Mörderische Welle

München-„Tatort“: 80. Folge wird am Eisbach gedreht – so reagieren die Surfer

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Hier am Eisbach wird ein neuer München-„Tatort“ gedreht. 

Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec drehen seit dieser Woche die 80. Folge des München-„Tatorts“: an der berühmten Eisbach-Surferwelle. Lesen Sie, wovon der Fall handelt und wie die Surferszene reagiert. 

München - Der letzte Fall führte sie vor einigen Wochen aufs bayerische Land – zum ersten Mal überhaupt ermittelten Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic ­(Miroslav Nemec) im Juni im „Reichsbürger“-Tatort „Freies Land“ außerhalb der Münchner Stadtgrenzen. Seit dieser Woche stehen sie nun für eine neue Folge der ARD-Krimi­reihe vor der Kamera – und zwar mitten in der Stadt, am Eisbach! Die ewige Welle ist der Titel dieser insgesamt 80. Episode mit den beiden graumelierten Kommissaren, sie spielt, klar, in der Surferszene. 

München-„Tatort“ mit Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec: Davon handelt die Folge

Nach einer nächtlichen Session an der stehenden Welle im Münchner Eisbach wird Mikesch (gespielt von Andreas Lust) Opfer einer Messerattacke. Er überlebt schwer verletzt. Das Pikante: ­Mikesch war Anfang der 1980er-Jahre ein enger Freund von Franz Leitmayr. Gemeinsam mit der Holländerin Frida (Ellen ten Damme) verbrachten sie einen aufregenden Sommer zu dritt am Strand des portugiesischen Fischerorts Nazaré. Kurz darauf brach Leitmayr den Kontakt zu beiden wortlos ab. Als er jetzt, knapp 40 Jahre später, erneut auf Mikesch trifft, ist plötzlich die ganze Vergangenheit wieder nah. Batic wundert sich über seinen Freund und Kollegen ebenso wie über den schrägen Vogel Mikesch, der, anstatt mit der Polizei zu kooperieren, aus dem Krankenhaus flüchtet. Was der Kriminaler lange Zeit nicht weiß: ­Mikesch hat ein Geschäft abzuwickeln, bei dem die ­Polizei nur stört… Die Regie für Die ewige Welle führt Grimme-Preisträger Andreas Kleinert, der bereits die Folge Freies Land inszeniert hat. Das Drehbuch schrieben die Autoren Alex Buresch und ­Matthias Pacht, die wiederum schon für den Münchner Tatort: Der Wüstensohn verantwortlich waren. Produziert wird der Film von Wiedemann & Berg ­Television (Das Leben der Anderen), gesendet wird der Film im kommenden Jahr.

So reagieren die Surfer der Eisbachwelle auf den München-„Tatort“

Sie sind eine eingeschworene Gemeinschaft: die Münchner Eisbach-Surfer. Klar, dass sie hellhörig wurden, als sie von den Tatort-­Plänen des Bayerischen Rundfunks erfuhren. Eine Sorge: dass der von ­Andreas Lust gespielte Eisbachsurfer eine eher negativ besetzte Figur sein könnte. Eine weitere: „dass jede ­Darstellung des Flusssurfens zu mehr ­Andrang an den bereits überlasteten Surfspots führt“. So schreibt es der Vorstand des Vereins IGSM, der für den Erhalt und Ausbau von surfbaren ­Wellen eintritt, auf seiner Facebook-Seite. Um zu erfahren, wie die Eisbach-Surfer zu dem Tatort-Dreh stehen, hat er eine ­Umfrage gestartet. Das Ergebnis: 134 Teilnehmer sind dafür, das Filmprojekt zu unterstützen, 71 dagegen.

tz

Lesen Sie viele weitere „Tatort“-Rezensionen auf unserer Themenseite. Interessant ist auch, dass eine Psychologin die Beziehungen der „Tatort“-Ermittler untersucht hat und Verblüffendes herausgefunden hat. 

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Altstadt/Lehel - mein Viertel“

Ein München-Tatort, der berührt, schockiert und abstößt: Die Kritik und die Hintergründe

Video von surfenden Enten auf der Münchner Welle an der Floßlände begeistert das Internet

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