Neues Ermittlerteam

50 Jahre „Polizeiruf 110“ – Das wird mit neuen Gesichtern in Halle/Saale gefeiert

Polizeiruf 110: An der Saale hellem Strande
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„Polizeiruf 110: An der Saale hellem Strande“ mit Kommissar Michael Lehmann (Peter Schneider) und Kommissar Henry Koitzsch (Peter Kurth)

„Polizeiruf 110“: Zur Jubiläumsfolge präsentiert die ARD das neue Ermittlerteam. Programmdirektor des Ersten erinnert sich an die Anfänge der Krimiproduktion.

Halle/Saale – „Polizeiruf 110“ (ARD) feiert in diesem Jahr großes Jubiläum – nämlich 50-jähriges Bestehen. Das ist zum einen Grund zum Feiern und zum anderen Zeit, um die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen und in Erinnerung zu schwelgen. Gefeiert wird auf eine besondere Art und Weise, denn anlässlich des Jubiläums wird das neue Ermittlerteam in Halle/Saale Ende Mai vorgestellt. Bei den neuen Ermittlern handelt es sich um Peter im Doppelpack – Peter Kurth und Peter Schneider schlüpfen nämlich ab sofort in die Rollen der Kommissare Henry Koitzsch und Michael Lehmann. 

Am 30. Mai feiert das Kommissaren-Duo unter dem Titel „Polizeiruf 110: An der Saale hellem Strande“ Debüt im Ersten zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr. Und was passiert in dem Jubiläumsfall? Der Hauptkommissar Koitzsch und Kommissar Lehmann nehmen sich einem seit drei Monaten ungeklärten Fall an, bei dem der Täter in der Mordnacht spurlos verschwand. Durch eine aufwendige Funkzellenauswertung, die alle Personen ausmacht, die zur Tatzeit telefoniert haben, schaffen es die Kommissare etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Nach etlichen Zeugenaussagen können die Kommissare schließlich sogar Verdächtige ins Visier nehmen.  

„Polizeiruf 110“: Programmdirektor des Ersten blickt auf die vergangenen Jahre zurück

Ein 50-jähriges Bestehen lässt auch nostalgisch werden und zurückblicken. Die ARD-Krimiproduktion wird oftmals als „der kleine Bruder des Tatorts“ beschrieben, was allerdings völlig unterbewertet ist, findet auch der Programmdirektor des Ersten Volker Herres. Seit 1971 gibt es die Krimiproduktion nun und Herres erinnert sich an die Anfänge der Krimireihe und daran, wie in der Nachwendezeit der „herablassende“ Spitzname Einkehr fand. Stattdessen sei „Polizeiruf 110“ eine Bereicherung für den Sonntagskrimi gewesen, so Herres. Den Grund sieht er darin, dass der Fokus der thematisierten Geschichten weniger auf Kapitalverbrechen lag, wie es bei anderen Produktionen oftmals der Fall ist. Bei „Polizeiruf 110“ ging es eher um die kleineren Delikte und Konflikte zwischen Menschen im Alltag. Volker Herres erinnert sich, dass thematisch Mentalitätsfragen vor Mordfällen gingen und weibliche Ermittler eine Selbstverständlichkeit darstellten. 

Die ARD lässt aber auch die Zuschauer in Erinnerungen schwelgen und bietet Einblicke hinter die Kulissen zu diesem besonderen Anlass. Am Abend der Jubiläumsfolge präsentiert die ARD eine 45-minütige Dokumentation, die beispielsweise einen Blick hinter die Kulissen wirft und die „Polizeiruf“-Darsteller zu Wort kommen lässt. So werden Treffen mit unter anderem Maria Simon (44) gezeigt, die erst kürzlich das TV-Kommissariat verließ, aber auch Ben Becker, Andreas Schmidt-Schaller oder Michaela May. 
Wer die Dokumentation in voller Länge sehen möchte, erhält die Chance beim MDR, denn dort wird eine 90-Minuten-Version am 22. Mai in der Primetime laufen. Zusätzlich wiederholt der MDR im Mai und Juni auch alte Episoden der Krimireihe.

Wie viel Gehalt die TV-Kommissare im echten Leben bekommen würden, offenbart übrigens die Rangliste eines Job-Portals.

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