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Mazza macht mona lisa: „Ich bin ein moderner Mann“

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Alexander ­Mazza ist der erste Mann in der Geschichte des Frauen­magazins, der „ ML mona lisa“ moderieren darf.

München - Premiere bei ML mona lisa: Zum ersten Mal in der Geschichte des Frauenmagazins darf ein Mann die Sendung moderieren. Alexander Mazza wird an diesem Samstag Barbara Hahlweg ersetzen.

Die tz sprach mit dem 39-jährigen gebürtigen Fürstenfeldbrucker.

Herr Mazza, wann haben Sie das erste Mal „ML mona lisa“ angeschaut?

Alexander Mazza: Ich habe ML mona lisa schon vor vielen Jahren wahrgenommen, weil meine Mutter es gerne schaut, und das auch schon seit geraumer Zeit. Wann ich das erste Mal alleine davorsaß, das weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Aber ich habe es immer auf dem Schirm gehabt.

Damit sind Sie in guter Gesellschaft: 43 Prozent der Zuschauer von „ML mona ­lisa“ sind männlich.

Mazza: Ja, das hat mich auch erstaunt.

Haben Sie eine Erklärung?

Mazza: Männer interessieren sich genauso für das Thema Emanzipation wie Frauen. Sie betrifft ja auch unsere „Männerwelt“ und hat sie ganz schön verändert.

Ihr eigenes Leben auch?

Mazza: Ja, natürlich. Mein Vater zum Beispiel war ein sehr traditioneller Mann. Er hat von seinen Eltern noch vorgelebt bekommen, dass der Mann der Ernährer ist, dass der Mann das Sagen hat und so weiter. Aber mein Vater hat sich irgendwann geöffnet und sich an das „modernere“ Leben gewöhnt.

Woran haben Sie das gemerkt?

Mazza: Als meine Mutter wieder angefangen hat, Vollzeit als Erzieherin zu arbeiten, hat mein Vater zunächst ganz schön geschaut. Aber dann fand er es total in Ordnung und hat angefangen, viele häusliche Aufgaben zu übernehmen. Er hat bei Gelegenheit meine Mutter auch von der Arbeit abgeholt und für sie gekocht. Er war stolz auf sie. Das war schön zu sehen, mein Vater diente mir auch diesbezüglich oft als Vorbild.

Sie werden in wenigen Wochen zum ersten Mal Vater. Wie wird Ihre Rollenverteilung zuhause aussehen?

Mazza: Ich denke schon, dass ich ein moderner Mann bin und Vater sein werde. Auf jeden Fall möchte ich ganz viel Zeit mit meiner Tochter verbringen und meiner Frau helfen. Aber dazu muss man auch sagen, dass wir beide in einer sehr privilegierten Situation leben. Wir arbeiten beide selbständig, meine Frau als Model, ich als Moderator, und wir können uns unsere Zeit in der Regel so einteilen, dass es passt. Da haben es andere schwerer.

Will Ihre Frau wieder arbeiten?

Mazza: Sie will schon so viel Zeit wie möglich mit unserem Kind verbringen. Aber sie möchte auch wieder in ihren Beruf einsteigen. Und das werde ich natürlich unterstützen. Wir schauen mal, wie es läuft.

Wie oft werden Sie für „ML mona lisa“ vor der Kamera stehen?

Mazza: Ich werde Barbara Hahlweg von Zeit zu Zeit unterstützen. Jetzt im Februar haben wir sogar zwei Termine. Das entscheiden wir nach ­Bedarf.

Im Redaktionsteam von „ML ­mona lisa“ finden sich fast ausschließlich Frauen. Macht es für Sie einen Unterschied, ob Sie mit Frauen oder Männern zusammenarbeiten?

Mazza: Für mich persönlich überhaupt nicht. Ich bin mit zwei Schwestern groß geworden und hatte in meinem Berufsleben schon ganz viel mit Frauen zu tun. Das hat immer ganz wunderbar funktioniert (lacht).

Interview: Stefanie Thyssen

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