Entscheidung soll demnächst fallen

Nockherberg 2020: Macht’s der Maxi noch mal?

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Scharfzüngig und zugleich charmant: Maxi Schafroth bei seiner Fastenpredigt auf dem Nockherberg.

Es war ein Einstand nach Maß. Bei seiner Nockherberg-Premiere schenkte der Allgäuer Maxi Schafroth der bayrischen Politprominenz gepflegt ein – ohne dabei übers Ziel hinauszuschießen. 

München - Sie war süffig, sie war spritzig, und viele fanden: zum Überschäumen gut. Maxi Schafroth hat am Dienstag eine Fastenpredigt gehalten, die es in sich hatte. Scharfzüngig hat der Allgäuer gewettert. Dass er dabei fair und feinfühlig blieb, haben ihm sogar die Derbleckten im Saal hoch angerechnet. Da fragt man sich: Darf er nächstes Jahr noch einmal auf den Nockherberg kraxeln?

Paulaner-Chef hätte nichts gegen eine Wiederholung

„An uns soll’s nicht liegen“, betont Paulaner-Chef Andreas Steinfatt. Der Ober-Brauer wirkte nach Schafroths Auftritt sichtlich gelöst und erleichtert. „Dass die Singspiel-Leute gut aufgestellt sind – das wussten wir vom letzten Mal.“ Mit der Rede sei das allerdings nicht ganz so einfach. Denn die Predigt ist wie eine Gleichung mit zu vielen Unbekannten: Wie schlägt sich der Fastenredner? Wie reagiert das Publikum? Kann die Kamera die Lacher einfangen? Die Antwort war heuer eindeutig: Die Stimmung war von der ersten Sekunde an ausgelassen, der Applaus oft tosend. Ein voller Erfolg – nicht nur im Saal. Auch daheim saßen Millionen Menschen vor dem Fernseher. Die zweieinhalbstündige Live-Übertragung des BR stieß auf starkes Interesse. 2,72 Millionen Zuschauer schalteten ein, 1,81 Millionen allein in Bayern.

Maxi Schafroths Auftritt war unkonventionell

„Mir war absolut klar“, schwärmt Co-Autor Thomas Lienenlüke, „dass der Maxi den Saal rockt. Mir fallen nicht viele Künstler ein, die so nah am Publikum dran sind.“ Lienenlüke hatte Schafroth – wie übrigens auch schon dessen Vorgängerin Luise Kinseher – dabei geholfen, an seiner Fastenpredigt zu feilen, die Spitzen an der richtigen Stelle zu setzen. Obwohl Lienenlüke das Phänomen Nockherberg seit Jahren kennt, tut er sich nach wie vor schwer, die Reaktionen vorab einzuschätzen. „Wir waren uns zwar beide relativ sicher, dass die Rede gut ankommt“, sagt Lienenlüke. „Aber ein Stück weit funktioniert der Nockherberg immer nach dem Motto versuchen und verlieren – oder gewinnen.“

Das, was Maxi Schafroth am Dienstag abgeliefert hat, war unkonventionell. Ein Männerchor auf der Bühne. Ein Redner, der sich selbst darstellt. „Manchmal muss man eben mutig sein und Neues wagen“, sagt Lienenlüke. Ich bin auf jeden Fall wahnsinnig stolz, wie gut der Maxi seinen ersten Nockherberg gemeistert hat.“

Auch Paulaner-Boss Andreas Steinfatt fand gestern ausschließlich lobende Worte für seinen Schützling: „Der Maxi hat’s super gemacht“, sagt er, „so kann’s weitergehen.“ Ausgemacht sei zwar noch nichts, „aber wenn er mag, hat er das Ticket fürs nächste Jahr sicher“.

Auch interessant: Nockherberg-Premiere: Viel Gegenwind für Maxi Schafroth - aber Politiker sind begeistert

Entscheidung soll demnächst fallen

Bei einer Brotzeit mit den Veranstaltern soll die Entscheidung demnächst fallen. Ob der Allgäuer noch mal auf den Berg kraxelt? Es bleibt spannend. Denn auf der Bühne witzelte er noch: „Ich bin jetzt fünf Minuten da, mir tät’s von der Erfahrung her absolut langen.“

Das wäre ausgesprochen schade – findet nicht nur Luise Kinseher. Aber die Kabarettistin ist sich sicher: „Der Maxi macht’s bestimmt die nächsten 20 Jahre – mindestens!“

Sarah Brenner

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