Hereinspaziert

Vox-Reihe mit Münchner Hotel "Deutsche Eiche"

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Ein Platz an der Sonne: Dietmar Holzapfel auf der Dachterrasse der "Deutschen Eiche".

München - Hereinspaziert! Auf Vox öffnen Hoteliers die Zimmertür und holen sich die Konkurrenz ins Haus. Diese Woche täglich mit dabei: vier Kontrahenten aus Bayern. Darunter auch das Hotel "Deutsche Eiche" in München.

Hereinspaziert! Auf vox öffnen Hoteliers die Zimmertür und holen sich die Konkurrenz ins Haus. In den neuen Folgen der ­Doku-Soap Mein himmlisches Hotel machen versierte Gastronomen untereinander den Bettentest und vergeben am morgen danach Punkte für Lage, Zimmer, Service und Frühstück. Zu gewinnen gibt’s am Ende 3000 Euro. Diese Woche täglich mit dabei: vier Kontrahenten aus Bayern. „Für uns waren es von ­Anfang an Mitbewerber. Wir waren nicht so wahnsinnig ehrgeizig“, sagt Dietmar Holzapfel, der gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Sepp Staller die legendäre Deutsche Eiche im Glockenbachviertel führt.

Das 150 Jahre alte Münchner Traditionshaus hat nicht nur 36 moderne Zimmer und eine spektakuläre Dachterrasse, sondern ist auch einer der ältesten Treffpunkte der schwul-lesbischen Szene. „Wir sind das erste Münchner Hotel, das bei der Sendung mitmacht“, sagt Holzapfel, der in dieser Woche immer um 17 Uhr zum Public Viewing in ­die Reichenbachstraße 13 lädt. „Schließlich ist zusammen schauen doch viel witziger.“

Dietmar Holzapfel und Josef Sattler mit ihren „Konkurrenten“ Sebastian und Susanne ­Reisigle (von re.) vorm Hotel „Deutsche Eiche“.

Witzig waren auch die Dreharbeiten zur Doku-Soap. Gemeinsam mit seinem Partner und Kompagnon Sattler besuchte der 56-Jährige die Mitbewerber in einem Wellnesshotel in Oberstdorf, in einem Seminar- und einem ­Igluhotel in den Bergen. „Wir hatten viel Spaß, aber es gab auch ein paar Tränen und kritische Worte“, erinnert sich Holzapfel. Nicht jeder konnte oder wollte den Rat der Kollegen annehmen. „Schade, wenn jemand beratungsresistent ist und nicht ­versteht, dass manche Tipps zur Verbesserung der Qualität beitragen würden.“

Die beiden Münchner Gastgeber jedenfalls wollen sich immer wieder neu inspirieren lassen. Es hat ein Weilchen gedauert, bis aus der Deutschen Eiche ihr himmlisches Hotel wurde. „Als wir das Haus 1993 kauften, war es ziemlich renovierungsbedürftig. Die Bäder waren auf dem Gang. Und zum Teil konnte man die Kriegsschäden noch sehen.“ Mit viel Liebe und noch mehr Geld bauten Holzapfel und Staller die Räumlichkeiten um. Zuletzt kämpften sie für die Genehmigung ihrer 60 Quadratmeter großen Dachterrasse, auf der sich auch Nicht-Hotelgäste ein Frühstück an der Sonne schmecken lassen können.

Den bayerischen Mitbewerbern hat’s in dem kleinen feinen Stadthotel gut gefallen, so viel darf verraten werden. Vielleicht, weil sie mit einer Schnitzeljagd über den Viktualienmarkt überrascht wurden, vielleicht, weil in der Deutschen Eiche, die am Donnerstag ihren großen Auftritt auf vox hat, Toleranz groß geschrieben wird. „Sepp und ich sind beide sehr reiselustig“, sagt Dietmar Holzapfel. „Für uns ist Reisen das beste Mittel für den Frieden, weil’s weltoffener und toleranter macht.“

Mein himmlisches Hotel, Montag, 17 Uhr, vox

Astrid Kistner

Diese Münchner Läden müssen Sie gesehen haben

Ein Stück München in seiner ganzen Vielfalt – das sind die Traditionsgeschäfte, die das neue Buch "111 Geschäfte in München, die man erlebt haben muss" vorstellt. Neben kleinen Anekdoten zur Geschichte der Läden wird auch amüsant von den Inhabern erzählt. Hier sind kleine Secondhand-Läden ebenso wie Mode-, Schmuck- oder Teegeschäfte versammelt. Die 111 Läden sind alles – nur nicht langweilig oder gewöhnlich. Sechs davon stellen wir Ihnen hier vor. (Erschienen bei Emons, 237 Seiten, 14,95 Euro.) Ramona Anner © 
Männerträume: Das ist ein Laden für echte Männer: Gasoline Alley. Inhaber Burkhard Pflug bietet hier alles an, was Männerherzen höherschlagen lässt. Seefahrt, Kleinmaschinen-Fliegerei und Motorräder – fünf restaurierte Maschinen stehen mitten im Shop – sind die Hauptthemen des Ladens. Die Raritäten sind zum Teil 100 Jahre alt. Gasoline Alley in der Corneliusstraße 5 hat dienstags bis freitags von 11 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 15 Uhr geöffnet, Telefon 260 31 00. © 
Schuhe für den Papst: Hier hat schon der einstige Papst Benedikt XVI. seine Schuhe gekauft: beim Schuh-Bertl. © 
Seit 1989 näht der Schuster in seiner winzigen Werkstadt im Glockenbachviertel von Hand feinste Lederschuhe für Herren und Damen. Außerdem hat er Lederhosen, Gürtel und Taschen im Angebot. Der Laden in der Kohlstraße 3 hat dienstags bis freitags von 11 bis 20 Uhr, samstags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Telefon: 29 71 62. © 
Pfeifen mit Tradition: Schon in der vierten Generation führt Inhaber Georg Huber das 1863 eröffnete Traditionsgeschäft Pfeifen Huber. Der Pfeifentabak stammt aus den besten Anbaugebieten der Welt und wird durch 64 exklusive Huber-Spezialmischungen ergänzt. In einem begehbaren Klimaraum lagern edle Zigarren aus aller Welt. Der Laden im Tal 22 hat montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Telefon: 24 23 51 70. © 
Schick für untendrunter: Ob sinnlich, sanft oder sportlich – hier kauft der Münchner seit weit über 100 Jahren ein: Im 19. Jahrhundert lieferte Firmengründer ­Bruno Lewandowski seine edle ­Unterwäsche an den Hofadel. ­Heute ist hier das Reich von Ladenchefin Adeline Dilz. Das Geschäft in der Sendlinger Straße 62 hat montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Telefon 26 58 39. © 
Schönheit aus Porzellan: Liebevoll gestaltet und in echter Handarbeit hergestellt werden die Kunstwerke in der Porzellan ­Manufaktur Nymphenburg. Sie liegt samt dazugehörigem Geschäft im Nördlichen Schlossrondel 8. Die Manufaktur ist montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, der Laden von 10 bis 18.30 Uhr und zusätzlich samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Telefon 179 19 70. © 
Süße Versuchungen: Locker, lecker, leicht – das sind sie, die verführerischen Köstlichkeiten, die man in der Zimtschneckenfabrik in Obergiesing kaufen kann. © 
In dem Laden, den Thomas Zwink mit seiner Ehefrau betreibt, backt Konditorin Miriam Raab immer frisch und ohne Zusätze – natürlich nicht nur Zimtschnecken. Das Geschäft in der Chiemgau­straße 81 hat dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet, Telefon 0160/158 68 53. © 

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