Münchner "Tatort": Carlo kehrt zurück!

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Die Kommissare (von links): Ivo Batic (Miroslav Nemec), Carlo Menzinger (Michael Fitz) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl)

München - Carlo kehrt zurück! Der Schauspieler Michael Fitz feiert im Münchner "Tatort" ein Comeback - allerdings nur ein kurzes. Miro Nemec alias Ivo Batic kann es kaum erwarten.

Oberkommissar Carlo Menzinger hatte die Nase voll. Er verabschiedete sich von seinen Kollegen Ivo Batic und Franz Leitmayr, setzte sich in einen Jaguar und brauste davon. Thailand sollte das Ziel der Träume sein. Und weg war er: So verabschiedete sich Schauspieler Michael Fitz 2007 vom Münchner Tatort. Nicht nur die Zuschauer taten sich mit Menzingers Ende schwer, auch die Kollegen Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec vermissten ihren dritten Mann. Doch nun feiert Carlo ein Comeback! Der Bayerische Rundfunk (BR) bestätigte am Montag eine Anfrage der tz. „Ja, der BR hat die Idee, Carlo Menzinger in einer der nächsten Tatort-Folgen einen Auftritt zu geben“, erklärte Sendersprecherin Sandra Vogell. Nemec alias Ivo Batic kann es kaum erwarten, verrät er im tz-Gespräch: „Das ist sehr schön, wir freuen uns sehr, wieder mit Michael zu drehen!“

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16 Jahre lang gab Fitz den Ermittler, der sich vor allem um die lästige Kleinarbeit seiner „Chefs“ kümmern musste. In seiner letzten Episode Der Traum von der Au packte er genervt die Koffer und ließ sich so ein Hintertürchen für eine Rückkehr offen. Diese wird vermutlich 2013 stattfinden. „Im Herbst beginnen die Dreharbeiten“, weiß Nemec. Die Tatort-Autoren schreiben noch das Skript, „wir lassen uns überraschen“.

Die Zuschauer müssen sich also noch ein bisserl in Geduld üben. Der BR weiß, „dass die Fangemeinde von Carlo, sprich Michael Fitz, sehr groß ist“, betont Vogell. Allein der Fall Starkbier vom März 1999 holte fast zehn Millionen Zuschauer vor die Fernseher. Trotz des Erfolgs hatte sich Fitz entschlossen, auszusteigen. Er wollte mehr Zeit für andere Filmprojekte und die Musik haben. „Die Figur hat sich quasi vom Cowboystiefel tragenden, Schnurrbart-Langhaar-mäßigen Stadt-Bayern-Cowboy-Pilspub-Gänger weiterentwickelt zu einem einigermaßen seriösen Polizisten, der ab und zu mal einen Ausraster hat, so würde ich das nennen“, beschrieb Fitz damals seinen Filmcharakter. „Nur, wo wäre es dann hingegangen? Wenn man das Gefühl hat, dann finde ich, ist es an der Zeit, zu sagen, dann macht man was anderes.“ Und manchmal ist es an der Zeit, zurückzukehren.

Eva Hutter

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