Wegen Corona-Pandemie

Einstiger RTL-Schauspieler arbeitet heute als Sanitäter - „Zehn Monate lang keinen Cent verdient“

Tolga Seker posiert vor einem Rettungswagen.
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Tolga Seker posiert vor einem Rettungswagen.

Vom Schauspieler zum Rettungssanitäter: „Köln 50667“-Darsteller Tolga Seker sah sich gezwungen, den Job zu wechseln. Die Corona-Pandemie stürzte ihn beinahe in den finanziellen Ruin.

München - Die Corona-Krise hat viele Künstler und Kulturschaffende stark getroffen. Nach einem Jahr Pandemie stehen einige vor dem Nichts. So mancher hat sich deshalb längst ein zweites Standbein aufgebaut oder komplett umgesattelt. So auch Schauspieler Tolga Seker (31), der aus Serien wie „Köln 50667“ (RTL II) und „Unter uns“ (RTL) bekannt ist. Auch im „Tatort“ aus Köln war er 2020 zu sehen.

Bekannt wurde er durch das Scripted-Reality-Format „Der Blaulicht Report“ (RTL), in der er 2015 bis 2016 einen Rettungssanitäter spielte. Auch in „Auf Streife – Die Spezialisten“ (Sat.1) spielte er von 2017 bis 2020 einen Sanitäter.

„Unter Uns“-Darsteller Tolga Seker ist jetzt Rettungssanitäter

Die Rolle des Rettungssanitäters kommt bei Tolga Seker nicht von ungefähr, schließlich hat er den Beruf vor seiner Zeit als Schauspieler erlernt. 2013 hat der Kölner aber den Job gewechselt und ist wegen des guten Verdiensts vom Rettungsdienst ins Schauspiel-Fach gewechselt.

Doch jetzt die Rolle rückwärts: Aufgrund der Corona-Pandemie musste Tolga Seker den Schauspiel-Beruf an den Nagel hängen. Der Kölner arbeitet heute wieder in seinem alten Beruf. „Als Sanitäter verdient man vielleicht nicht die Welt, aber immerhin habe ich jetzt wieder ein Einkommen“, erklärte Tolga Seker der Bild diesen ungewöhnlichen Schritt.

Schauspieler Tolga Seker verlor seine zwei wichtigsten Rollen

Tolga Seker schildert, wie prekär die Lage bereits für ihn war: „Ich habe zehn Monate lang keinen einzigen Cent verdient. Ich war kurz vor der Privatinsolvenz. Da musste ich die Notbremse ziehen.“ Seit dem ersten Corona-Lockdown seien keine Angebote mehr gekommen. Sowohl seine Rolle bei „Köln 50667“ als auch „Unter uns“ sei aus den Drehbüchern geschrieben worden. „Weil möglichst wenige Nebendarsteller am Set sein sollten“, erklärte der 31-Jährige. Für die Zukunft wünsche er sich, „dass die Politiker ehrlicher mit uns umgehen und dass sie eine klare Linie fahren. Diese wöchentlichen Änderungen verwirren inzwischen die Menschen und niemand weiß mehr, was erlaubt und was verboten ist.“

Passend zum Thema: 50 Schauspieler und Schauspielerinnen haben mit #Allesdichtmachen Kritik an den Corona-Maßnahmen geübt - doch viele Kollegen und Kolleginnen reagierten mit Unverständnis. (spl)

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