Staffel neun startet am Freitag 

„Pastewka“-Verstoß: Amazon zu krassem Schritt verdonnert - Unternehmen wehrt sich

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„Pastewka“ läuft inzwischen bei Amazon. Hier ein Szenenfoto aus einer anderen Folge.

Wegen eines Verstoßes bei „Pastewka“ wird der Anbieter zu einem drastischen Schritt verdonnert. Nun legt die Plattform Einspruch ein. 

Update vom 24. Januar 2019: Noch einen Tag müssen sich „Pastewka“-Fans gedulden, dann wird die neunte Staffel der Kult-Serie endlich auf dem Streaming-Portal Amazon Prime erhältlich sein. Wegen einer Folge gab es jedoch bereits im Vorfeld Ärger, die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) untersagte der Plattform die Ausstrahlung einer bestimmten Episode. Nun leitet Amazon dagegen rechtliche Schritte ein. 

In der Episode „Das Lied von Hals und Nase“ aus Staffel acht können Fans nicht nur Bastian Pastewka bewundern, besonders viel Werbung sei ebenfalls Bestandteil der Folge. "Die gesamte Folge ist – vor allem in Bezug auf die Marke MediaMarkt – von häufigen und intensiven Darstellungen und Erwähnungen geprägt, die nicht programmlich-dramaturgisch begründbar sind" - so die Begründung der BLM. Doch die Folge einfach aus dem Programm nehmen, kommt für Amazon langfristig nicht infrage. Gegenüber dwdl.de bestätigte ein Sprecher, dass gegen das Ausstrahlungsverbot nun Einspruch erhoben wird. 

Demnach würde sich Amazon jedoch auch einsichtig zeigen und die Episode aus der vergangenen Staffel überarbeiten. Die Folge werde dann bis zur rechtlichen Entscheidung durch eine überarbeitete Fassung ausgetauscht werden, so der Unternehmenssprecher. Die neue Version soll demnach bereits in wenigen Tagen online gehen. 

Update vom 21. Januar 2019: Amazon steht neuer Ärger ins Haus. Grund ist eine Folge von „Pastewka“ - die Serie mit Bastian Pastewka wird seit der letzten Staffel beim Streaming-Anbieter ausgestrahlt. 

Eine der Episoden namens „Das Lied von Hals und Nase“ nimmt eine Filiale der Elektronik-Kette Media Markt zur Kulisse. Pastewka parkt mit seinem Camper auf dem Media-Markt-Parkplatz, stattet diesem einen Besuch ab, und - minimaler Spoiler - sogar nach Ladenschluss geht‘s ins Innere der Filiale. Um all das ist zwar eine Geschichte gestrickt - allerdings ist es den Medienwächtern doch zu viel der Marken-Darstellung.

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat die Episode nun verboten. Das berichtet am Montag dwdl.de. Die Medienwächter werfen Amazon sowie der Produktionsfirma Schleichwerbung vor. „Die gesamte Folge ist – vor allem in Bezug auf die Marke MediaMarkt – von häufigen und intensiven Darstellungen und Erwähnungen geprägt, die nicht programmlich-dramaturgisch begründbar sind“, heißt es in der Begründung.

Amazon müsste die betreffende Folge eigentlich komplett aus dem Programm nehmen - ein drastischer Schritt. Passiert ist das aber zunächst nicht. Denn Amazon kann laut dwdl.de noch Rechtsmittel anwenden. Sowohl gegen die Untersagung der Ausstrahlung als auch gegen die Anordnung der sofortigen Vollziehung.

Übrigens: Laut BLM reicht eine einfache nachträgliche Kennzeichnung durch „Dauerwerbesendung“ nicht.

Vor rund einem Jahr hatte die Produktionsfirma Brainpool bei horizont.net die Sache anders dargestellt. Man habe laut Drehbuch einen Elektromarkt gebraucht, als Drehort angemietet und eine "produktionsübliche Miete" bezahlt. Media Markt hatte erklärt: "Es gab keine weitere Form der Zusammenarbeit."

Amazon Prime: Serie kostenpflichtig - Fans richtig sauer

München - Wieder einmal nahm der Online-Streamingdienst Amazon Prime eine beliebte Serie aus seinem Gratis-Angebot und sorgt dadurch für Unmut unter den Nutzern: Zum Jahreswechsel traf es die Mystery-Reihe „Lost“. Bis vor Kurzem konnten Amazon Prime-Kunden die Serie noch kostenlos ansehen, seit 1. Januar kostet eine Staffel der Serie in der HD-Variante zwischen 19,99 und 24,99 Euro. Grund sind wohl Lizenzrechte.

Was die Fans der Serie daran am meisten aufregt: Wie üblich hat Amazon auch bei der Serie „Lost“ vorab nicht verraten, ab wann sie kostenpflichtig sein wird. Zwar gibt es bei dem Streamingdienst eine Rubrik für zeitlich begrenzte Filme und Serien. Ein konkretes Datum, ab wann eine bestimmte Serie nicht mehr gratis ist, fehlt dort aber.

Amazon Prime: „Lost“-Fans beschweren sich und geben negative Rezensionen 

„Lost“-Fans empörten sich nun bereits auf Social-Media-Kanälen darüber, dass die Mystery-Serie aus dem Gratis-Angebot genommen wurde. Auch mit negativen Rezensionen auf der Amazon-Seite ließen sie ihrem Frust freien Lauf. 

Lesen Sie auch: Schock für Serien-Junkies: Netflix will Abo-Preise erhöhen

Doch es ist nicht das erste Mal, dass die Prime-Nutzer auf die beliebte Serie verzichten müssen: Schon vor einem Jahr nahm Amazon „Lost“ zum Jahreswechsel aus dem kostenlosen Programm. Auch damals folgten Beschwerden und negative Bewertungen in den Rezensionen. Prime-Nutzer können nun nur hoffen, dass die Mystery-Serie, wie schon 2018, wieder zurück ins Gratis-Angebot wandert.

Auch Netflix entfernt Angebote ohne Vorwarnung

Neben Amazon Prime nimmt auch der Streamingdienst Netflix Serien und Filme häufig ohne explizite Vorwarnung aus dem Programm. Auch eine gesonderte Rubrik für die Angebote, die zeitlich begrenzt sind, fehlt bei Netflix. Um herauszufinden, wie lange Serien und Filme verfügbar sind, muss man dies für jeden Titel einzeln auf der jeweiligen Detailseite nachlesen. Wem das zu mühsam ist, der kann sich mithilfe der App „WhatsOnFlix“ eine Übersicht verschaffen. Sie listet auf, welche Angebote wann verschwinden und informiert außerdem über Titel, die neu im Programm aufgenommen werden. Auf Merkur.de* erfahren sie, welche deutschen Serien 2019 auf Netflix an den Start gehen

Lesen Sie auch, wie der „Amazon Fire TV Stick“ im Test von tz.de* abschneidet.

Öffentliches „Babylon Berlin“-Casting - auch für „Glatzen, Einarmige oder -beinige“

Video: Amazons Alexa verschickte intime Sprachaufnahmen an Fremde

 

* merkur.de und tz.desind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes. 

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