„Sie haben mich alle nicht verstanden“

Roseanne Barr spricht erstmals über ihren Rassismus-Tweet

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US-Schauspielerin Roseanne Barr gestikuliert während eines Interviews mit Sean Hannity bei der Fox News Talk Show.

Roseanne Barr wollte sich zunächst nicht im TV zu ihrem Rassismus-Tweet äußern, der sie den Job gekostet hatte. Jetzt verteidigt sie sich erstmals öffentlich.

Los Angeles - US-Schauspielerin Roseanne Barr (65) spricht nach einem rassistischen Tweet, der sie den Job gekostet hat, von einem Missverständnis. „Ich wünschte, ich hätte eine andere Wortwahl benutzt. Aber sie haben mich alle nicht verstanden, das macht mich so wütend“, sagte Barr am Donnerstag (Ortszeit) im TV-Sender Fox News. Die Komikerin hatte die frühere Beraterin von US-Präsident Barack Obama, die Afroamerikanerin Valerie Jarrett, mit den Worten beleidigt: „Die Muslimbruderschaft und der Planet der Affen haben ein Baby bekommen.“

„Es tut mir leid, dass Sie dachten, ich sei rassistisch und dass mein Tweet rassistisch war. Er war es nicht. Er war politisch“, erklärte Barr an Jarrett gerichtet. Sie habe damit als Jüdin die Iran-Politik Obamas kritisieren wollen. „Es tut mir leid für das Missverständnis, den mein schlecht formulierter Tweet ausgelöst hat. Es tut mir leid, dass Sie sich verletzt fühlen. Das wollte ich nicht. Dafür entschuldige ich mich.“

Nach dem Tweet der 65-Jährigen vor zwei Monaten hatte der Sender ABC die Serie „Roseanne“ abgesetzt. Sie soll künftig unter einem anderen Namen und ohne Barr weitergehen. „Ich habe offensichtlich einen Fehler gemacht, der mich alles gekostet hat. Ich habe den Preis dafür bezahlt“, erklärte Barr in ihrem ersten Fernsehinterview nach dem Vorfall. Sie nannte sich darin mit einem Lachen ein „kreatives Genie“ und gab an, seit langem Antidepressiva einzunehmen.

Lesen Sie auch: Nun meldet sich Trump bei Roseanne-Skandal zu Wort - und schweigt doch.

dpa

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