„Wusste überhaupt nicht, was da draufsteht“

Judith Rakers moderierte angetrunken die „Tagesschau“

Judith Rakers in der BR-Sendung „Ringlstetter“.
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Judith Rakers in der BR-Sendung „Ringlstetter“.

In der BR-Sendung „Ringlstetter“ gesteht Judith Rakers: Sie moderierte angetrunken eine „Tagesschau“-Sendung. Ungeplant ging es vom Italiener ins Studio - in neun Minuten.

München - „Die ganze süße Plörre, die keiner trinken mag - ich liebe sie“, verkündete Judith Rakers gleich zu Beginn ihres Auftritts in der BR-Sendung „Ringlstetter“. Gemeint ist damit besonders süßer Alkohol, worauf hin die „Tagesschau“-Moderatorin und ihr Gegenüber Waldemar Ringlstetter, einen Aperol gereicht bekommen.

Judith Rakers (Tagesschau/ARD): Leicht angetrunken vor der Kamera

Eine ähnliche Situation mit Alkohol ging aber fast schon einmal schief, berichtet Rakers dann - und zwar ausgerechnet vor der Live-Kamera der ARD-Nachrichten. Moderator Ringlstetter fragt nach: „Ich habe irgendwo mal gelesen glaube ich, dass du mal angetrunken ne ‚Tagesschau‘ moderiert hast. Ist das richtig?“ Judith Rakers muss lachen und antwortet sarkastisch und mit erhobenem Zeigefinger: „Komisch, dass du dir genau diese Geschichte aus meinem Lebenslauf rausgesucht hast.“ Stimmt aber. Und dazu gibt es natürlich auch eine Geschichte - denn das Ganze war natürlich nicht geplant, sondern ein Versehen.

Judith Rakers Getränk passt sogar zum Kleid.

Judith Rakers (Tagesschau/ARD): Mit Wein beim Italiener statt im Studio

Die 45-Jährige erzählt: „Ich hatte mich in dem Tag vertan, dass ich Nachtschicht habe. Ich war mit einer Freundin abends beim Italiener. Habe fiese.... rote Plörre, alkoholische, zu mir genommen und war leiiicht angeschäkert. Und dann kam der Anruf von den Kollegen der ‚Tagesschau‘: ‚Judith, wo bist du?‘ - Und ich so: Im Restaurant, wieso?“ Dabei imitiert die Moderatorin eine betrunkene Stimme. „Ja, du hast Sendung!“, hieß es aufgeregt an der anderen Seite des Telefons.

Judith Rakers (Tagesschau/ARD): Neun Minuten für den Arbeitsweg

Judith Rakers entgegnete zunächst noch überzeugt: „Ne, ich habe morgen Sendung, das muss ein Versehen sein.“ Die Zuständigen guckten noch einmal in den Dienstplan - aber Judith Rakers hatte Schicht. Danach wurde es dann aber erst so richtig schlimm: Die „Tagesschau“ mit Rakers sollte schon in neun Minuten auf Sendung gehen.

Judith Rakers (Tagesschau/ARD): „Ich habe funktioniert“

Mehrere Dinge gingen schief, es fiel lange nicht auf, dass die Moderatorin fehlte. „Dann bin ich ins Auto und ... ich hoffe, es ist inzwischen verjährt... ich bin auch über so dunkelgelbe, orange Lampen, Ampeln, rüber...“, erzählt Rakers. Angekommen, rannte sie dann ohne vorher in die Maske zu gehen direkt vor die Kamera. „In 20 Sekunden. Ich hatte diesen Zettel mit Nachrichten in der Hand, ich wusste überhaupt nicht, was da draufsteht, und habe dann nur gesehen ‚Gott, du hast ja noch nen Pferdeschwanz‘, hab mir das Haargummi irgendwie raus, einmal geschüttelt und dann war auch schon die Kamera auf mich mit Rotlicht und dann habe ich gelesen“, erzählt die Sprecherin.

Trotz großer Aufregung ging aber alles gut und die Zuschauerinnen und Zuschauer dürften nichts gemerkt haben: Eine lallende oder sich versprechende Frau Rakers gab es nicht: „Ich habe funktioniert“ Und schlussfolgert: „Man lernt in solchen Situationen, dass man sich verlassen kann auf sich.“

Kürzlich zeigte sich Rakers auch mit Kollegin Miosga im Partnerlook.

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