15 Jahre "Um Himmels Willen"

Wepper erlebt zum Jubiläum eine Überraschung

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Nach langer Zeit wieder vereint: Fritz Wepper (l.) trifft auf seinen Serien-Sohn Patrick Wolff.

München - Die ARD-Serie "Um Himmels Willen" feiert Jubiläum. Aus diesem Anlass haben sich die Produzenten eine Überraschung einfallen lassen. Im tz-Interview äußert sich der Rückkehrer.

Pünktlich zum großen Jubiläum von Um Himmels Willen kehrt ein alter Bekannter zurück: Wöllers Sohn Wolfgang junior (Patrick Wolff) wendet sich völlig pleite und hilfesuchend an den Vater, mit dem ihn ein eher angespanntes Verhältnis verbindet. Hinter der Kamera sieht das natürlich ganz anders aus! Im tz-Gespräch verrät Patrick Wolff (39), der gerade mit seinem eigenproduzierten Kinofilm Treppe aufwärts große Erfolge feiert, was die Rückkehr ans Um Himmels Willen-Set für ihn bedeutet, wie er sich den Erfolg der Serie erklärt – und wie es ist, neben Fritz Wepper & Co. vor der Kamera zu stehen.

Herr Wolff, nach zwölf Jahren kehren Sie als Wöller junior zurück …

Patrick Wolff (l.) und Fritz Wepper

Patrick Wolff: Stimmt, und das freut mich sehr! Nach so einer langen Zeit habe ich gar nicht mehr damit gerechnet. Ich habe zum ersten Mal so richtig gemerkt, dass ich diesen Beruf nun schon ein paar Jahre ausübe (lacht). Das hat etwas melancholisch Schönes! Und was Um Himmels Willen angeht: Es war toll, ans Set zurückzukehren und so viele bekannte Gesichter wiederzusehen!

Ist es nicht sehr schwierig, sich nach so langer Zeit wieder in die Rolle ein­zufinden?

Wolff: Absolut. Man kann nicht wirklich da ansetzen, wo man vor zwölf Jahren aufgehört hat. In so einer langen Zeitspanne hat man sich als Mensch und als Schauspieler doch sehr geändert und weiterentwickelt. Aber gerade diese Herausforderung bringt großen Spaß. Man macht sich Gedanken: Was hat sich bei der Rolle geändert? Was hat sich in ihrem Leben getan? In meinem Fall ist die Situation der Rolle ja nicht die einfachste: Wöller junior kehrt nach zwölf Jahren als Familienvater zurück zum eigenen Vater, weil dieser Schritt die letzte Möglichkeit auf Hilfe ist. Und das bei dem doch eher angespannten Verhältnis der zwei (lacht).

Wie ist es mit einem so erfahrenen Schauspieler wie Fritz Wepper – Ihrem Serienvater – zu spielen?

Wolff: Sehr bereichernd. Fritz ist bei seiner Arbeit so routiniert, sie ist für ihn ganz natürlich. Ich spiele gern mit ihm zusammen! Auch dieses Mal war gar nicht viel Vorarbeit nötig. Man setzt sich zusammen, geht den Text durch und findet einen gemeinsamen Rhythmus. Es bringt Spaß, mit ihm – genauso wie mit den anderen – zu spielen. Und ich hoffe, dass das auch bei den Zuschauern ankommt.

Wie erklären Sie sich den langjährigen Erfolg von „Um Himmels Willen“?

Wolff: Zum einen sind es natürlich diese beiden Figuren: die Nonne und der Bürgermeister. Die Beziehung der beiden, diese Konstellation ist unglaublich unterhaltsam. Zum anderen sind es die wirklich guten Drehbücher, die noch immer vom gleichen Autoren geschrieben werden. Michael Baier macht das seit mittlerweile 15 Jahren wirklich toll – und das ist wirklich selten bei Serien. Deshalb passt da alles zusammen, die Serie wirkt sehr echt, authentisch. Wenn du dann auch noch Schauspieler wie Fritz Wepper, Janina Hartwig und Co. hast, hast du eigentlich schon gewonnen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die verbleibenden Drehtage!

Ab Anfang 2016 gibt's 13 neue Folgen

Der turbulente Kleinkrieg zwischen den Ordensschwestern und dem Bürgermeister geht in eine neue Runde. Im April begannen die Dreharbeiten für die Jubiläumsstaffel der ARD-Erfolgsserie Um Himmels Willen. Seit 15 Jahren gibt es den Quotenrenner nun schon, Anfang 2016 sollen die 13 neuen Folgen ausgestrahlt werden. Mit dabei natürlich wieder Fritz Wepper als Wolfgang Wöller und Janina Hartwig als sehr resolute Schwester ­Hanna.

Wenn man Janina Hartwig nach den schönsten Erinnerungen am Set von Um Himmels Willen fragt, hat sie gleich mehrere Beispiele parat: „Ich weiß noch, wie wir gemeinsam Tango getanzt haben“, sagt die 54-Jährige und lacht. „Wir waren auch schon einmal die Schöne und das Biest. Und Fritz hat einmal Elvis gespielt …“ Das seien alles Tage gewesen, an denen sie als Schauspielerin „über den ,Drehteller‘ hinausschauen und sich ausprobieren“ konnte.

Fritz Wepper sagt: „Für mich ist es jedes Mal ein Highlight, wenn ich mir daheim die fertigen Folgen anschaue. Das ist etwas sehr Emotionales. Vor allem die Schlussszenen mit Schwester Hanna und Bürgermeister Wöller. Da merkt man einfach, dass wir uns schon lange kennen und wir harmonieren.“ Ein Ende ist also nicht abzusehen. „Solange, wie wir Spaß dabei haben und gesund sind, machen wir weiter, oder Janina?“, fragt Wepper – und erntet hundertprozentige Zustimmung.

Interview: Lena Meyer

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