Großartiges TV-Event mit Top-Besetzung

Mordkommission Berlin 1: Darum geht es im 20er-Jahre Krimi auf Sat.1

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Tobias Moretti spielt den Erzfeind von Kommissar Paul Lang.

München - Am Dienstagabend gibt es auf Sat.1 Kino vom Feinsten. Mit dem Film "Mordkommission Berlin 1" schickt der Sender die Zuschauer ins Berlin der 20er-Jahre. Worum es geht:

Licht aus und los geht’s. Sat.1 serviert am Dienstag Kino vom Allerfeinsten – und das im Fernsehformat. In Mordkommission Berlin 1 schickt der Münchner Sender die Zuschauer ins Berlin der 20er-Jahre, mittenrein in die pulsierende Metropole mit ihren verrauchten Nachtclubs und zwielichtigen Unterweltgestalten. 120 Minuten dauert dieses bildgewaltige Spektakel, und am Ende fragt man sich, atemlos und berauscht von dieser Ausstattungsorgie, wo die Zeit geblieben ist.

Friedrich Mücke ermittelt als Kommissar Lang.

Erzählt wird die Geschichte von Kommissar Paul Lang (Friedrich Mücke). Eine Figur, die nach dem Vorbild des echten Ermittlers Ernst Gennat (siehe unten) entworfen wurde. Lang ist freilich weitaus ansehnlicher als Schwergewicht Gennat und mit einer dramatischen Familiengeschichte ausgestattet, die ihn bei seinen Ermittlungen einholt. Ein grausamer Mord im Krokodilbecken des Berliner Zoos führt den Kommissar zu seinem alten Erzfeind: Immanuel Tauss (Tobias Moretti). Der scheint aus dem Gefängnis heraus immer noch die Strippen in der Berliner Unterwelt zu ziehen. Befehligt der kaltblütige Ganove über geheime Wege die mafiös organisierten „Krokodile“?

Gemeinsam mit seinem Assistenten Conrad (Frederick Lau) und seiner Sekretärin Masha (Emilia Schüle) macht sich Lang an die Aufklärung des mysteriösen Falls, der eine überraschende Wendung nimmt.

Schillerndes Panoptikum der Berliner Gesellschaft

Der Film beschreibt ein schillerndes Panoptikum der Berliner Gesellschaft. Bis ins kleinste Detail ist dieser nostalgische Krimi liebevoll ausgestattet. „Es ist schon verrückt“, sagt Hauptdarsteller Friedrich Mücke im tz-Gespräch. „Alles, was man im Film sieht, wurde in Prag gedreht.“ Dabei waren die Kulissen so perfekt gebaut, dass der gebürtige Berliner dachte „ick stehe in Schöneberg“.

Mücke, der seit acht Jahren in München lebt, führt ein großartiges Schauspielerensemble an. Frederick Lau, Emilia Schüle, Tobias Moretti und Oliver Masucci graben sich unter der Regie von Marvin Kren glaubwürdig in die 20er-Jahre. „Ein Zeitsprung, der schon wahnsinnig spannend war“, sagt Mücke, der in der Epoche noch viel Potenzial sieht. „Ich glaube, dass wir besonders gut sind, wenn wir unsere eigenen Geschichten erzählen. An den 20er-Jahren in Deutschland können wir uns fiktional noch so richtig abarbeiten“, findet der 34-Jährige, der mit großer Freude die Aufbruchstimmung im deutschen Fernsehen wahrnimmt. „Der Markt ändert sich. Man muss sich nur so Serien wie Deutschland 83 ansehen – viele sind bereit, Neues auszuprobieren.“ So wie die Produzenten Wiedemann & Berg, die mit Mordkommission Berlin 1 große Kreativität bewiesen haben.

So wurde in den 20ern ermittelt

Kriminalkommissar Ernst Gennat, wegen seiner Leibesfülle auch der Buddha vom Alexanderplatz genannt, stand Pate für die Figur des TV-Ermittlers Paul Lang. Er war es, der in den 20er-Jahren die Kriminalistik revolutionierte. Bis dahin lag vieles im Argen: Oft dauerte es Stunden bis der Mordbereitschaftsdienst sich am Tatort einfand. Nicht selten hatten die Polizisten da schon mit preußischer Gründlichkeit aufgeräumt und die Leiche beiseitegeschafft. Hände weg vom Tatort!, war Gennats Devise. Er etablierte einen Bereitschaftswagen mit Fingerabdruckset, Fotoapparat und Vermessungsgegenständen. Jedes Beweisstück wurde nummeriert. Unter Gennats Führung schnellte die Aufklärungsquote in die Höhe.

Astrid Kistner

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