Bald-Kanzler spricht Jugend an

Statt Joko und Klaas tritt plötzlich Olaf Scholz bei ProSieben auf - und hält flammende Rede

Von Marc Dimitriu

Der designierte Kanzler Olaf Scholz (SPD) tritt in der Sendung von Joko und Klaas bei ProSieben auf.

Überraschung bei ProSieben. Plötzlich ist Olaf Scholz zu Gast bei Joko und Klaas. Er nutzt die Zeit für einen Corona-Appell.

Berlin - Damit hat wohl niemand gerechnet. Der künftige Bundeskanzler Olaf Scholz war auf einmal Gast in der ProSieben-Sendung „Joko und Klaas 15 Minuten live“. Da die beiden Entertainer am Dienstag erneut ihre Show „Joko & Klaas gegen ProSieben“ gewonnen hatten, durften sie am Mittwoch mal wieder 15 Minuten frei nach Belieben füllen, ohne Veto vonseiten des Senders. Anfang des Jahres nutzen sie die Show, um eine ganze Schicht einer Krankenpflegerin zu zeigen und so auf die Problematik des Berufes in Corona-Zeiten aufmerksam zu machen.

Scholz bei Joko und Klaas: SPD-Politiker mit Impfappell an Zuschauer

Scholz nutze die Einladung und hat einen eindrücklichen Impf-Appell an die Fernsehzuschauer gerichtet. „Mir ist wichtig, dass jede und jeder, der kann, sich impfen lässt. Nur das hilft“, sagte der SPD-Politiker. Scholz saß auf einer Bühne allein auf einem Stuhl und sprach mit direktem Blick in die Kamera, seine Stimmlage war ruhig, langsam und eindringlich. Vor ihm waren eine 23-Jährige mit Long-Covid-Erkrankung und ein Oberarzt der Intensivstation der Charité aufgetreten und hatten ihre Erlebnisse geschildert.

Scholz sagte weiter: „Neu in dieser vierten Welle ist: Die Linie zwischen denen, die nach einer Covid-Erkrankung einen milden oder einen sehr schweren Verlauf haben, geht nicht mehr zwischen Alten und Jungen, sondern zwischen Geimpften und Ungeimpften. Und dabei muss jeder wissen: Wer sich nicht impfen lässt, gefährdet sich selbst, gefährdet Kinder und alle seine Mitmenschen, die sich aufgrund von Vorkrankungen nicht impfen lassen können.“

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Corona: Scholz spricht gezielt Jugend an

Joko und Klaas haben natürlich viele Schüler und Studenten unter ihren Fans. Der Politiker nutzte das Millionenpublikum für Äußerungen gezielt an junge Menschen. „Es ist mir bewusst, dass Abstand halten und jung sein nur sehr schlecht zusammenpassen. Dass viele unter Einsamkeit leiden. Dass damit Schluss sein müsste, dass es wieder los gehen müsste - das Leben, die Unbeschwertheit. Niemandem geht es einfach nur gut in diesen Zeiten. Mir nicht, Ihnen und Euch nicht.“ Jeder könne und solle sich impfen lassen. „Ich möchte, dass wir bis Weihnachten bis zu 30 Millionen Impfungen in die Oberarme kriegen.“ (md mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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