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Palfinger und Mur: „Zeugenmord“ im Krankenhaus

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Die Toten von Salzburg - Zeugenmord
Zwei Männer sind tot - da gibt es viel zu ermitteln. © Toni Muhr/Orf/Satel Film/3sat/dpa

Ein ungewöhnlicher Ermittler vor Alpenkulisse: Kommissar Palfinger hat mit dem Tod von zwei Patienten eine harte Nuss zu knacken.

Berlin - Düster kreisen die Vögel über der Stadt. Das sieht nach einem schlechten Omen aus. Und tatsächlich geschieht in Salzburg bald darauf ein schweres Verbrechen. Zwei Patienten werden in ihrem Zimmer umgebracht.

Die Opfer waren der Fahrer eines bei einem Unfall getöteten deutschen Spitzenpolitikers sowie ein abgestürzter sogenannter Bergputzer. Letzterer hatte anscheinend als Zeuge des ersten Mords zu verschwinden. Ein neuer Fall für den lässig-charmanten Ermittler Major Peter Palfinger (Florian Teichtmeister). Der Krimi „Die Toten von Salzburg: Zeugenmord“ läuft am Dienstag um 20.15 Uhr auf 3sat. Es ist die zweite Folge der Reihe, eine Wiederholung aus dem Jahr 2018.

Der bayerische Kommissar Hubert Mur (Michael Fitz, Münchner „Tatort“) aus dem nahen Traunstein weilt wie auch Palfinger zufällig gerade in der Klinik. Er geht dem Verdacht nach, das Umfeld des Politikers habe mit dem Verbrechen zu tun. Denn der hat in Verbindung mit Waffenhandel und dem Bundesnachrichtendienst gestanden.

So sucht der öfter mal grob fluchende Bayer vor allem nach einer attraktiven Frau mit Kopftuch und Sonnenbrille (Valerie Niehaus), die den Fahrer in der Klinik besucht haben soll. Das österreichische Team, zu dem noch Bezirksinspektorin Russmeier (Fanny Krausz) und der eitle Vorgesetzte Hofrat Seewald (Erwin Steinhauer) gehören, verfolgt andere Spuren. Wobei Palfinger sich auch durch seinen Bruder (Simon Hatzl) inspirieren lässt, einem Priester und Sekretär des Erzbischofs.

Salzburg ist ein Sehnsuchtsort für Touristen aus aller Welt, die von den alljährlichen Festspielen, der stolzen Festung Hohensalzburg und der malerischen Alpenkulisse träumen. Mit Bildern solcher Art spart auch die Reihe „Die Toten von Salzburg“ nicht. Darüber hinaus leistet das Format mit dem querschnittsgelähmten Ermittler Palfinger einen ungewöhnlichen Beitrag zum Thema Inklusion. Und angesichts dessen aufgezwungener Zusammenarbeit mit dem eher klobigen bayerischen Kommissar Mur gibt es viel Gelegenheit, über österreichisch-deutsche Mentalitätsunterschiede zu witzeln.

Insgesamt geht es in dem auf Besonderheit angelegten Krimi dann doch aber recht konventionell zu. Und auch das ein oder andere Klischee ist nicht zu übersehen. Mal trifft es katholische Geistliche, mal den ewig im Café Torten schmausenden Hofrat. dpa

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