Bei „Riverboat“ im MDR

„Rosenheim Cops“-Star klärt auf, wie es zu legendärem Satz kam - um ein Haar hätte es ihn nicht gegeben

Marisa Burger erklärt, wie es zu ihrem legendären Satz bei den „Rosenheim Cops“ kam.
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Marisa Burger erklärt, wie es zu ihrem legendären Satz bei den „Rosenheim Cops“ kam.

„Es gabat a Leich“ - dieser Satz ist mit der ZDF-Serie die „Rosenheim Cops“ untrennbar verbunden. Dabei wäre er um ein Haar nie entstanden.

Leipzig - Ohne diesen Satz wären die „Rosenheim Cops“ nicht das Gleiche: „Es gabat a Leich“. In schöner Regelmäßigkeit beginnen die Folgen der beliebten Krimi-Serie mit dieser Ankündigung von Polizeisekretärin Miriam Stockl. Die Rolle ist bereits seit der ersten Folge 2002 fester Bestandteil der Serie und hat sich über die Jahre zu einer zentralen Figur entwickelt. Gespielt wird die quirlige Sekretärin von Marisa Burger. Jetzt verrät die Schauspielerin, wie der legendäre Satz entstanden ist und warum es ihn beinahe gar nicht gegeben hätte.

Denn der mittlerweile kultige Satz aus der ZDF-Erfolgsserie ist kein Geniestreich der Drehbuchautoren gewesen, sondern eine Idee von Marisa Burger selbst. Beim Studieren der Figur sei ihr der Satz einfach in den Kopf geploppt. „Wenn du an eine Rolle herangehst und dieser Figur einen Charakter gibst, dann ist es ganz normal, dass einem was die Figur sagen könnte, wie sie lebt, wie sie agiert, wie sie spricht“, erklärt die Münchner Schauspielerin in der MDR-Sendung Riverboat. „Das kommt dann einfach. Das ist eine ganz normale Charakterfindung bei einer Rolle - in diesem Fall Miriam Stockl.“

Kultiger Dauerbrenner - beinahe hätten die „Rosenheim Cops“ aber ohne auskommen müssen

Doch dass diese besondere Aussage zu einem Dauerbrenner wird, der die Serie seit fast 20 Jahren begleitet, das hat Marisa Burger damals natürlich noch nicht geahnt. „Man denkt sich ja nicht: ,Ich kreiere jetzt einen Kult-Satz‘“, so die 47-Jährige. Sie habe sich aber durchaus darüber gefreut, dass die Idee so gut angekommen sei. Mittlerweile warten die Zuschauer:innen zu Beginn jeder Folge stets auf die innig geliebte Ansage.

Dabei hätte es diese beinahe nicht gegeben, zumindest nicht in dieser Form. Denn ursprünglich hatte Marisa Burger beim Casting für die Rolle eine Absage bekommen. Eine Regisseurin hatte sich etwas anderes vorgestellt. Sie war „nachgerutscht“, als es bei der ersten Wahl für die Rolle dann doch nicht gepasst habe. Erst im Nachgang sei sie „hineingerutscht“, als Regisseur Dieter Kehler ihr Band noch einmal habe sehen wollen. „Jetzt sind sie aber, glaube ich, ganz froh, dass ich die Rolle spiele“, sagt Burger mit einem Lächeln.

ZDF-Sendung „Rosenheim Cops“: So ähnlich sind sich Miriam Stockl und Marisa Burger

Die Wahl hat sich im Nachhinein als Volltreffer herausgestellt. Beinahe 20 Jahre flimmert Miriam Stockl nun schon über die Bildschirme. Sie liebe ihre Figur, erklärt Burger im Gespräch. Aber sie trennt Rolle und Privatperson strikt: „Man verwandelt sich. Es ist eine Rolle, die spielt man. Danach geht man wieder zurück. Das ist ja eine Kunstfigur.“ Sobald Kostüm und TV-Schminke wieder verschwunden sind, ist Burger wieder ganz sie selbst. Wieder „entstocklt“, nennt sie es. Das ist ihr wichtig.

Trotz der sorgfältigen Trennung gibt es aber Ähnlichkeiten zwischen ihr selbst und Miriam Stockl. „Natürlich ist es immer so, wenn man eine Rolle sucht und findet, wenn man einen Charakter baut, dass man bei sich anfängt. Man überlegt, was passt, was sind da Teile von mir. Man muss wissen, wie man etwas füllt, wie man emotional agiert“. Das stülpe sie dann der Figur über. Das sei auch zentral, sonst könne man den Charakter auch nicht glaubhaft spielen. (mam)

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