Hinter den Kulissen

Alles Fake? „Love Island“-Kandidatin packt aus: Regieanweisungen & Tricks - das bekamen Zuschauer nicht mit

Jana Ina Zarella formt mit den Händen ein Herz.
+
Jana Ina Zarella begleitet die Zuschauer nach Love Island.

Vor der Kamera gab es bei der jüngsten „Love Island“-Staffel einiges zu sehen. Hinter den Kulissen spielte sich offenbar noch mehr ab. Eine Teilnehmerin packt aus.

Frankfurt - Dass auch die sogenannten Reality-Shows nicht immer die ganze Wahrheit zeigen, dürfte mittlerweile kaum noch jemanden überraschen. Auch das bekannte RTL2-Format „Love Island“ scheint da keine Ausnahme. Nach dem großen Finale der jüngsten Staffel verrät eine der Finalistinnen, was sich jenseits der Kameras abspielte.

Love Island (RTL2): Quarantäne ohne Handy - das soll die Chemie unter den Kandidat:innen verbessern

Denn die Macher der Sendung wenden einige Tricks an, damit vor der Kameras dann auch die Funken sprühen. Finalistin Greta Engelfried erzählt gegenüber Bild, wie sie ihre Zeit bei „Love Island“ erlebt hat. Sie hat in der Sendung ihren Freund Fynn kennengelernt. Gewonnen haben sie am Ende nicht, dafür sind sie glücklich zusammen. Dass es zwischen ihnen und anderen Paaren gefunkt hat, blieb nicht dem Zufall überlassen.

Schon vor dem Einzug in die Islander-Villa auf Teneriffa musste Greta wohl drei Wochen auf einer Finca in Quarantäne - und das ohne Handy. Dafür gibt es einen guten Grund: Die Teilnehmer:innen sollen sich nicht schon vor dem ersten Treffen eine Meinung voneinander bilden. „Bei ‚Love Island‘ lernen sich die Islander erst beim Einzug in die Villa kennen. Ein Kennenlernen ohne voreingenommener Meinung, zum Beispiel durch vorigen Social-Media-Check oder Spoiler der anderen Teilnehmer, ist der Kerngedanke der Dating-Show“, erklärt ein RTL2-Sprecher gegenüber Bild.

Love Island: Ganzes Team für die Kandidat:innen - so werden die Love Islander betreut

Die drei Wochen in Quarantäne musste Greta aber nicht ganz alleine verbringen. „Mit mir hat eine weibliche Begleitung in der Finca gelebt. Sie ist eine Studentin, die sich dadurch ihr Studium finanziert. Wenn wir uns nicht verstanden hätten, wäre es die Hölle geworden. Zum Glück harmonierten wir gut und sind inzwischen gute Freundinnen“, berichtet Greta dem Blatt. Die Mitbewohnerin ist Teil eines wichtigen Fürsorge-Prozesses. Sender und Produktionsfirma müssen ihre Kandidat:innen nämlich gut betreuen und für ihr Wohl Sorge tragen. Ein Team aus Ärzt:innen und Produktionsmitarbeiter:innen begleiten und betreuen sie schon vor Sendebeginn, in der Quarantäne, während der Dreharbeiten und auch danach.

Das ist wichtig, da die Islander in der Villa eine absolute Ausnahmesituation leben. Sie verbringen ihre Zeit mit zunächst völlig Fremden, werden rund um die Uhr gefilmt und sind so gut wie nie allein. „Du bist ja nie alleine in der Villa. Nur auf dem Klo. Aber selbst dort sind Kameras, die besondere Szenen übertragen, sonst wäre dort ja ein toter Winkel“, erklärt Greta. Durch den intensiven Kontakt zu den anderen entstünden auch stärkere Gefühle.

Love Island: Keine Uhren & wenig Privatgespräche - so hält RTL2 die Spannung hoch

Und noch einen Trick wenden die Macher der Sendung an. Es gibt in der Traumvilla auf Teneriffa nämlich keine Uhren. Denn auf der Suche nach der großen Liebe soll es keinen Zeitdruck geben. „Wenn es Frühstück, Mittag und Abendessen gab, konnten wir die Zeit erahnen. Mittagessen war meist von 12 bis 13 Uhr“, erinnert sich die 21-jährige Greta bei Bild.

Die Strategie scheint aufgegangen zu sein. Schließlich haben sich Greta und ihr Fynn ineinander verliebt und wollen sich nun jenseits der Sendung noch besser kennenlernen. Ihre Zeit bei „Love Island“ scheint Greta gefallen zu haben. Das einzige, was sie gestört hat: manche Anweisungen der Regie. „Die privaten Gespräche zwischen uns wurden leider viel zu wenig gezeigt und bei den Dates bekommt man gerne mal von der Regie gesagt, dass man doch nicht so viel über sich, sondern über die Leute im Haus reden soll.“ (mam)

Auch interessant

Kommentare