwort: A © dpa
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