Das haben Sie verpasst

"Musikantenstadl": Panne bei Borgs Moik-Würdigung

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„Der Karl hätte gewollt, dass wir Spaß haben“, sagte Andy Borg und feierte einen fröhlichen Oster-„Stadl“.

München - Mit einer herzlichen Hommage an den verstorbenen  Karl Moik verabschiedete sich am Samstagabend "Musikantenstadl"-Moderator Andy Borg. Doch die TV-Zuschauer bekamen das nicht mit. Was war da los?

"Ich weiß nicht, ob Sie’s bemerkt haben, aber die ­Sendung heut’ ist mir nicht leichtgefallen", sagt Andy Borg und schaut ernst in die Kamera. Zweieinhalb Stunden Live-Show liegen an diesem Samstagabend hinter ihm, es ist sein vorletzter Musikantenstadl und während sich prominente Gäste wie Mary Roos, Stefanie Hertel und die Oberkrainer sanft im Takt zur ­leisen Hintergrundmusik wiegen, widmet Andy Borg seine letzten Worte dem Stadl-Erfinder Karl Moik, der am vergangenen Donnerstag im ­Alter von 76 Jahren gestorben ist. Allein die ARD-Zuschauer verpassen diese herzliche Hommage an den großen Entertainer. Völlig abrupt und überraschend endet für sie der ­Musikantenstadl aus Oberwart im Burgenland wenige Minuten vor Sendeschluss.

Der Grund: Durch ein technisches Leitungsproblem konnte das Sendesignal vom ORF nicht an Deutschland und die Schweiz weitergegeben werden. Während die Stadl-Fans im ORF also erfahren, dass Borg dem Karl „ein bissl bös’ ist“, weil er ihm doch versprochen hat, zum letzten Musikantenstadl zu kommen (siehe unten), schauen die deutschen Zuschauer in die Röhre. „Die ARD entschuldigt sich für diese Störung“, heißt es in einer Pressemitteilung, die der Sender nach zahlreichen Anrufen am Sonntag öffentlich machte. „Wir werden die komplette Sendung so schnell wie möglich online in unsere Mediathek stellen“, so Detlef Klusak vom Bayerischen Rundfunk.

Der plötz­liche Tod von Entertainer Karl Moik war auch Thema zu Beginn des österreichischen Stadls, in dem Andy Borg sich vor seinem Vorgänger verneigte. Während die Oberkrainer das legendäre Trompetenecho spielten, erinnerten Szenen von 1981 bis 2005 an Moiks schönste Musikantenstadl-Momente.

„Karl, du warst ein ganz Großer, aber ich weiß auch, was du in dieser Situation zu mir gesagt hättest: Hör auf zu reden, Klaaner, und kümmer’ dich endlich um dein Publikum. Jeder hat sein ­Packerl zu tragen, und jetzt ist es Zeit für gute Laune“, sagte Andy Borg, bevor er die Showtreppe in fescher Begleitung hinunterschritt.

Der österliche Stadl war ein fröhliches Fest, bei dem der 54-Jährige auch über sein eigenes Aus immer wieder Späße machte. „Sie sind 70 geworden?“, fragte er eine Zuschauerin. „Dann dürfen Sie ab sofort keinen Stadl mehr schauen. Der ist nur noch für Junge.“ Am 27. Juni nimmt Andy Borg bei seinem letzten Musikan­tenstadl im kroatischen Pula Abschied.

Mit diesen Worten verabschiedete sich Andy Borg im Stadl aus Oberwart

Am Donnerstag hast du dich für immer von der großen Bühne verabschiedet. A bissl bös’ bin ich dir schon, weil du mir erst im September versprochen hast, dass du bei meinem letzten Stadl dabei sein wirst. Aber manchmal kommt das Schicksal und haut dir eine drüber, dass um dich herum alles zusammenbricht. Dieser heutige Stadl wäre der richtige Moment für mich, um Abschied zu nehmen. Ich würde das sehr gerne tun, aber wir sehen uns noch ein letztes Mal am 27. Juni in Pula. Und wenn Sie dann bei mir sind, werde ich auch diese Minuten genießen können. Danke, Karl, dass ich neun Jahre lang in deine Fußstapfen treten durfte.

Astrid Kistner

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