Ochsenknecht über "Udo Honig"-Satire

"Hoeneß ist ein spannender Typ"

+
Uwe Ochsenknecht (r., 59) spielt Sportmanager „Udo Honig“. Die Geschichte von Uli Hoeneß (l.) ist Grundlage der SAT.1-Satire.

München - Ende Februar starten die Dreharbeiten in Berlin: Dann zieht SAT.1 den Fall Uli Hoeneß ganz im Stile der Guttenberg-Satire "Der Minister" durch den Kakao. Uwe Ochsenknecht spielt den Sportmanager Udo Honig, der im Knast landet. Warum sich Ochsenknecht auf diese Rolle freut, verrät er im tz-Gespräch.

Herr Ochsenknecht, wie leicht oder schwer fiel Ihnen die Entscheidung, diese Rolle anzunehmen?

Uwe Ochsenknecht: Da musste ich nicht lange überlegen. Das Drehbuch ist sehr gut. Und es geht nicht darum, Uli Hoeneß wie in einem Dokudrama eins zu eins nachzuspielen. Wir ­machen eine Satire angelehnt an sein Leben, da ist manches überspitzt und manches wird auch ausgelassen.

Keine Angst, den Groll des FC Bayern auf sich zu ziehen?

Ochsenknecht: Ach, das interessiert mich nicht, wen ich an den Hacken hab. Hoeneß ist ein spannender Typ, und seine Geschichte ist einfach ein Thema, das eine breite Öffentlichkeit ­interessiert. Als bekannt wurde, dass ich die Rolle spielen werde, hatte ich an einem Tag 80 ­Interviewanfragen.

Wie stehen Sie persönlich zur Person Uli Hoeneß?

Ochsenknecht: Ich lese ja im Moment viel über ihn, aber mit den Wölfen hab ich noch nie ­geheult. Ich versuche Menschen nicht aufgrund von Informationen zu verurteilen, die zum Teil mangelhaft sind.

Fakt ist aber doch, dass er sich der massiven Steuerhinter­ziehung schuldig gemacht hat …

Ochsenknecht: Offensichtlich hat er eine gewisse Spiel- oder Zockersucht. Der ist er erlegen, aber deswegen ist er ja kein schlechter Mensch. Daher auch der Untertitel unserer Satire.

Was heißt denn, „kein schlechter Mensch“?

Ochsenknecht: Na ja, Hoeneß ist keiner, bei dem man Angst haben muss, dass er nachts Leute mit ’nem Baseballschläger angreift. Er hat für den FC Bayern, aber auch für viele andere Spieler und Vereine Gutes getan. Ich glaube, dass ihm die ganze Sache moralisch sehr zugesetzt hat. Er ist vorbestraft, und das ist für einen Ehrenmann wie Hoeneß wohl die schlimmste Strafe.

Haben Sie ihn denn für Ihre Rolle persönlich kennengelernt?

Ochsenknecht: Nö, muss ich ja auch nicht bei ’ner Satire. Ich hab auch den Kujau nicht getroffen für meine Rolle in Schtonk!.

Astrid Kistner

auch interessant

Meistgelesen

Diese 12 Kandidaten sind im Dschungelcamp 2017 dabei
Diese 12 Kandidaten sind im Dschungelcamp 2017 dabei
Dschungelcamp-Ticker: Gina-Lisa zweifelt an Hankas Ticks
Dschungelcamp-Ticker: Gina-Lisa zweifelt an Hankas Ticks
Nicole Mieth nach Auszug: „Honey muss jetzt bluten“
Nicole Mieth nach Auszug: „Honey muss jetzt bluten“
Gagen enthüllt: So viel bekommen die Dschungelcamp-Kandidaten
Gagen enthüllt: So viel bekommen die Dschungelcamp-Kandidaten

Kommentare