24-Stunden-Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof: Entscheidung ist gefallen

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Franz Leitmayr und Ivo Batic

Münchner „Tatort“-Kommissare seit 25 Jahren ein Team - der Jubiläumsfall

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Udo Wachtveitl (l.) und Miroslav Nemec.

München - Seit 25 Jahren ermitteln die Münchner Tatort-Kommissare Udo Wachtveitl alias Franz Leitmayr und Miro Nemec alias Ivo Batic unaufgeregt, aber erfolgreich. Auch die Jubiläumsfolge verspricht große Spannung.

Irgendwann im Lauf der 90 Filmminuten wird auch angestoßen. Nicht mit einem „g’schissenen Cham­pag­ner“ (O-Ton Leitmayr), sondern mit Espresso aus Pappbecherchen. Feierlich geht sicher anders, aber Mätzchen und Tamtam abseits des jeweiligen Falls waren noch nie die Sache der Münchner Kommissare. Und so passt der Espresso ganz gut, mit dem Udo Wachtveitl alias Franz Leitmayr und Miro Nemec alias Ivo Batic in der 72. Folge mit dem schönen Titel „Mia san jetzt da, wo’s weh tut“ auf ihre 25 Dienstjahre trinken. Montag Abend indes – da wurde schon „richtig“ gefeiert. Im Sendlinger Tor Kino lief die Premiere dieses Jubiläumsfalls, der am 3. April ausgestrahlt wird. 

Neben vielen Fans und Kollegen aus früheren Tatorten schaute als Überraschungsgast ein alter Weggefährte vorbei: Michael Fitz, der 1992 bis 2007 als Carlo Menzinger an der Seite von Wachtveitl und Nemec ermittelte.

„Ich habe die beiden über ein Jahr nicht gesehen“, sagt Fitz der tz. „Umso mehr habe ich mich über die Einladung zu dieser Premiere gefreut.“ Ist er angesichts des Jubiläums auch ein bisschen wehmütig? Hat er seinen Ausstieg schon mal bereut? „Nein, das nicht“, sagt Fitz. „Ich freue mich einfach für Udo und Miro, dass sie Silberhochzeit’ feiern, das ist für mich total in Ordnung.“

Der österreichische Schauspieler Andreas Lust, der in „Mia san jetzt da, wo’s weh tut“ eine nicht unbedeutende Rolle spielt, ist nicht nur als Kollege von Wachtveitl und Nemec angetan, sondern auch als Tatort-Fan. „Mich berührt es, wie unhysterisch die beiden sind“, sagt er. „Das ist in der heutigen Zeit, wo es immer darum geht, höher, besser und schneller zu sein, eine wunderbare Konstante.“ Und Max Färberböck, der den Jubiläumsfall geschrieben und inszeniert hat, ist immer wieder beeindruckt, wie Wachtveitl und Nemec sich „aufarbeiten“ für ihre Filme. „Ich hoffe, dass sie noch lange nicht aufhören“, sagt er.

Diese Frage – wie lange machen die beiden noch? – steht an so einem Jahrestag natürlich auch im Raum. Die gute Nachricht: Noch gibt es keinen Grund, beunruhigt zu sein. „Solange es uns Spaß macht und die Zuschauer uns sehen möchten, machen wir weiter“, sagt Miro Nemec. Und im Hinblick da­rauf, dass die beiden Schauspieler ihre Verträge mit dem BR stets „nur“ per Handschlag besiegeln, ohne großes Vertragswerk, sagt Udo Wachtveitl mit einem Schmunzeln: „Gschlamperte Verhältnisse sind ja manchmal die stabilsten.“ Recht hat er. Und gerade der Jubiläumsfall (siehe unten) zeigt: Udo Wachtveitl und Miro Nemec brennen nach wie vor für ihren Job. Sie sind mit den Jahren grau geworden, ja. Aber es steht ihnen ganz ausgezeichnet.

Der Jubiläumsfall

Der Jubiläumsfall mit dem Titel „Mia san jetzt da, wo’s weh tut“ beginnt mit der Verurteilung eines Rumänen, der aus Habgier und unter starkem Alkoholeinfluss seine Cousine, die Prostituierte Aurelia Rubin (Anne-Marie Waldeck) misshandelt und erwürgt hat. Die Sache scheint eindeutig. „Milieu, Ivo, schon mal gehört: Er blau, braucht Geld, sie plärrt, Ende“, meint Franz Leitmayr (Wachtveitl). Aber Ivo Batic (Nemec) ist unruhig. In all seinen Dienstjahren habe er es nicht ein einziges Mal erlebt, dass einer nach seiner Festnahme innerhalb von 30 Minuten ein Geständnis ablegt, ohne auch nur zu versuchen, seine Schuld kleinzureden, sagt er. Batic erreicht schließlich, dass der Fall neu aufgerollt wird. Keine gute Idee, wie sich 90 spannende, starke, intensive und für den Zuschauer durchaus herausfordernde Minuten und einige Tote später herausstellt …

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