Nackt-Kuppel-Show

"Adam sucht Eva" 2016: Darum ist Ronald Schill der perfekte Promi-Kandidat

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Ronald Schill ist ein Promi-Kandidat bei "Adam sucht Eva" 2016.

München - Darum ist Ronald Schill der perfekte Promi-Kandidat bei "Adam sucht Eva" 2016. Der frühere "Richter Gnadenlos" ist ab der sechsten Folge dabei.

Er liebt es anzuecken, nimmt kein Blatt vor den Mund und er zeigt sich gerne nackig. Man darf vermuten, dass in irgend einem RTL-Konferenzraum sehr schnell der Name Ronald Schill fiel, als die Macher der Nackt-Dating-Show "Adam sucht Eva" über mögliche Kandidaten sprachen. Zumal er Trash-TV-Erfahrung mitbringt: 2014 zog Schill beim Konkurrenz-Sender Sat.1 für "Promi Big Brother" in den Container. Damals machte TV-Deutschland erstmals Bekanntschaft mit seinem Schniedelwutz, der Schill nach eigenem Bekunden karrieremäßig "das Genick brach" (dazu später mehr). Jedenfalls bleiben von seiner Zeit im TV-Container vor allem Schills Nackt-Auftritte in Erinnerung. Egal ob im Pool oder unter der Dusche: Der Ex-Richter und Ex-Politiker nutzte jede Gelegenheit, seinem kleinen Mann die große, weite Welt zu zeigen.

Dazu wird er bei "Adam sucht Eva" jede Menge Gelegenheit haben. Schill gehört zu den sieben Promi-Kandidaten, die in der neuen Staffel auf dem Tikehau Atoll in der Südsee (Französisch-Polynesien) mit elf "Normalo"-Kandidaten flirten. Und zwar komplett ausgezogen. Man möchte es kaum glauben. Aber der Mann, den RTL bei hüllenlosen Paarungsversuchen zeigt, war vor Jahren ein Jurist und Politiker, der in Medien wie der "F.A.Z." oder dem Spiegel vorkam. Zunächst als Hamburger Amtsrichter, der sich mit drastischen Urteilen den Spitznamen "Richter Gnadenlos" einhandelte. Eine psychisch kranke Frau, die den Lack von zehn Autos zerkratzt hatte, schickte er zweieinhalb Jahre in den Knast. Einen Bundeswehrsoldaten, der dreimal betrunken Brände legte, verdonnerte er gleich zu vier Jahren Bau (der Staatsanwalt hatte eine Bewährungsstrafe gefordert). "Ich frage mich bei jedem Urteil: Werde ich den Opfern gerecht?", verriet Schill damals dem "Spiegel". Das Nachrichtenmagazin nannte ihn einen "Robin Hood von Verbrechensopfern".

"Adam sucht Eva 2016": Promi-Kandidat Ronald Schill war mal Hamburger Innensenator

Als Hamburg unter einer massiven Kriminalitätsrate litt, gründete Schill die "Partei Rechtsstaatliche Offensive (PRO)" und kandidierte 2001 für die Bürgerschaftswahl in Hamburg. Die "Schill-Partei", wie PRO bald nur noch genannt wurde, stand für eine knallharte "Law and Order"-Politik. Auszug aus dem Parteiprogramm: Nicht therapierbare Sexualstraftäter sollten nur dann wieder auf freien Fuß kommen, wenn sie sich zuvor einer (freiwilligen) Kastration unterzogen hätten. Eltern, die ihre Erziehungspflicht nachhaltig verletzen und deren Kinder massiv straffällig geworden sind, sollten selbst mit strafrechtlichen Sanktionen rechnen müssen. Ein Rechtsradikaler war Schill allerdings nie. Sein Ideal war der starke Staat, der sich von keinem Verbrecher oder politischen Extremisten auf der Nase herumtanzen lässt. Sein Großvater wurde von den Nazis im KZ umgebracht. "Ich sehe mich ein bisschen in dessen Tradition und habe eine Aversion gegen alles Rechte“, betonte Schill einmal in der österreichischen Zeitung "Der Standard".

Bei der Hamburger Bürgerschaftswahl 2001 holte die "Schill-Partei" 19,4 Prozent. Ronald Schill wurde in einer Koalition mit CDU und FDP Zweiter Bürgermeister und Innensenator. Im ersten Jahr seiner Amtszeit ging die Zahl der erfassten Straftaten in Hamburg um 15,5 Prozent zurück. Auch wenn Medien über einen Kokainkonsum des Law-and-Order-Politikers berichteten (der Jahre später dann tatsächlich publik wurde): Schill war kurzzeitig bundesweit ein populärer Volksvertreter. Am 19. August 2003 endete sein Höhenflug jäh. Als Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust einen Schill-Vertrauten entließ, ging Schill den CDU-Politiker an: Er drohte von Beust zu veröffentlichen, dass dieser seinen angeblichen Lebenspartner Roger Kusch zum Justizsenator gemacht habe. Von Beust entließ seinen Innensenator umgehend und bezeichnete ihn öffentlich als "charakterlich nicht geeignet". "Dreckige Homo-Erpressung im Rathaus", wetterte die "Bild". Schill hatte sich von einem Moment auf den anderen ins politische Abseits geschossen. Vor diesem Hintergrund darf man sich schon auf die Intrigen bei "Adam sucht Eva" freuen. Ob Ronald Schill einen Nebenbuhler bei einer Kandidatin dann auch als schwul outet, um diesen auszubooten?

Ronald Schill und die Frauen: Der Promi-Kandidat berichtet von seinen "heißen Sex-Abenteuern" 

Wobei solche Intrigen vermutlich gar nicht nötig sind. Denn: Bei Frauen hat Schill von jeher einen Schlag. In seiner Autobiographie "Der Provokateur" schildert Schill ausführlich "Sex-Abenteuer" während seiner Richter-Zeit mit "Richterkolleginnen, Anwältinnen, Protokollführerinnen und sonstigen Mitarbeiterinnen". Kostprobe: "Aufgrund der in den kahlen Zimmern des Justizpalastes unvermeidbaren Hall-Effekte tosten gelegentlich Lustschreie durch die Flure, was die Gerüchteküche anheizte. Und wenn sie mich nun rausgeschmissen hätten deswegen? Na wenn schon! Ich war an der Scheide meines Lebens." Als Hamburger Innensenator verduftete er nach eigenem Bekunden auch einmal vom Ball der Polizeigewerkschaft, um seinen "Lieblingsswingerclub" zu besuchen. Schill urteilt rückblickend über seine berufliche Karriere: "Mein Schwanz brach mir das Genick." Könnte also gut sein, dass der dauergeile Schill bei "Adam sucht Eva" 2016 zur Form seines Lebens aufläuft.

Was muss man sonst noch über den Promi-Kandidaten Schill wissen? Zum Beispiel, dass er seit zehn Jahren in einer Favela in Rio de Janeiro (Brasilien) lebt. In einer Folge der Auswanderer-Doku "Goodbye Deutschland" präsentierte er seiner "Promi Big Brother"-Kollegin Janina Youssefian sein Zuhause in Brasilien. Diese flüchtete schnell vor Schills Annäherungsversuchen. Und was für ein Zufall: Eine Promi-Kandidatin bei "Adam sucht Eva" 2016 ist... Trommelwirbel.... tadaaa: Janina Youssefian. Wir dürfen uns also schon darauf freuen, dass Schill in der Südsee vermutlich das zu Ende bringen will, was ihm in Brasilien nicht gelang.  

Fazit: Notorisch geil, in höchstem Maße intrigant, zeigefreudig und egozentrisch - Ronald Schill ist der perfekte Promi-Kandidat bei "Adam sucht Eva" 2016. 

Übrigens: Wir haben bereits alle Sendezeiten und Termine für "Adam sucht Eva" 2016 zusammengefasst.

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