„Ich vermiss’ ihn immer noch“

Roy Black: Am Sonntag läuft Otto Retzers Doku im TV

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Roy Black starb 1991 im Alter von 48 Jahren.

München - Regisseur Otto Retzer produzierte einen Dokumentarfilm über Roy Black, seinen alten Freund. Am Sonntag wird er im TV ausgestrahlt.

Wenn du bei mir bist – so heißt Otto Retzers (71) Lieblingslied von Roy Black († 48). „Ich vermisse ihn immer noch sehr“, so der Regisseur, der Anfang der 90er-Jahre zusammen mit Roy Black und der Sendung Ein Schloß am Wörthersee Riesen-Erfolge feierte. Am Wörthersee verblassen die Erinnerungen an den 1991 verstorbenen Entertainer nie. „Am Ufer steht eine Büste meines Freundes und noch jeden Tag scharen sich Hunderte Besucher ­darum und machen Fotos.“

Auch deswegen entschied sich der Kärntner und Wahlmünchner dafür, einen Dokumentarfilm (Servus TV, 9. Oktober, 20.15 Uhr) über seinen alten Freund zu machen. „Dabei kam alles wieder hoch. Es ist fast so, als wäre er gestern erst gestorben“, sagt der Produzent traurig. „Meine Tochter ­Olivia hat den Film bei mir zu Hause in Velden geschnitten und dabei ist ihr Sohn ­Matheo, der jetzt ein halbes Jahr alt ist, um uns herumgesprungen. Das hat uns abgelenkt.“ Und dann brachte der kleine Bub alle zum Lachen. „Denn sein erstes Wort war tatsächlich Roy, weil wir es während der Schnittphase so oft benutzten“, erzählt Otto Retzer.

An die schönen Zeiten erinnert sich in der Doku auch Uschi Glas. „Wir haben für sie ein kleine Erinnerung zusammengeschnitten, die zeigt, wie oft sie in der Serie mit Roy Black geschmust hat: insgesamt 47-mal“, erklärt Retzer und lacht. „Aber nur beruflich. Privat waren sie echte Kumpels."

Otto Retzer.

In der Doku denkt auch ­Thomas Gottschalk an den großen Roy Black zurück, den er als junger Radiomoderator oft mal als Schlager-Fuzzi bezeichnet hatte. „Das tut ihm heute leid“, berichtet Retzer. „Noch mehr – als er Roy im Kellerlokal nicht ganz nüchtern antraf.“ Das waren die Zeiten in den 80ern, in denen es beiden nicht so gut ging. „Da haben wir sicherlich das eine oder andere Glas zu viel gehabt“, so Otto Retzer. Doch als Gottschalk später vom plötzlichen Herztod des Schlagersängers erfuhr, erklärte er sich sofort dazu bereit, die Grabrede zu halten. „Wir haben geheult wie die Schlosshunde.“

Die Erinnerungen an Roy bleiben für immer. Otto Retzer: „Ich weiß noch, als ich versucht habe, Roy, Udo ­Jürgens und Chris Roberts für eine Zusammenarbeit an einen Tisch zu bekommen, obwohl sie sich nicht mochten. Da hab­’ ich alle unter einem Vorwand in ein Restaurant eingeladen und noch ein paar hübsche Mädels dazu, damit sie nicht so schnell abhauen.“

Das taten sie dann aber trotzdem. „Und ich blieb auf der Rechnung sitzen“, so der Filmemacher lachend. „Ich wollte endlich mal eine Doku, in der man zeigt, wie er wirklich war. Ich habe auch heute noch große Hochachtung vor ihm.“ Eine Männerfreundschaft bis über den Tod hinaus.

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