Sie erlebte tragischen Verlust

Schweres Schicksal für TV-Star der 90er: Ulla Kock am Brink verrät - „War das schlimmste in meinem Leben“

Ulla Kock am Brink
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TV-Moderatorin Ulla Kock am Brink offenbart in der NDR-Talkshow einen tragischen Schicksalsschlag in jungen Jahren.

90er-TV-Star Ulla Kock am Brink war bei der NDR-Talkshow zu Gast und erzählte über einen schweren Schicksalsschlag, der sie bis heute begleitet.

Hamburg - Lange Zeit war es um die einstige Top-Moderatorin der 90er Jahre still geworden. Doch nun meldet sich Ulla Kock am Brink überraschend auf dem TV-Bildschirm zurück. Anders als in früheren Zeiten widmet sich die ehemalige RTL-Moderatorin der 100.000 Mark-Show jetzt allerdings einem ernsten Thema.

Sie wird als eine von mehreren Promis bei der Vox-Show „Showtime of my Life - Stars gegen Krebs“ (am 1. und 2.2., um 20.15 Uhr) anlässlich des Weltkrebstages 2021 dabei sein und auf die so wichtige Krebsvorsorge aufmerksam machen. Ein Thema, bei dem auch sie tragischerweise aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz schöpfen kann. Als Gast bei der NDR-Talkshow sprach sie am Freitagabend (29. Januar) bereits mit dem Moderatoren-Duo Jörg Pilawa und Bettina Tietjen über eine schlimme Zeit in ihrem Leben.

NDR-Talkshow: 90er-TV-Star Ulla Kock Am Brink spricht über schwere Zeit in ihrem Leben

Denn Kock am Brink verlor einen ihrer Lieblingsmenschen nach einer schrecklichen Krebs-Diagnose. Mit 27 Jahren musste sie von ihrem Vater Hans Kock am Brink, der damals unheilbar an Darmkrebs erkrankt war, Abschied nehmen. „Dieses halbe Jahr war das schlimmste in meinem Leben“, so die Moderatorin rückblickend. In der letzten Phase vor seinem Tod sei sie vor allem für ihn da gewesen und habe ihn gepflegt. Als „Papakind“ war der Verlust und die Trauer für sie besonders schwer. Als er im Sterben lag, habe sich die gesamte Familie um ihn versammelt. „Sogar der Hund“, verrät sie. „Das war meinem Papa sehr wichtig, er hat diesen Hund wahnsinnig geliebt.“

Eine Situation, in der die Moderatorin wohl zum ersten Mal auch in ihrem Leben mit dem Thema Tod konfrontiert war. „Es war für mich erschütternd, zu sehen, wie ein Mensch stirbt“, gibt sie offen zu. Noch dazu ihr geliebter Vater, zu dem sie eine enge Bindung hatte und der für sie wie ein „Baum“ zum Anlehnen gewesen sei: „Ich fühlte mich sicher bei ihm.“ Diese Sicherheit brach durch seinen Tod dann erstmal weg. Doch ihre Familie fand eine besondere Art zu trauern: Zusammen machten sie eine Reise nach Dänemark - zum Lieblingsort ihres verstorbenen Vaters.

Als Andenken brachten sie einen Findling mit, den sie in Deutschland auf sein Grab legten: „Als Symbol für unsere Familie.“ Die Trauer um ihren Vater habe Kock am Brink jedoch nie wieder verlassen. „Das ist ein Schatten in der Seele, damit lebt man dann eben“, weiß sie inzwischen. Dem kann Moderator Jörg Pilawa nur beipflichten, der einen ähnlichen Schicksalsschlag mit Kock am Brink teilt und seinen Vater sehr früh verlor: „Ich habe auch jeden Tag den Kontakt da und man spricht dann auch mit seinem Vater durchaus. Der ist präsent.“

NDR-Talkshow: 90er-TV-Star Ulla Kock am Brink erlebte skurrile Abitur-Prüfung

Trotz all der schweren Erinnerungen kommt die ehemalige Fernsehmoderatorin zum Schluss des Talks auf eine skurrile Anekdote ihrer Jugend zu sprechen, die mit dem Beruf ihres Vaters zu tun hatte. Kock am Brink trat bei ihrer Abiturprüfung in Englisch nämlich mit Beruhigungstabletten an, die sie damals zufällig in einem Schrank ihres Orthopäden-Vaters fand. Im Gegensatz zu den pflanzlichen Baldriantropfen ihrer Schulfreundin handelte es sich bei ihrem Medikament jedoch um ein wohl hoch dosiertes Präparat. Was sie daraufhin in der Prüfung fabrizierte, versetzte ihre Lehrer in große Verwunderung.

Ihr Lehrer rief sie nach der Prüfung an und berichtete ihr, dass sie sich auf ihrem Arbeitsblatt wohl kreativ ausgelebt hatte. Sie hatte es mit „Peace-Zeichen, (...) Bäumchen, Augen und Tränen runter und dann ‚Goodbye my Love‘“ verziert - und konnte sich jedoch an nichts mehr erinnern. Aufgrund ihrer guten Leistungen vor der Abschlussprüfung konnte sie trotz ihres „kleinen Chemie-Unfalls“ dennoch in einer mündlichen Prüfung noch brillieren und bestand somit ihr Abitur. Mit diesem Vorfall landete sie allerdings zum ersten Mal in den Schlagzeilen: „Ulla -Shootingstar of the Week“ lautete damals die Überschrift in der Schülerzeitung. (jbr)

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